Anime Spring Season 2021 / Woche #1

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits Basket, Those White Notes, Moriarty the Patriot, The Saint’s Magic Power is Omnipotent und  SSSS.Dynazenon von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Weitere Besprechungen diverser Anime-Serien befinden sich in unserem Episodenguide. 

Titel: Horimiya
Start:
9. Januar 2021
Genre: Romanze, Komödie, Slice of Life
Animationsstudio: CloverWorks

Episode 13

Der Schulabschluss steht vor der Tür. Für Hori und Co. bedeutet das, nicht nur ihre restlichen Sachen mit nach Hause zu nehmen, sondern sich auch darauf einzustellen, dass sich nun Dinge verändern werden. Reimi möchte jedoch keine ihre Freunde missen. Zum Glück können gerade diese sie beruhigen, dass dieser Tag nicht das Ende für alles bedeutet. Währenddessen kann es Miyamura nicht glauben, denn im Grunde war es eine einzige kleine Sache, die ihn in die Arme von Hori führte und damit zu seinen anderen Freunden. In Gedanken spielt er daher einmal komplett durch, wie es wohl gewesen wäre, wenn er damals Souta nicht von der Straße aufgelesen hätte. Zum Glück lief es anders. Daher kann er sich nun auch innerlich von seinem Mittelschul-Ich verabschieden. Der Abschluss selbst bedeutet für alle, noch einmal Danke zu sagen, aber auch Pläne für die Zukunft zu schmieden. Sakura bedankt sich sogar noch einmal bei Toru und Yanagi nennt Yuki nun eine Freundin. Gerade Miyamura überlegt stark, wie er Hori eine Freude machen kann, schließlich ist sie seine Rettung gewesen.

Mit dem viel verändernden Schulabschluss beendet Horimiya seine Geschichte rund um den schüchternen Miyamura und die schlaue Hori. Doch auch alle anderen wichtigen Figuren haben hier noch einmal einen letzten netten Auftritt. Dabei spricht vor allem Reimi ein wichtiges Thema an, denn nun werden einige Freundschaften auf die Probe gestellt. Doch Sakura bringt das Thema sehr gut auf den Punkt, denn so schnell ändern sich Gefühle ja nicht. Im Gegenzug darf Miyamura mit seinen alten Emotionen endlich abschließen. Das Gespräch auf dem Schuldach mit seinem alten Ich erinnert uns noch einmal daran, wie er zu Beginn der Serie war. Da wird einem noch regelrecht vor Augen geführt, wie weit er sich verändert hat und das dies vor allem Hori zu verdanken ist. Insgesamt ist nur schade, dass gerade unsere Heldin etwas zu kurz kommt, denn ihr Problem mit Haushalt und ihrem anderen Ich, welches sie da versteckt, wird nicht wirklich weiter behandelt. Wirklich schade, trotzdem ist es noch süß, wie gerade Miyamura sich innerlich bei ihr bedankt und sie fragt, was er für sie tun kann. Eine Sahnetorte ist doch schon einmal ein guter Anfang! Ich persönlich freue mich dann noch, dass im Abspann viele Szenen gezeigt werden, die es so nicht in die Adaption schafften. Gerade die Regenszene vermisse ich sehr!

Titel: Fruits Basket (Staffel 3)
Start:
6. April 2021
Genre: Drama
Animationsstudio: TMS Entertainment

Episode 1

Kureno erzählt Tohru von Akito, warum diese als Junge großgezogen wurde und was ihn an Akitos Seite hält, obwohl das Band zwischen ihnen bereits zerrissen ist. Sein Entschluss, Arisa nicht mehr wiederzusehen, steht fest, und er lässt Tohru sprachlos und verzweifelt zurück. Beide haben nicht bemerkt, dass Ren ihr Gespräch belauscht hat. Als es dunkel wird, tauchen Saki und Megumi auf und nehmen die weinende Tohru mit zu sich nach Hause. Als auch Arisa dazukommt, gelingt es den dreien endlich, sie aufzuheitern, und sie übernachten alle zusammen bei Saki. Kyo findet auf dem Heimweg Tohrus Schal, den sie verloren hat. Ren schleicht sich nachts in die Soma Residenz, wird aber von Akitos Mutter erwischt, die zu wissen scheint, was Ren sucht. Tohru kehrt am nächsten Tag in Shigures Haus zurück. Sie ist entschlossen, herauszubekommen, was Kureno gemeint hat.

Endlich sind Tohru und ihre Freunde zurück. Die dritte Staffel Fruits Basket: The Final erzählt die Geschichte um die Zodiac und ihr unheilvolles Band zu ihrem Gott zu Ende und die Spannung ist groß, wie die Animeserie Natsuki Takayas Manga weiter umsetzen wird, denn was nun kommt, ist keinesfalls leichte Kost. Kyo und Yuki sind deutlich erwachsener geworden und es ist fraglich, ob sie sich mit dem ihnen zugedachten Schicksal einfach so abfinden werden. Akito hatte eine ebenso unschöne Kindheit wie die meisten Zodiac, und mit ihrer Mutter Ren kommt ein instabiler und manipulativer Charakter ins Spiel, der mit Sicherheit noch eine Menge Ärger machen wird. Tohru zum ersten Mal so mutlos und verzweifelt zu sehen tut weh. Und doch gibt es Menschen um sie herum, denen sie wichtig ist – auch wenn Shigure vordergründig ihre Kochkünste vermisst hat.

Titel: Those Snow White Notes
Start:
3. April 2021
Genre: Slice of Life, Drama
Animationsstudio: Shin-Ei Animation

Episode 1

Der 16-jährige Setsu hat von seinem Großvater gelernt, auf der Shamisen zu spielen, aber es ist ihm nie gelungen, den Stil des Meisters einzufangen. Die letzten Worte des alten Shamisen-Virtuosen an seinen Enkel lauten: “Hör auf, Shamisen zu spielen, bis du deinen eigenen Klang gefunden hast!” Vor den Kopf gestoßen, bricht Setsu die Schule ab, verlässt sein verschneites Heimatdorf und geht nach Tokio. Als das verwirrte Landei durch die grellbunt erleuchteten Großstadt-Straßen stolpert, nimmt ihn Yuna bei sich auf. Sie arbeitet hart an einer Schauspielkarriere und bekommt doch nur Absagen oder Angebote für Porno-Produktionen. Ihr Freund, der mit seiner Band ganz groß rauskommen möchte, ist ein arrogantes, untreues Ekel. Als Yuna ihn unmittelbar vor einem Konzert für seine Untreue ein paar Karatekicks verpasst, muss Setsu dann doch mit seiner Shamisen auf die Bühne…

Eine Anime-Serie über jugendliche Selbstfindung und künstlerische Entfaltung. Für den westlichen Japan-Fan eine Nachhilfestunde über traditionelle Musik. Also möglicherweise eine Serie der eher leisen, unspektakulären Sorte, wenn nicht im alltäglichen Geschehen um den Musiker vom Land und die jungen Großstädter auf dem steinigen Weg in die Unterhaltungsbranche unvermittelt ganz überdrehte Dinge passieren würden. Etwa, dass Yuna Männer, die ihr blöd kommen, eben mal so mit gezielten Kampfkunst-Kicks aus dem Weg räumt. Oder dass plötzlich zwei schwerbewaffnete Kämpfer vor Setsus Tür stehen, bloß weil eine bislang unbekannte Dame mit ihm sprechen will. Und dass ein Popkonzert-Publikum aus Fangirls, die aufgekratzt auf ihr Idol warten, von einem Pausenfüller mit einer Shamisen so völlig in den Bann der Musik gezogen wird, ist wohl auch eher jenseits der Realität anzusiedeln. Mal schauen, wo dieser merkwürdige Mix in Those Snow White Notes hinführt.

Titel: Moriarty the Patriot (Akt 2)
Start:
4. April 2021
Genre: Mystery, Thriller
Animationsstudio: Production I.G

Episode 1

In der Baker Street 221B sitzen der Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Freund und Partner Dr. John Watson beieinander. Unerwartet bekommen sie Besuch von einem großen, dunkelhaarigen Herren, der Sherlock aufgrund einer alten Familienfehde angreift. Es stellt sich heraus, dass sich hinter dem Besucher Sherlocks großer Bruder Mycroft Holmes verbirgt. Er ist gekommen, um Sherlock zu warnen, Frauen nicht zu unterschätzen. Wenig später erteilt Mycroft in seiner Rolle als Regierungsbeamter Albert Moriarty den Auftrag, eine Frau namens Irene Adler zu verfolgen, etwas Gestohlenes zurückzuholen und sie dann zu beseitigen. Der Detektiv bekommt ebenfalls von einem König aus Böhmen den Auftrag, die geheimnisvolle Irene Adler zu finden und eine gestohlene Fotografie zurückzuholen. Gemeinsam mit Watson macht er sich auf den Weg zur Opernsängerin Adler. Die beiden versuchen sie zu hintergehen, doch Pech gehabt, denn Miss Adler hat alles durchgeplant und ist nicht bereit, das Foto einfach so rauszurücken. Sie begleitet Sherlock und stellt sich der Haushälterin Miss Hudson als zukünftige Frau vor. Mr. Holmes begleitet Irene beim Einkaufen und tut alles, was sie möchte. Er kann sie einfach nicht richtig durchschauen. Die Brüder William, Louis und Albert Moriarty beobachten Irene ebenfalls und Albert schafft es, ihr einen Brief als Warnung unterzujubeln.

Der Anime-Titel Moriarty the Patriot startet in den zweiten Akt. Und das gleich mit Figuren, die jedem Arthur Conan Doyle-Kenner bekannt sein dürften. Die Opernsängerin Irene Adler und Sherlocks großer Bruder Mycroft Holmes. Zunächst liegt das Hauptaugenmerk auf dem Meisterdetektiv Sherlock und seiner ersten Begegnung mit Irene Adler. Ihre Einführung ist passend. Sie ist eine schlaue, gewitzte und geheimnisvolle Frau, die sich zu helfen weiß, um den Männern das Wasser zu reichen. Das darf Sherlock bereits in der ersten Episode erfahren, denn die Warnung seines Bruders, sich vor Frauen in acht zu nehmen, ging daneben. Irene scheint es von Beginn an geplant zu haben, sich bei Sherlock einzuquartieren. Weshalb und wie Sherlock, Watson und Miss Hudson mit der Situation umgehen, ist noch unklar. Detektiv Holmes weiß schließlich auch nicht, das sich hinter seinem Auftraggeber, dem König von Böhmen, in Wahrheit Irene Adler verbirgt. Ihre Verkleidungskünste hat sie so schon unter Beweis gestellt. Die Gebrüder Moriarty werden zum Start der zweiten Staffel etwas in den Hintergrund gestellt. Albert erhält den Auftrag, Irene Adler zu eliminieren, und erzählt es seinen Brüdern. Am Ende kommen sie als wahre Drahtzieher zur Geltung. Denn Irene bekommt heimlich einem Brief mit dem Sigel der Moriartys zugesteckt.

Titel: The Saint’s Magic Power is Omnipotent
Start:
6. April 2021
Genre: Fantasy, Romanze, Slice of Life
Animationsstudio: Diomedéa

Episode 1

Nach einem langen Arbeitstag kehrt Sei spät nachts zurück und will nur noch Feierabend haben. Doch es kommt anders. Kaum ist sie zur Tür rein, wird sie als Heilige in eine andere Welt beschworen. Aber sie ist nicht die einzige. Eine andere junge Frau findet sich mit ihr gemeinsam in der fremden Welt wieder. Nur scheinen alle auf diese andere fokussiert, während Sei vollkommen ignoriert wird. So lebt sie von Tag zu Tag ohne eine Beschäftigung, bis sie bei einem Spaziergang Beete mit Heilkräutern entdeckt und Jude kennenlernt. Durch ihn findet Sei endlich eine Aufgabe: Sie will mit ihm und den anderen aus dem Institut an Heilkräutern forschen und Heiltränke herstellen. Tatsächlich ist sie darin sogar richtig gut, denn Seis Heiltränke wirken 50% besser als die der anderen. Das erweist sich als großes Glück, als eine Gruppe schwerverletzter Ritter zurückkehrt und versorgt werden muss.

The Saint’s Magic Power is Omnipotent startet wie ein klassischer Isekai: Es gibt einen (sehr) kurzen Einblick in Seis Alltag und schon wird sie in eine andere Welt katapultiert. Nur muss sie dafür immerhin nicht sterben, sie verschwindet einfach durch Magie. Vermutlich hat sie sich ihren wohlverdienten Feierabend anders vorgestellt. Ich kann Sei am Anfang absolut verstehen. Erst wird sie in eine andere Welt beschworen und dann interessiert sich niemand für sie. Vergessen hockt sie in ihrem Zimmer, ihre einzige Gesellschaft ist die Dienstmagd Marie. Kein Wunder, dass ihr nach zwei Wochen die Decke auf den Kopf fällt. Mit den Heiltränken scheint sie nun auch ein großes Talent in sich entdeckt zu haben. Das Institut weiß aber noch nicht viel damit anzufangen. Die so viel stärkeren Heiltränke können ja nicht einfach in den normalen Verkauf gegeben werden.

Titel: SSSS.Dynazenon
Start:
2. April 2021
Genre: Action, Science-Fiction, Mecha
Animationsstudio: Trigger

Episode 1

In der Schule gehen Gerüchte über das Mädchen Yume Minami um, da es von vielen Jungs verehrt wird, aber allen die kalten Schulter zeigt. Vor allem bricht sie ständig ihre Abmachungen und Versprechen. Yomogi Asanaka kann das Ganze nicht glauben und verabredet sich sogar auf ihre Bitte hin am späten Abend mit Yume. Das findet er zwar etwas seltsam, jedoch angenehmer als sein komisches Treffen mit einem fast verhungerten Typen unter einer Brücke. Mit einem Brötchen rettete er dessen Leben, allerdings verfolgt ihn dieser nun ständig, weil er sich revanchiert will. Als am Abend Yume nicht auftaucht, steht Yomogi geknickt am vereinbarten Treffpunkt, bis dann der seltsame Typ auftaucht und für ihn nach dem Mädchen sucht. Die auf einer Brücke das Ganze beobachtende Yume wird schon bald von den beiden Jungs zur Rede gestellt, bis plötzlich ein gigantisches Monster in der Stadt auftaucht. Der Fremde aktiviert daraufhin eine Maschine, die Yomogi, Yume und noch einen weiteren Beobachter schluckt und dann anfängt, gegen das Monster zu kämpfen. Nach anfänglichen Problemen kann sich der Mecha in eine Dinoform verwandeln und schafft es so, das Monster zu besiegen.

Die gute Yume kommt in der ersten Folgen von SSSS.Dynazenon nicht gut weg. Doch die ersten Szenen mit ihren Eltern und der kleine Rückblick lassen darauf schließen, dass ihr Verhalten daher rührt, dass ihre große Schwester starb. Ob der freundliche, verantwortungsbewusste Yomogi an ihrem Verhalten etwas ändern kann, ist eine gute Frage. Interesse scheint er an dem Mädchen schon gefunden zu haben. Ob wir eine Lovestory bekommen, steht dabei aber noch in den Sternen, genauso, ob unser Fremder seine Kampfmaschine immer nur dann aktivieren kann, wenn seine vier Piloten zusammen sind. Bis jetzt steuerte nur einer Dynazenon, doch vor allem vier war ein Steuerpult zu sehen. Außerdem steht im Raum, woher dieses Monster kam, dass allerdings nicht viel auf dem Kasten hatte. Ich persönlich hoffe natürlich, dass dieser Ableger des Gridman Universe kein zweiter Aufguss von SSSS.Gridman ist, daher bitte ein paar überraschende Wendungen, gerade, was die vielen Fragen angeht! Das Charakterdesign sagt mir jedenfalls schon einmal zu und die Animationen sind jetzt auch nicht schlecht. Ich bin nur eher eine Freundin von gezeichneten Mechas – leider ja eine Seltenheit –, daher finde ich den Transformer-Mecha hier bis jetzt nicht sonderlich ansehnlich. Wobei die Dinosaurierform schon lustige Erinnerungen an die Power Ranger weckt! 

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