Ayres’ Jahresrückblick 2018

Lesezeit: 11 Minuten

Mein Jahresrückblick ist so vollgepackt, dass ich gar nicht weiß, wo ich überhaupt anfangen soll. Persönliches ist hier zum Glück ja außen vor, doch alleine mit meinem exorbitant hohen Medienkonsum könnte ich sicherlich so einige Artikel füttern. Deshalb picke ich nur die Titel heraus, die wirklich erwähnenswert sind. Im Positiven wie im Negativen. Viel Spaß!

 

 

 

Filme

Zum ersten Mal habe ich ein ganzes Jahr lang meine Filme auf Letterboxd archiviert. Mein Filmtagebuch verrät mir, dass ich ganze 203 Filme in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Wenn ich noch die wiederholt angeschauten dazu addiere, sollte ich wohl so auf 250 kommen. Ordentliche Bilanz. Im Januar ging es los mit Insidious: The Last Key. Obwohl ich die Reihe noch immer sehr mag, packt sie mich die Tage einfach nicht mehr. Vielleicht habe ich mittlerweile auch schlicht zu viele ähnliche Filme gesehen. Richtig viel Spaß hatte ich mit The Commuter: allerfeinstes Popcornkino und Liam Neeson spielt sich mal wieder quasi selbst. Die Fantasy Filmfest White Nights im Januar schlugen mit fünf Filmen zu Buche, von denen gleich sechs Stück in meine Sammlung wanderten: The Lodgers, Hungrig, The Endless, Cold Skin – Insel der Kreaturen, Isle of Dogs – Ataris Reise und Ghost Stories. Ein wirklich positives Ergebnis. Zu den Gurken des Jahres (eigentlich des Vorjahres, doch dieses Jahr dann auf Blu-ray nachgeholt) zählt dann bedauerlicherweise Der Dunkle Turm. Der Film ist leider ein hektischer Zusammenschnitt verschiedener Versatzstücke und wer die Bücher wirklich gar nicht kennt, hinterfragt partout einfach alles. Zwei Filme, die ich kurz nach ihren Oscar-Nominierungen schnell nachgeholt habe, sind The Shape of Water – Das Flüstern des Wassers und Call Me By Your Name. Obwohl ich verstehe, weshalb sie nominiert wurden, können mich beide einfach nicht mitreißen. Ein zweites Anschauen ausgeschlossen. Zwei weitere Tiefflieger sind für mich auch Auslöschung und Veronica, die von der Netflix-Gemeinde (im letzterem Fall wohl eher von Netflix selbst) sehr gehyped wurden, aber eigentlich sind das auch zwei eher unscheinbare Filmchen. Deshalb hier noch ein paar positive Erfahrungen aus dem Frühjahr: Red Sparrow (hätte ich selbst kaum gedacht, aber wie ich anhand des pöbelnden Kino-Publikums mit “Langweilig”-Parolen schon hörte, war ich da eher alleine). Unsane – Ausgeliefert mit einer grandiosen Claire Foy. Und mit Abstrichen auch Tomb Raider (was fiel es mir schwer, die lästigen Vergleiche zwischen Angelina Jolie und Alicia Vikander ertragen zu müssen). Am 1. April sah ich dann eines meiner drei großen Highlights 2018: Thelma. Was für ein starker Film! Eigentlich wollte ich ihn nicht sehen, gerade frisch getrennt und nur als Kino-Ablenkung zugesagt und dann volle Kanne überrascht worden. Ein unscheinbares Kino-Spektakel, das ich nicht nur Freunden des skandinavischen Films ans Herz legen möchte. Zu Ghostland und A Quiet Place habe ich jeweils ein gespaltenes Verhältnis. Beides starke Genre-Titel, aber in beiden Fällen stört mich dann zu viel, um sie zu meinen Lieblingen werden zu lassen. Wirklich gar kein gutes Haar lassen kann ich dagegen an Ready Player One. Müsste ich mit dem Finger auf einen Film zeigen und ihn als “Größte Enttäuschung 2018” deklarieren… voilá, das ist er! Jahres-Highlight Numero 2 ist Avengers: Infinity War. Was für eine Kraft, was für eine Gewalt! Selten habe ich mich von einem Blockbuster so mitgerissen gefühlt und das Ende hat mich ganz hart erwischt (obwohl ich quasi stündlich nach US-Start meine Spoilerseite aufrief, nur um zu erfahren, wer sterben wird… diese Neugier!). Die Fantasy Filmfest Nights im Mai, da habe ich leider beinahe ausschließlich daneben gegriffen. The Strangers: Opfernacht ist der wohl beste Titel und auch eine gelungene Fortsetzung meines liebsten Horrorfilms. Mit einer Ausnahme lohnt es sich an dieser Stelle auch nicht, auf die anderen Filme einzugehen. Doch Revenge ist in der Tat ein sehr launiger Rape & Revenge-Movie. Deadpool 2 gefällt mir nach zweimaligem Sehen und etwas Abstand noch besser als sein Vorgänger und exakt dasselbe kann ich Ant-Man and the Wasp so attestieren. Beide gehören auch zu meinen Lieblingen von 2018, aber man fühlt sich ja immer so schlecht und anspruchslos, wenn man nur Superhelden und Blockbuster zu den besten Titeln eines Jahres zählt… Insofern fällt an dieser Stelle Letztendlich sind wir dem Universum egal, der an den Kinokassen völlig zu Unrecht absoff. Ich war in meiner Vorstellung sogar alleine im Saal. Weitere Hits aus dem Sommer: Ocean’s 8, Hereditary – Das Vermächtnis und Love, Simon. Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich ist auch so ein Film, an dem ich seitenweise aufzählen könnte, was mich alles nervt, doch der Unterhaltungswert ist unbestreitbar und deswegen mag ich auch diesen Teil wieder. Fragt man mich nach meinem Liebling von 2018, dann ist das wohl Mission Impossible: Fallout. Da spielt der Überraschungseffekt ganz groß mit, denn ich habe die vier Vorgänger (noch) nicht gesehen und dann geht man völlig unwissend ins Kino und wird auf eine solch clevere Weise so gut unterhalten. Ich bin noch immer total von den Socken, auch das Genre ist eigentlich ja so gar nicht meines. Filme, von denen ich mir mehr versprach, bestimmten dann den Sommer: Breaking In – Rache ist ein Mutterinstinkt, The Darkest Minds – Die Überlebenden, The Nun. Bei allen dreien könnte ich eine lange Abhandlung darüber schreiben (wait… das habe ich doch!), an welchen Stellen sie ihr Potenzial verschenken. Vom Fantasy Filmfest 2018 habe ich von den 50 Titeln fast jeden mitgenommen. Es war ein wahnsinniger Marathon, aber Durchhalteparolen wie “YOLO!” und “Gotta catch ’em all” trieben mich an. Herausragend: One Cut of the Dead, The Unthinkable, Elizabeth Harvest, Satan’s Slaves, The Cleaning Lady. Gurken: Ride, Future World, Luz. Und irgendwo dazwischen das umstrittene Mandy. Im Anschluss gab es zweimal einen Horror-Marathon: Die Hellraiser-Reihe und dann sämtliche Filme von Halloween, um im Anschluss den eigentlich belanglosen aber nicht völlig schlechten Halloween (2018) mitzunehmen. Den Preis für den größten Rummel im Vorfeld mit dem geringsten Impact nach dem Start bekommt der Film schonmal. Mit A Star is Born habe ich meinen vermutlich ersten Musikfilm im Kino erlebt. Mein Ding wird das nie werden, aber man will ja hier und da mal den eigenen Horizont erweitern. Ähnliches kann ich auch nur zu Wunder, Mamma Mia! Here We Go Again! und Der Vorname sagen. Filme, die ich mir unter normalen Umständen wohl eher nicht angesehen hätte, aber dann schaut man sie und findet sie zumindest in Ordnung. Da sind wir auch schon im Herbst. Highlights für das Home Cinema: Summer of ’84 sowie die Netflix-Produktion Bird Box. Beide sind auf ihre Weise atmosphärisch sehr dicht erzählt. Den größten Feel Good-Moment hatte ich übrigens mit Spider-Man: A New Universe, ein rundum positives Filmerlebnis. Meine Liste wäre eigentlich noch länger und wie man merkt, bin ich ein echter Filmcrack (geworden). Aber schlussendlich muss ich sagen, war 2018 doch ein sehr abwechslungsreiches und starkes Filmjahr!

Serien

Mein Serienjahr fällt bedeutend kürzer aus. Ich habe mit Humans eine Serie entdeckt, der ich mich voll und ganz hingeben wollte, doch nach Staffel 1 war vorläufig Schluss. Hierfür möchte ich mir doch gerne mehr Zeit nehmen. Absentia ist ein recht spannender Titel, dem gegen Ende hin die Luft ausgeht. Trotzdem war ich überrascht, als ich die Serie eher zufällig auf Amazon Prime entdeckte und die erste Staffel durchsuchten konnte. Nachgeholt habe ich Weinberg (für eine deutsche Produktion sehr gut, im direkten Vergleich mit anderen Mysteryserien dann wieder doch nicht) und Riverdale. Letzteres hat eher den Katastrophentouristen in mir angesprochen als den Serienliebhaber. Obwohl ich bislang immer einen guten Grund finde, nicht weiterzuschauen, weiß ich, dass Staffel 2 und 3 nicht auf ewig vor mir sicher sind. Manchmal steht mir dann eben doch der Sinn nach einer inkonsistenten Serie mit mehr Schein als Sein. Dafür sind die Bedingungen hier einfach perfekt. Schon wieder vergessen habe ich Kiss Me First (der Aufhänger sprach mich an, das Ergebnis war einfach, dass ich mich durch die Serie schlafwandelte). Wolf Creek bietet eine interessante andersartige Perspektive als die gleichnamigen Filme, doch ob die auch wirklich gut ist, habe ich für mich noch nicht näher erörtern können. Das Interesse an Ghost Wars verlief sich auch von Episode zu Episode mehr. Zu meinen Lieblingen 2018 gehört Disenchantment. Die Serie muss sich noch etwas finden, doch die Zutaten sind alle vorhanden und ich habe jede Folge positiv in Erinnerung. Bitte mehr von diesem Universum und an der Stelle danke an Netflix für all den massiven Serieninput. Zu diesem gehört auch Slasher, dessen zweite Staffel mich nicht minder als die erste überzeugt. Hier läuft so vieles richtig, dass die Serie in meiner Gunst auf dem Weg nach oben ist. Picnic at Hanging Rock stellte sich als eher lahm heraus, ein Eitelkeitsprojekt. Zu den Überraschungen gehört Elite, welches die von Pretty Little Liars hinterlassene Leere auch besser auffüllen konnte als etwa Riverdale. She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen überraschte mich als Ankündigung am meisten. Und obwohl ich den Umgang vieler mit der Serie fair finde, ist mir Staffel 1 noch zu ausbaufähig. Unterhaltsam ja, aber erinnerungswürdig sicherlich nicht. 11.22.63 – Der Anschlag habe ich aus Interesse an Zeitreise-Geschichten nachgeholt und weiß auch noch, dass ich die Serie wohl in Ordnung fand. Aber so richtig in Erinnerung geblieben ist sie mir nicht. Etwas ähnlich verhält sich das mit American Horror Story: Cult. Insgesamt die drittbeste Staffel der Serie und endlich auch mal wieder eine, die mir zusagt. Doch in der zweiten Hälfte ist wieder alles so verwässert mit Inkonsistenzen, dass der Gesamteindruck trüb ist. Jetzt noch schnell zu zwei Highlights: The Purge ist als TV-Serie genau das, was ich mir für die Filme immer gewünscht und nie bekommen habe. Deswegen hoffe ich inständig, dass sich die Serie etablieren kann. Cloak & Dagger würde ich gefühlt als meine Lieblingsserie aus 2018 bezeichnen. Das Problem ist, dass ich jede Folge mit zeitlichem Abstand zur vorherigen und nächsten gesehen habe und mir das Gesamtbild fehlt. Doch insgesamt mag ich die vergleichsweise ruhige Erzählweise und die interessanten Charaktere sehr. Eine Folge ließ mich am Ende mit Tränen zurück (und bescherte mir einen meiner Top 10-Songs 2018…). Habe die Serie sehr ins Herz geschlossen, muss sie aber unbedingt nochmal am Stück schauen. Im Wartezimmer haben Der Prinz der Drachen, Spuk in Hill House und The Chilling Adventures of Sabrina Platz genommen. Alle mal für Weihnachten vorgenommen und dann doch von einem medialen Überangebot erschlagen gewesen.

Games

Chaos-Jahrgang. Ich konnte mit dem Spielen kaum hinterher kommen und sitze zum Ende des Jahres auf mehreren ungespielten Titeln herum: Shadow of the Tomb Raider (immerhin mal angespielt), Spider-Man (darum tut es mir besonders leid, denn die Vorfreude war groß) und Hitman 2 (steht hinten an, da die Frustschwelle hier besonders hoch ist) sowie Call of Cthulhu. Zu den herausragendsten Titeln des Jahres zähle ich Detroit: Become Human. Das Vorzeigespiel schlechthin, wenn es darum geht, die Konvergenz zwischen Videospiel und Film darzustellen. Vorgenommen habe ich mir, den Titel mehrfach durchzuspielen, da ich für mich die jeweils schlechten Enden zunächst bevorzugt habe. Insgesamt ein äußerst revolutionäres Spielgefühl, wenngleich der Aha-Effekt nicht mehr so groß ist wie einst bei Heavy Rain. Life is Strange 2 parkt leider auf der Wartebank. Seit mein PSN-Konto gehacked wurde, ist meine Muse gering, mir ein neues zuzulegen. Zuvor konnte ich allerdings noch Die fantastischen Abenteuer von Captain Spirit spielen, was als Appetizer prima funktioniert. Zu meinen größten Entdeckungen des Jahres gehört zweifelsohne Sonys Playlink-Reihe! Hidden Agenda, Frantics und That’s You sind Party-Magnete, denen es jedes Mal gelingt, eine ganze Gruppe vor dem TV-Bildschirm bei Laune zu halten. Insbesondere That’s You halte ich für einen der besten Multiplayer-Titel aller Zeiten. Ein Spiel, an dem mein Herz so ein bisschen hängen geblieben ist, heißt Last Day of June, dessen sommerliche Melancholie mit Zeitsprung-Mechanik mich ganz für sich einnehmen konnte. Für Fighting Games war 2018 kein pralles Jahr. Under Night In-Birth – Exe: Late[st] und Soul Calibur VI schafften es nur über einen sehr kurzen Zeitraum mich einzuspannen. Vor allem letzteres stellt eine kleine Enttäuschung dar. Meine größte Enttäuschung 2019 ist aber Secret of Mana. Nach fünf Stunden Spielzeit flog das Ding schon raus. Irgendwie will dieses Remake bei mir gar nicht zünden und schlecht gealtert ist es auch noch. Dass ich mir im Herbst eine Nintendo Switch zugelegt habe, kam mehr oder weniger unverhofft. Letztlich war ein guter Preis ausschlaggebend und zum Start gab es Mario Kart 8 Deluxe und Go Vacation dazu. Während ich ersteres schon von der Wii U kenne, war letzteres ein Spontankauf, den ich allerdings so ein bisschen bereue. Dank Super Mario Party kam ich dann allerdings trotzdem noch in den Genuss eines starken Multiplayer-Spiels, dessen Umfang zwar etwas zu gering ist, das allerdings trotzdem für einige spaßige Abende in meinem Wohnzimmer sorgte. Im Dezember erschien mit Super Smash Bros. Ultimate mein Most Wanted-Titel 2018 und ich kann nur sagen, dass das Spiel für mich keine Wünsche offen lässt. Ich bin rundum zufrieden. Zwei Games, die ich hier gerne noch mit einem Ausrufezeichen versehen möchte: The Gardens Between überzeugte mich mit seinem innovativen Spielprinzip in diesem Jahr am meisten. Ein Pflichtspiel, wenn man auf Puzzle-Games steht. Die beste Storyline bringt für meinen Geschmack State of Mind von Daedalic mit. Das futuristische Szenario hat mich richtig für sich eingenommen und ich wollte gar nicht mehr aus der Geschichte auftauchen.

Animes

Ich kann leider nicht (mehr) sagen, dass ich der größte Anime-Fan bin. Dafür fehlt es mir einfach an Klasse und auf Masse schaue ich nicht mehr. Deswegen: zwei bis drei Serien pro Season und nicht mehr wie einst acht bis zehn. Trotzdem ist noch immer viel dabei, das ich mir reinziehe, von dem aber quasi null hängen bleibt: Kiznaiver, Kokkoku, Sword Gai The Animation, Devilman: Crybaby und Fate/Apocrypha sind solche Titel. Ein außerordentlich guter Titel hingegen ist die Slice of Life-Serie A Place Further Than The Universe, welche große Emotionen weckt und besser am Stück angesehen wird. Violet Evergarden, da fehlen mir die Worte, wie eine solch inhaltlich belanglose Serie mit derart hohen Produktionswerten beschossen werden kann. Wotakoi: Keine Cheats für die Liebe ist eine angenehme Serie, die ich mir unter Umständen auch ein zweites Mal ansehen würde. Dann folgte wieder eine Menge Füllmaterial, das ich mir guter Dinge reinzog, aber im Endeffekt einfach keinen Eindruck hinterlassen wollte. Devilsline, Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online oder Magical Girl Site. Als Enttäuschung stellte sich Cutie Honey Universe heraus. Man darf die Serie ja nicht kritisieren, ohne dass wieder viele Fans der Manga-Reihe ums Eck geschossen kommen und die vorlagentreue Umsetzung loben, doch Spaß hat das nicht gemacht. Dieselben Worte habe ich für Dorei-ku: Boku to 23-nin no Dorei übrig, das als Anime erschreckend schlecht funktioniert. Dabei habe ich mir gerade hiervon mehr versprochen. Attack on Titan (Staffel 3) ist wieder einmal solide. Ich glaube, die Überraschung über das abrupte Ende ist größer als der Spaß mit der Serie selbst. Harukana Receive ist eine annehmbare und leichtfüßige Volleyball-Serie und dasselbe kann ich im Bezug auf (das viel zu seltene) Tauchen auch über Grand Blue Dreaming sagen. Nachgeholt wurden My Hero Academia (Staffel 1), Drifters – Battle In A Brand-New World War und Aldnoah.Zero, von denen ich mir jeweils nicht unbedingt mehr, aber dann doch anderes versprochen hatte. Als größten Flop des Jahres würde ich wohl Angels of Death nennen und als beste Serie Banana Fish, wenngleich ich selbiges noch nicht beendet habe. Irodoku: The World in Colors hat eine der besten Erstfolgen, die ich je gesehen habe, aber auch das habe ich bis zum Abschluss zurückgestellt. Auf diverse andere Titel gehe ich aus Platzgründen nicht weiter ein, doch nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ich mit Digimon Adventure (Staffel 1) dann auch mal ein Langzeitprojekt abgeschlossen habe. Obwohl ich in der Tat nachvollziehen kann, was viele Kinder damals mit der Serie verband, ist es ihr (oder mir?) nicht gelungen, eine nähere Bindung aufzubauen. Eigentlich schade, ich bin nämlich aktiv auf der Suche nach einem größeren Franchise zwecks langjähriger Freundschaft. Vielleicht werde ich dann ja nun mit JoJo’s Bizarre Adventure fündig.

Mangas

Ein passables Manga-Jahr, welches damit begann, dass ich einige Langzeit-Projekte beenden konnte. Etwa Sprite, das von Band zu Band eine größere Qual wurde. Doch die Neugier war zu groß, wie die Geschichte wohl enden würde und ob man den Karren schließlich noch stärker gegen die Wand fahren konnte. Beendet habe ich Fort of Apocalypse, welches ich mir in Animeform besser vorstellen könnte. Obwohl ich mich dann doch eher für die einzelnen Bände aufraffen musste, bleibt der Gesamteindruck eher positiv. Resident Evil: Heavenly Island hält voll und ganz, was der Titel verspricht. Hoffentlich wird hier bald eine neue Reihe gestartet, denn vor allem visuell macht der Titel wirklich etwas her. Sehr froh über sein Ende bin ich bei SCM: Meine 23 Sklaven. Zum Schluss hin hat mich das alles einfach nur noch genervt. Attack on Titan läuft kontinuierlich fort und obwohl ich mich immer vor dem neuen Band drücke, lese ich die Reihe einfach gerne. Ebenfalls weit oben in meiner Gunst ist Re-Member, dessen Zeitschleifen-Element gepaart mit Grusel voll meinen Nerv trifft. Eher am Rande verfolge ich Okitenemuru und High Rise Invasion. Ich lese die neuen Bände bei Erscheinen, aber der emotionale Anteil hält sich hier sehr in Grenzen. Dafür sind beide Titel auf ihre Weise schon längst über das Ziel hinaus geschossen. Die größte Neuentdeckung des Jahres ist für mich The Promised Neverland, welches über die ersten 40 bis 50 Kapitel hinweg einen starken Sog auf mich auswirkte. Ich konnte mich des Lesens einfach nicht mehr entziehen. Mittlerweile hat sich die Begeisterung dann auf einem gemäßigten Level eingependelt. Die Geschichte hätte einfach früher beendet werden müssen. Ein Titel, welchen ich bis zu seinem Erscheinen nicht auf dem Radar hatte, ist Fire Punch. Ein ziemlich harter Manga, gerade für Deutschland. Ich lese ihn gerne, aber das große Ganze habe ich nach vier Bänden noch nicht vor Augen. Hoffentlich setzt Egmont Manga seine Werewolf Game-Reihe fort. Der letzte Ableger Werewolf Game: Beast Side schlägt seinen Vorgänger sogar noch. Mit Wo bist du zur blauen Stunde? (Originaltitel: Shimanami Tasogare) habe ich eine gelungene Kurzserie beendet, deren Deutschland-Release 2019 mich höchst erfreut. Solche Titel benötigen wir ganz dringend auf dem Markt. Mit altraverse hat ein neuer Player den deutschen Manga-Markt betreten, der gleich zwei Titel für mich abgeworfen hat. Bei In These Words stellte sich leider nach drei Bänden heraus, dass die Handlung totaler 08/15-Kram ist, was anfangs noch nicht danach aussieht. Mit Bis deine Knochen verrotten habe ich schon etwas mehr Spaß, obwohl die Serie eher durchschnittlich ist. Zwei weitere Slasher-Titel habe ich zum Jahresende hin begonnen: Kichikujima und Pumpkin Night, zu denen ich wohl im nächsten Jahr mehr sagen können werde.

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Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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Ayla
Redakteur

Das mit dem gehackten PSN-Konto ist wirklich ärgerlich, Ayres. Aber mit “Spider-Man” und “Shadow of the Tomb Raider” hast du auf jeden Fall noch tolle Games vor dir, sitze an “Spider-Man” selbst aktuell und bin ganz fasziniert von der Spielwelt.

“Thelma” hat mich auch sehr überrascht, habe die Blu-Ray nur bei einer 3 für 2-Aktion mitbestellt und hätte nicht gedacht, dass der Film so ein kleines Meisterwerk sein würde. Vor allem an der Schwelle zum Lächerlichen wird ja bei einigen Szenen echt gekratzt, erreicht wird sie aber nie, stattdessen ist es ein Feuerwerk an subtilen Inhalten, Syboliken und einigen tollen Effekten. Definitiv ein Geheimtipp, der aber wohl nicht die großen Massen anspricht.

Aber 203 neue Filme sind echt der Hammer, Respekt! Wobei bei mir 2018 definitiv auch eine große Masse zusammengekommen ist. Vielleicht sollte ich da auch einmal eine Liste führen, ist sicher spannend (bei Games mache ich das schon eine Weile, obwohl ich doch fast schockiert bin, wie viele neues Games allein 2018 dazugekommen sind, war einfach ein starkes Gaming-Jahr).