Secret Invasion (Folge 1×04)

Secret Invasion fordert in Folge 4 ein weiteres namhaftes Opfer. Allmählich machen sich Abnutzungserscheinungen in Sachen Twist bemerkbar.

Inhaltsangabe

Wie vereinbart trifft Priscilla sich mit Rhodes in der St. James Church, wo dieser ihr aufträgt, Fury zu töten. Obwohl sie argumentiert, dass er inzwischen ein gebrochener Mann sei, verlangt Rhodes weiterhin die Ausführung.   

Zuhause informiert Priscilla ihren Gatten darüber, kann sich jedoch ebenso wenig wie er dazu überwinden, ihn zu töten. Danach trennen sich ihre Wege. 

Rhodes wird kurze Zeit später von Fury unerwartet besucht, der ihn von einem Maulwurf in der US-Regierung in Kenntnis setzt. Überdies impliziert er, Rhodes als Skrull durchschaut zu haben, doch jener wehrt sich mit der Aufzeichnung der Ermordung Hills durch Gravik in Furys Gestalt.

G’iah hingegen konnte sich retten, indem sie kurz vor ihrer Flucht die Maschine zur Übertragung der Kräfte auf sich anwendet. Dadurch regeneriert sie ihre Wunden und kehrt zu Talos zurück, verlässt ihn aber wieder.

Derweil trifft US-Präsident Ritson in Großbritannien ein und soll zu einem politischen Gipfel eskortiert werden, doch Gravik samt Schergen in russischer Gestalt überfallen den Konvoi. Fury und Talos gelingt es im Feuergefecht, Ritson zu retten, wobei zweiterer allerdings angeschossen und schließlich von Gravik erstochen wird. Daraufhin fährt Fury in Begleitung des Präsidenten davon.

Skrull Machine

Schon in Folge 3 gab es den finalen Hinweis, in Episode 4 ist es nun endgültig bestätigt: James „Rhodey“ Rhodes alias War Machine ist ein Skrull – und zwar ein weiblicher, wie die Duschszene in der neuen Folge zeigt. Doch welche Figur steckt dahinter? Hier lohnt sich ein Blick in den Abspann der Folge, in dem ein Name genannt wird – allerdings nicht der, den viele Fans nun bereits vermuten. Die falsche Rhodey ist nicht etwa Veranke – sondern eine Skrull namens Raava (gespielt von Nisha Aaliya). Raava hat in den Marvel-Comics allerdings überhaupt nichts mit der „Secret Invasion“ zu tun.

Ehedrama mit zwei Pistolen

Eine der vielleicht stärksten Szenen der Serie bislang findet sich in Folge 4. Die ungesunden Koexistenz zwischen Menschen und Skrulls in einer Szene dargestellt:  Furys Dialog mit seiner Skrull-Frau Varra. Nicht nur in dem, was gesagt wird, sondern wie. Der Wechsel der Stimmung, nachdem beide am Tisch Platz nehmen, als alle Illusionen fallen. Varras unterschwelliges Beben, Nicks  ungewohnte Ehrlichkeit und der Spannungsaufbau mit den Pistolen auf dem Tisch – ein starker Moment. Wir erfahren, wie Varra Priscillas Gestalt annahm, dass sie ihren Teil der Abmachung einhielt, obwohl sie das nicht hätte müssen, bevor am Ende das eröffnende Carver-Gedichts wie ein Countdown zum Ende beider Leben erneut rezitiert wird. Und die spannende Frage, ob Fury sie auch ihrer wahren Gestalt geliebt hätte, was unbeantwortet bleibt.

Mal wieder ein Tod

Die Folge bietet eine solide Action-Szene mit einigen netten visuellen Kniffen, die mit dem Mord an Talos durch Gravik endet. Nachdem bereits G’iah zu Beginn der Episode dank ihrer eigenmächtigen Extremis-Verbesserung den Mordversuch durch Gravik überlebte, sollte man schwarz sehen für Talos. Außerdem wäre es schade, wenn er seine letzte Szene in der Skrull-Maske hätte spielen müssen. Aber einen weiteren Fake-Tod wie bei G’iah (wirklich wenig überraschend, Marvel engagiert nicht Emilia Clarke, um sie nach drei Folgen umzubringen) kann sich die Serie nicht leisten. Und wer weiß, in welchem Film man Talos wiedergesehen hätte. 

Fazit

Eine kurze Episode, bei der so viel passiert, dass sie sogar noch kürzer wirkt. Vor allem mit den Szenen zwischen Fury und seiner Frau und kurz darauf mit Rhodes zeigt diese Episode, dass Spektakel und Spannung nicht immer etwas mit großer Action oder Effekten zu tun haben muss. Dass ein Skrull unter den Augen von US-Soldaten und Regierungsmitgliedern dabei geholfen hat, den US-Präsidenten zu schützen, wird sicherlich auch noch eine Rolle spielen.

© Disney

Ayres

Ayres ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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