Star Trek: Discovery (Folge 2×05)

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Jesus, Lazarus, die meisten Superhelden und -schurken, so ziemlich jeder Zombie oder auch Spock in Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock. Von den Toten zurückzukehren ist eigentlich keine große Sache und die Erklärungen dafür… seien wir ehrlich, sie zu akzeptieren, erfordert immer etwas guten Willen. In Folge 2×05: “Saints of Imperfection” von Star Trek: Discovery kommt es ebenfalls zur Rückkehr eines Totgeglaubten, während die Discovery droht, in einer anderen Dimension zu versinken.

Nach Sarus Beinahe-Tod und Tillys Verschwinden macht sich die Crew der Discovery wieder auf die Suche nach Mr. Spock und findet, der Warpsignatur seines Schiffes folgend, das Shuttle, mit dem er geflohen ist. Da Kommunikationsversuche ergebnislos bleiben, muss die Discovery das Schiff mit Waffengewalt dingfest machen, doch an Bord befindet sich widererwartend nicht Spock, sondern Captain Philippa Georgiou aka die Imperatorin des Terranischen Imperiums. Diese ist im Auftrag von Sektion 31 ebenfalls hinter Spock her, zu Burnhams großer Sorge. Doch sowohl Spock wie auch das komplizierte Verhältnis zwischen Georgiou und Burnham müssen zunächst warten. Stamets hat die Theorie aufgestellt, dass Tilly von May, dem Mycelium-Parasiten, nicht getötet, sondern in das Mycelial-Netzwerk transportiert wurde. Sein Plan: Die Discovery mitten in einem Sprung zu stoppen, so die Mycelium-Dimension zu betreten und Tilly in einer ristkanten Rettungsmission von dort zurückzuholen. Diese wurde tatsächlich dorthin transportiert und ist alles andere als erfreut darüber, von May einfach so entführt worden zu sein. Doch diese fleht Tilly um Hilfe an, denn ein „Monster“ scheint konsequent ihre Spezies auszulöschen.

Die dunkle Seite der Föderation

Neben der Discovery ist nun also auch Sektion 31 auf der – Jagd nach Mr. Spock, die Gründe dafür: Geheimsache. Ein aufgeschlossener Umgang, wie ihn Spock von seinem Enterprise-Captain und seiner Schwester erwarten kann, scheint beim inoffiziellen Geheimdienst der Föderation jedoch höchst unwahrscheinlich. Dies bringt nicht nur Georgiou zurück auf die Discovery, deren Motive auch nicht zwingend mit denen ihrer neuen Arbeitgeber übereinstimmen muss, sondern auch Tyler. Der frisch rekrutierte Agent der Geheimorganisation wird als Verbindungsoffizier auf die Discovery geschickt, um dort die die Fahndung nach Spock zu koordinieren. Neben der Discovery-Crew wird auch Captain Pike in Form von Leland, dem Vorgesetzten von Georgiou und Tyler, an unliebsame Vergangenheitserfahrungen erinnert. Leland und dessen Methoden wie auch dessen Organisation wollen nicht in Pikes idealistisches Bild der Föderation und ihrer Mission passen. Eine ganz andere Vergangenheitskonfrontation erwartet dagegen Stamets bei der Rettungsmission.

Tilly im Wunderland (der Physik)

Wie schon in der letzten Folge bleibt die Handlung und deren logische Kausalität ziemlich abenteuerlich. Deutlich wird das vielleicht, wenn ich versuche den großen Twist mit eigenen Worten wiederzugeben: Nachdem Tilly also in einem Biotransporter in das transdimensionale Pilzland entführt wurde, um dort ihrem Parasiten zu helfen, ein Monster zu töten, folgen ihr Burnham und Stamets, indem sie die Discovery halb in das Pilzland eintauchen. Das Monster stellt sich dann als Dr. Hugh Culber heraus, der die Pilzsporen (wie May, Tillys Parasit), die ihn Essen wollen, töten kann, was die ihm ziemlich übelnehmen. Dr. Culber wurde eigentlich von Voq (aber nicht Tyler, also der Klingone, der sich in einen Sternenflottenoffizier hat umoperieren lassen) das Genick gebrochen und ist tot. Da Stamets zum Zeitpunkt von Culbers letztem Atemzug aber mit der Pilzdimension verbunden war, hat sich dort Hugh manifestiert, weil Stamets ihn unbewusst dorthin transferiert hat. Erklärt wird das mit dem Energieerhaltungssatz, wonach Energie nicht zerstört werden, sondern nur in andere Formen umgewandelt werden kann, so auch Lebensenergie. Mit der Macht der Freundschaft kann Tilly dann May davon überzeugen, Hugh nicht zu töten und ihn sogar mit dem Biotransporter zurück in die Normaldimension zu transportieren. Stamets und Hugh sind somit wiedervereint.

Meinung

Lange Rede, kurzer Sinn: Dr. Hugh Culber ist zurück. Auch wenn die Art wie das geschehen ist und erklärt wurde ganz objektiv zum Haareraufen ist, konnte ich es doch ziemlich positiv aufnehmen. Zum Ersten wäre da der bereits erwähnte Präzedenzfall von Star Trek III (liebe Trekkie-Discovery-Kritiker, wenn Spocks Wiedergeburt dort akzeptabel ist, ist es auch diese Wiederbelebung… lawyered). Zum Zweiten sind Stamets und Culber für mich eine Herzensangelegenheit. Während der überdramatisierte Abschied zwischen Burnham und Saru in der vorherigen Folge stark erzwungen wirkte, gab es hier die richtige Vorgeschichte, um mitleiden und -hoffen zu können, sodass ich einfach froh bin, dass die beiden (vorerst) wieder zusammen sind. Auch dass Tyler als Sektion 31-Liaison wieder an Bord der Discovery ist, Pike mit seinem moralischen Gegenpol Leland zusammenarbeiten muss, birgt viel (Konflikt)Potential. Genauso wie bei Georgious und Burnham: Die Imperatorin macht ja generell Freude, aber da beide dieses etwas verquerte Mutter-Tochter-Verhältnis haben und gegenseitig etwas in der anderen sehen wollen, das da sein mag oder nicht, ergibt dies einfach eine sehr schöne Zuneigungs- und Misstrauensdynamik.

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Lyxa

Lyxa studiert aktuell das Fach Und-was-macht-man-damit in Mainz, liest viel, schreibt gerne und schaut sich viel und gerne allerlei Serien und Filme an, am liebsten Science-Fiction. Lyxa ist dabei besonders der Dunklen Seite der Macht verfallen, weil es dort die cooleren Outfits gibt.

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