Moon Knight (Folge 1×03)

“Von der netten Sorte” heißt Folge 3 von Moon Knight und stimmt auf einen großen Schauplatzwechsel ein: Es geht nach Ägypten, wo sich die Handlung verdichtet.

Inhaltsangabe

Ägypten: Der Skarabäus weist Harrow und seiner Gefolgschaft den Weg zu Ammits Grab.  

Im Kampf gegen ein Trio von Harrows Gefolgen wechseln Marc und Steven immer wieder die Persönlichkeiten. Steven muss erkennen, dass Marc im Kampf gegen eine dreiköpfige Gang wesentlich brutaler vorgeht als er. Bei der Verfolgung eines Jugendlichen droht Marc diesem schließlich mit dem Tod durch den Sturz von einer Klippe – doch schließlich lässt sich der junge Mann selbst fallen. 

Khonshu ruft eine Sonnenfinsternis herbei, um ein Konzil der ägyptischen Götter, welche von ihren jeweiligen Avataren vertreten werden, einzuberufen. Diese bringen Marc in eine Kammer im Inneren der Großen Pyramide von Gizeh. Khonsu und Marc versuchen die Götter Horus, Isis, Osiris, Hathor und Tefnut von Harrows Plan Ammit zu befreien zu unterrichten. Diese ermahnen Khonshu, sich nicht in die Belange der Menschen einzumischen und rufen Harrow als Angeklagten herbei. Diesem gelingt es, die Götter davon zu überzeugen, dass Khonshu wahnsinnig ist. Das Konzil wird daraufhin aufgelöst. Der Avatar der Göttin Hathor, Yazil, hilft ihm, indem sie ihm verrät, dass ein bestimmter Sarkophag auf dem Schwarzmarkt einen Hinweis auf Ammits Grab liefert.

Steven trifft auf dem Markt auf Layla, die weiter weiß. Der Sarkophag befindet sich im Besitz des Antiquitätenhändlers Anton Mogart (Gaspard Ulliel, Hannibal Rising). Das Treffen läuft allerdings aus dem Ruder, als Harrow auftaucht und den Sarkophag zerstört. Steven/Marc und Layla müssen gegen Mogarts Männer kämpfen. Zwar erweist sich Layla als starke Kämpferin, doch Moon Knight wird verletzt. Schließlich gelingt es ihnen, unbeschadet aus der Situation zu kommen.

Zurück in der Wüste gelingt es Marc und Layla, eine Sternenkarte zusammenzusetzen und die Koordinaten auszulesen. Khonshu benutzt seine Macht, um den Nachthimmel zurückzudrehen. Für diesen Eingriff gegen die natürliche Ordnung bestrafen die Götter Khonshu, indem sie ihn einsperren. Marc bricht bewusstlos zusammen. Layla gelang es kurz zuvor noch, die Koordinaten festzuhalten. 

In Erinnerung an Gaspard Ulliel

Der Abspann der Episode beinhaltet eine Widmung an Gaspard Ulliel, der in dieser Folge seinen Marvel-Einstand feiert. Der Schauspieler verstarb im Alter von 37 Jahren am 19. Januar 2022 in Folge eines Ski-Unfalls. Die von ihm verkörperte Figur Anton Mogart ist eine wichtige Figur in der Comic-Moon Knight-Saga, wo er Moon Knights Gegenspieler Midnight Man verkörpert. Es bleibt abzuwarten, welches Schicksal die Figur am Ende der Serie widerfährt und ob ohnehin weitere Pläne mit ihr bestanden. Nun gilt es, seine Auftritte jedenfalls umso mehr zu genießen.

Das unvollständige Konzil der Götter

Der vermeintlich wichtigste Moment der Folge ist die Zusammenkunft der Götter. Bisher sind nicht allzu viele Götter im MCU bekannt (Thor etwa ist einer davon). Die auftretenden Götter besitzen im Marvel-Kosmos übermenschliche Kräfte und sind unsterblich. Noch kriegen wir sie nicht in ihrer eigentlichen Form zu sehen, sondern nur vertreten durch ihre Avatare. Ein spannender Kniff, denn dadurch wirken die Götter erst einmal vergleichsweise normal. Allerdings erfahren wir nur von zwei Avataren die Namen: Selim (Gott Osiris) und Yatzil (Göttin Hathor). Außerdem wissen wir aus Folge 1, dass das Konzil eigentlich aus neun Göttern besteht. Khonshu fehlt und ebenso Ammit. Die beiden hier nicht auftauchenden sind Anubis, Gott des Todes und Seth, Gott des Kriegs.

Dritte Persönlichkeit

Es wurde bereits angedeutet, nun herrscht Klarheit: Marc und Steven teilen sich den Körper mit einer weiteren Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit bricht aus, als einer der Gangster getötet wird, und es deutet sich an, dass es sich anders als bei Marc und Steven um keine sonderlich friedfertige Persönlichkeit handelt. Vielleicht ist sie auch für die Verwüstung des Hotelzimmers in Folge 2 verantwortlich?

Erinnerungen an Madripoor

Eine Verknüpfung zu Falcon and the Winter Soldier findet in dieser Folge statt: Layla und Anton arbeiteten gemeinsam in Madripoor. Ein Ort, der in den Comics mit Wolverine in Verbindung gebracht wird. In Falcon and the Winter Soldier handelte es sich um den Ort der Zusammenkunft von Sam, Bucky, Zemo und Sharon. Überlegt man mal nun einen Schritt weiter: Anton ist Antiquitätenhändler. Mit wem könnte er in Madripoor zu tun gehabt haben? Vielleicht mit dem Power Broker? Ob es sich nur um ein Easter Egg handelt oder ob diese Fährte noch einmal aufgegriffen wird, bleibt spannend. 

Fazit

Eine ereignisreiche Episode, die viele neue Ansätze mit sich bringt: Das Götter-Konzil, die dritte Persönlichkeit und Anton Mogart sind gleich drei große Meilensteine, welche die Serie erreicht. Fast geht die Geschichte um Laylas Vater unter, welche ebenfalls noch Bedeutung erlangen könnte. Während sich die Handlung nun beinahe überschlägt, ist es schade, dass zwischen all den Bewusstseinswechseln wenig von Moon Knight selbst hängen bleibt. Bislang ist er ein Antiheld ohne wirkliche Identität, das muss die Serie mit den folgenden Episoden unbedingt aufholen. Darüber hinaus ist es wieder schön zu sehen, wie sich das Marvel-Universum wieder erweitert. Sei es durch die neuen Götter oder auch nur einen Verweis auf Madripoor.

© Disney

Ayres

Ayres ist seit 2002 im Community Management tätig, seit einer Weile sogar beruflich. Er ist ein richtiger Horror- & Mystery-Junkie, liebt gute Point’n’Click-Adventures und ist Fighting Games nie abgeneigt. Besonders spannend findet er Psychologie, deshalb werden in seinem Wohnzimmer regelmäßig "Die Werwölfe von Düsterwald"-Abende veranstaltet. Sein teuerstes Hobby ist das Sammeln von Steelbooks. In seinem Besitz befinden sich mehr als 100 Blu-Ray Steelbooks aus aller Welt.

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