Anime Spring Season 2022 / Woche #11

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir AMAIM: Warriors at the Borderline (Teil 2), Kaguya-smaa: Love is War (Staffel 3), The Executioner and her Way of Life, Deaimon: Recipe for Happiness, Dawn of the Witch und The Rising of the Shield Hero (Staffel 2) von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redaktionsmitglieds. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: AMAIM: Warrior at the Borderline (Teil 2)
Start: 12. April 2022
Genre: Action, Science-Fiction, Mecha
Animationsstudio: Sunrise Beyond

Episode 23

In einem kurzen Moment der Ruhe können Amo, Gashin und Shion über den Tod von Misaki sprechen. So wird ihnen klar, dass keiner sich Vorwürfe machen muss, dass sie während der Schlacht die Ruhe bewahrten, denn so wären noch mehr Opfer entstanden. Währenddessen kann German Gobert einem Attentat entgehen und Brad Watts neue Maschine ist endgültig fertig. Gerade rechtzeitig, denn Nordamerika plant einen Großangriff auf „Das neue Japan“, wie sich das Bündnis Rund um den Widerstand nennt. Auf beiden Seiten ziehen sich die Truppen zusammen und auch Amo und Co. bereiten sich mit viel Training auf hoffentlich alles vor. Am Abend vor der Schlacht fragt Gai, was Amo danach machen möchte. Am Ende beschließen sie, wenn alles einmal vorbei ist, die Welt gemeinsam zu bereisen. Am nächsten Morgen fliegen die ersten feindlichen Maschinen näher.

„Der Krieg beginnt“ ist der Name der 23. Folge und damit macht AMAIM: Warrior at the Borderline klar, was uns erwartet. Wobei für den Widerstand schon die ganze Zeit über Krieg herrscht, aber nun gut. Auf jeden Fall werden die letzten Figuren in Position gebracht, wie in diesem Fall, dass Watts Einheit plötzlich einen anderen Befahl bekommt, die letzten Pläne werden besprochen, Zelenoy hat hoffentlich ein paar Asse im russischen Mantel versteckt und Amo und Co. bereiten sich seelisch auf alles vor. Bei all dem vergisst die Handlung aber nicht, noch einmal kurz Misaki zu gedenken. Es bleibt sogar ein Moment der Ruhe, als unsere drei jungen Piloten einen Schreinbesuch absolvieren. Dabei entdeckt Gai natürlich seine steinernen Kollegen. Dass Gashin Gai übrigens für einen Tanuki hielt, sorgt sogar für ein paar Lacher. So ein leichter Moment musste sein, denn in der nächsten Episode bleibt dafür bestimmt keine Zeit und es heißt Daumen drücken, dass keine liebgewonnene Figur stirbt! 

Titel: Deaimon: Recipe for Happiness
Start:
  6. April 2022
Genre:  Slice of Life
Animationsstudio: Encourage Films

Episode 11

Februar. Nagomu ist krank und alle drei Frauen in seinem Leben sitzen irgendwann an seinem Krankenbett. Mitsuru aufgeregt und voller Hoffnungen, Kanoko mit vielen Erinnerungen und Itsuka mit einem kalten Waschlappen. Aber Nagomu hängt vor allem Gedanken an seinen älteren Mitschüler Tomoe nach, der ihm einst das Gitarrespielen beigebracht hat. Obwohl beide nach Tokio gegangen sind, hat Nagomu ihn dort nie gefunden. Valentinstag naht und damit die Frage, wer wem Schokolade schenken wird. Heftiger Schneefall, wie in dem Jahr, als Itsuka von Papa im Ryokushou abgeladen wurde. Nagomu will mit Itsuka einen Schneemann bauen, doch die ist sehr zögerlich. Da liegt nicht an Nagomu, sondern an ihrem Vater, mit dem sie so gern einen Schneemann gebaut hätte. Doch der hat sie stattdessen im Ryokushou abgeladen, um sich dann nie mehr zu melden.

Au weia, Papa. Da kommentiert er Nagomus Krankheit mit einem lauten “Prima, da ist uns der Tollpatsch nicht im Weg!” Aber Deaimon: Recipe for Happiness hat in den vergangenen Folgen schon klargestellt, dass das alles nicht so einfach ist, wie es wirkt. Vielleicht will Papa auf seine ruppige Art nur Nagomu klarmachen, dass er ohne Schuldgefühle krank sein darf, der Laden kann auch ohne seine Botengänge weiterlaufen. Nur, dass Nagomu das nicht so wahrnimmt, der hört nur Papas abwertenden Spruch. Itsuka, dieses verschlossene, kratzbürstige Wesen bekommt ein paar rührende Momente. Wie Kinder das so tun, gibt sie sich selbst die Schuld am Verschwinden ihres Vaters. Süßigkeit der Woche: Rote Bohnensuppe mit gegrillten Mochi. Das wärmt so schon an einem kalten Tag. Und Nagomu hat sie selbst gekocht. Weil das so einfach ist, das selbst Nagomu das hinkriegt.

Titel: Dawn of the Witch
Start: 8. April 2022
Genre: Fantasy, Abenteuer
Animationsstudio: Tezuka Productions

Episode 9

Seville spricht mit Holt über die Liebe. Woran merkt man, ob man in jemanden verliebt ist? Aus dem Gespräch schließt Seville, dass er in Loux verliebt sein muss. Danach will er Holt die alltägliche Portion Magie übertragen, doch er kann es nicht mehr. Die erwachte Erinnerung an den Tod seiner Mutter blockiert ihn und lässt ihn fürchten, er könnte Holt unbeabsichtigt etwas antun. Zero erzählt ihm nun die Wahrheit über seinen Vater, den Magier Dreizehn, der einst versuchte, eine bessere Welt für Hexen und Magier zu schaffen, sie dabei aber eher ins Verderben stürzte. Der Verwundete, den Loux im Wald aufgelesen hat, entpuppt sich als Agent des radikalen Teil der Kirche, der auch das Rudiment des Unheils ins Dorf brachte. Der Priester befragt ihn auf seine ganz eigene Weise, doch der Gefangene weiß nicht viel. Klar ist: Die Kirche ist gespalten und sieht im Hexendorf ein Risiko, weiß aber nicht genug um gegen das Dorf vorgehen zu können. Derweil bastelt Gräuel mit den Kindern des Dorfes Fischfallen.

So stoisch wie bei jedem anderen Thema auch denkt Seville über seine Gefühle nach. Wann immer er in Gefahr war, tauchte Loux irgendwie in seinen Gedanken auf, also muss er nach Holts Erklärung wohl verliebt in sie sein. Loux belauscht dieses Gespräch und ihre Reaktion besteht darin, so zu tun, als hätte sie nichts mitbekommen. Wenn Holt ihr nicht direkt alles brühwarm berichtet hätte, hätte das vermutlich sogar funktioniert. Holt geht überraschend gefasst mit Sevilles Erkenntnis um, schließlich mag sie selbst ihn auch ganz gern leiden. The Dawn of the Witch erspart einem hier also die typische Dreiecksgeschichte. Die Verhörmethoden des Priesters sind interessant. Allein aus der Mimik des Befragten kann er eine Menge ablesen. Doch dafür braucht er absolute Dunkelheit, da er nur in dieser seine Augenbinde abnehmen kann. Gräuels freundlicher Umgang mit den Kindern zeigt unerwartete Facetten von ihm. Doch er selbst wundert sich über das bedingungslose Vertrauen, das die Kinder ihm entgegenbringen. Sie haben keinerlei Angst vor ihm.

Titel: The Executioner and Her Way of Life
Start:
  2. April 2022
Genre:  Action, Abenteuer, Fantasy
Animationsstudio: J.C. Staff

Episode 11

Menou hat es im Kampf gegen Pandämonium, dem Reinkonzept des Chaos, nicht leicht, die Oberhand zu behalten. Pandämonium ist ein Fan von B-Movies und will ihren eigenen Film drehen, da es so etwas in dieser Welt nicht gibt. Menou ist die Hauptrolle zugedacht, und zunächst kann sie dem Ansturm der Monster, die Pandämonium gegen sie aussendet, standhalten. Als sie kurz davor ist, bezwungen zu werden, greift Ashuna ein. Um Pandämonium zu vernichten, verbünden sich die beiden. Menou gelingt es, Pandämonium festzusetzen und in eine endlose Schleife zu bannen. Doch diese entkommt und schickt ein riesiges Monster aus, während sie selbst sich zu Akari begibt. Diese erfährt vom Menschlichen irrtum, dass der Gebrauch ihrer Kräfte es möglich gemacht hat, einen Teil von Pandämonium entkommen zu lassen und dass Akari keinen Erfolg haben wird, da diejenigen, die mit dem Original der priesterlichen Grimoires verbunden sind, sie daran hindern werden, es aber einen Weg zurück nach Japan geben soll. Menou und Ashura stehen unterdessen einem riesigen Monster gegenüber.

Akari befindet sich in der Zwickmühle. Da sie immer und immer wieder die Zeit durückgedreht hat, konnte ein Riss im Nebel entstehen, der das Reinkonzept des Chaos gefangen hielt, und ein kleiner Teil von Pandämonium entkommen. Benutzt sie ihre Kräfte weiterhin, wird der Riss größer und Pandämonium kommt vollständig frei. Zudem existieren Menschen, die nicht dem Einfluss von Akaris Reinkonzept der Zeit unterliegen und sie daran hindern, ihr Ziel zu erreichen. Wie es aussieht, hat Akari einfach immer wieder die Zeit zurückgedreht, ohne sich weiter über die Gegebenheiten der Welt, in der sie gelandet ist, zu informieren. Sonst hätte sie schon viel früher erkannt, warum sie immer wieder gescheitert ist. Sie ist so fixiert auf Menou, dass sie nicht nach links und rechts schaut und sogar ihre Erinnerungen und ihre Persönlichkeit aufgeben will, nur um ihr Ziel zu erreichen. Sollte jetzt Flare wirklich diejenige sei, die sie daran hindert, dürfte sich zumindest Menou irgendwann in einer Situation wiederfinden, in der sie sich entscheiden muss.

Titel: Kaguya-sama: Love Is War ‒ Ultra Romantic (Staffel 3)
Start: 9. April 2022
Genre: Romanze, Komödie
Animationsstudio: A-1 Pictures

Episode 10

Zum Schulfest gehört auch ein Horror-Labyrinth. Um es zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, setzen die Betreibenden nicht nur auf gruselige Figuren und monströse Bilder, sondern auch auf Töne. Hört man in einem dunklen Raum einen angsterfüllten Schrei, kann das für Gänsehaut sorgen. Doch woher kommen diese Geräusche? Schulratsmitglied Ino wird hierfür von Klassenkameraden an einen Stuhl gekettet und gefoltert, nur um ihre panischen Schreie aufzunehmen. Im Horror-Labyrinth werden dann zwei Personen der Schule mit verbundenen Augen in einen Spint geschlossen und die Töne auf sie losgelassen. Für viele das Schlimmste, was sie je erlebten. In einem anderen Raum schafft es Yuu bei einer Aktion zu gewinnen und darf sich einen Preis aussuchen. Er entscheidet sich für einen Keks in Form eines Herzens. Ohne nachzudenken dreht er sich um und schenkt ihn Tsubama. Sie errötet, nimmt den Keks an und sagt zu Yuu, dass sie Zeit zum Nachdenken brauche. Ihm scheint nicht bewusst zu sein, dass er ihr gerade seine Liebe gestanden hat.

 

Ein Schulfest kann sehr vielfältig sein. Viele dieser verschiedenen Komponenten vermittelt Kaguya-sama: Love Is War ausführlich. Die Folter von Ino, um ihre Schreie und ihre Verzweiflungsrufe sie loszulassen aufzunehmen, ist etwas an der Grenze. So durchgedreht manche der Schule auch sind,, wirkt diese Aktion fehl am Platz. Kaguya ist nach diesem Erlebnis fertig mit der Welt. Selbst mit Miyuki an ihrer Seite hätte sie sich nicht wohlgefühlt. Dass so ein Spint nicht nur da ist, um Angst zu bekommen, sondern damit sich da auch ein Pärchen ungestört drin verstecken kann, wird auch gezeigt. Yuus Geständnis heitert die bedrückende Stimmung jedoch auf und es macht so Spaß, endlich zu sehen, wie er es ausspricht. Auch wenn er etwas neben der Spur wirkt. Chikas kleine Schwester ist beeindruckt vom Schulsprecher und scheint sich in ihn verliebt zu haben. Er kann einfach alles. Auch wenn Chika versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen, bessert sich Miyuki und beginnt, fehlerfrei zu Jonglieren.

Titel: The Rising of the Shield Hero (Staffel 2)
Start:
  6. April 2022
Genre:  Action, Abenteuer, Fantasy
Animationsstudio: Kinema Citrus, DR Movie

Episode 11

Jetzt wo alle wieder vereint sind, begibt sich die gesamte Gruppe gemeinsam zurück nach Sikul. Dort erfährt nicht nur Kizuna, was Glass, Therese und L’Arc in Naofumis Welt gemacht haben, die anderen erfahren auch, dass L’Arc eigentlich der junge König von Sikul ist. An anderer Stelle stirbt unterdessen der von Raphtalia verletzte Kazuki, nachdem er sich beim Anschreien von Kyo von der Stelle bewegt. Während das Kazukis Begleiterinnen natürlich mitnimmt, hat Kyo nur verächtliche Blicke für ihn übrig und eine Frau, die ihn begleitet, meldet sich freiwillig dafür, Kizuna und die anderen anzugreifen. In Sikul führt Kizuna wiederum die Gruppe zur lokalen Schmiedin, die ähnlich wie der Schmied in Naofumis Welt zwar etwas grob wirkt, aber eigentlich sehr nett und hilfsbereit ist. Plötzlich werden sie aber von der Frau, die an Kyos Seite war, angegriffen. Sie stellt sich als Yomogi Emairl vor und beweist sich als außergewöhnliche starke Gegnerin. Doch am Ende ist auch sie nicht mehr als ein Opfer von Kyo, denn ihr Schwert, das von Kyo gemacht wurde, hätte sie und die Heldengruppe töten sollen. Kizuna versucht nach dem Kampf mit ihr zu reden und mehr über Kyo zu verstehen. Doch schon kurze Zeit später zeigt Kyo seine wahren Absichten.

Während der zweiten Staffel von The Rising of the Shield Hero hatte ich schon ein paar mal das Gefühl, dass das Studio etwas schneller durch bestimmte Teile der Vorlage will, um zu den “wichtigen” Momenten zu kommen, bisher aber immer mit einer sehr guten Balance. Vielleicht weil die Folge zuvor etwas ruhiger und mit Raphtalia sehr auf eine Figur zentriert war, ist es in dieser Folge vielleicht besonders auffällig. Irgendwie gibt es nur wenige Ruhemomente, interessante Begegnungen werden im Schnellverfahren abgearbeitet. Als Zuschauer bekommt man keine richtige Verschnaufpause. Was sehr schade ist, weil man die Chance hätte mehr über die Charaktere zu lernen. L’Arcs Rolle als König wird eher ein Witz, Kizunas und Glass Beziehung in ein, zwei Sätzen abgearbeitet und auch Kyos Vergangheit mit Yomogi könnte ein kurzer Ruhepol der Folge sein, aber wir rasen weiter in Hochgeschwindigkeit durch die Folge. All das, damit wir beim Cliffhanger der Folge ankommen und sehen, was Kyos eigentliches Ziel ist: Das Erschaffen seiner eigenen Welle. Die Bestürzung von Yomogi schafft es dabei aber nicht, ein wirkliches Gefühl bei mir aufzubauen, weil ihre gesamte Charakterentwicklung in dieser Folge eher seicht ist. Ich hoffe daher sehr, dass die weiteren Folgen zumindest in dieser Hinsicht bessere Arbeit liefern.

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