Anime Spring Season 2019 / Woche #3

Lesezeit: 8 Minuten

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits Basket, Jojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind, One Punch Man (Staffel 2), Sarazanmai und  The Rising of the Shield Hero von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Fruits Basket (2019): #3

Start: 06.04.2019 • Slice of Life • TMS Entertainment

Das Schulfest naht und die Klasse von Tohru, Yuki und Kyo einigt sich darauf, einen Reisbällchenstand zu betreiben. Kyo platzt mal wieder der Kragen, als seine Vorschläge zu diesem Projekt von der Klasse abgelehnt werden, während Yukis Ideen willkommen sind, und er verzieht sich aufs Dach. Tohru folgt ihm und erfährt, dass Kyo Yuki für dessen schnelle Auffassungsgabe und sicheren Umgang mit anderen Menschen beneidet. Besonders ärgert ihn, dass Yuki, der später mit Kampfsport begonnen hat als er, doch so viel besser darin ist. Wenn Kyo könnte, wäre er gern so wie Yuki. Währenddessen lehnt Yuki einen weiteren Antrag einer Schülerin ab und sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, er würde sich von anderen distanzieren. Arisa trickst Kyo in die Teilnahme an einem Kartenspiel, welches er verliert. Tohru dagegen hat eine seltsame Begegnung, als sie beim Verlassen ihres Arbeitsplatzes eine Treppe hinunterfällt: ein deutschsprechender Blondschopf scheint sie zu kennen und küsst sie einfach auf die Wange! Auf dem Heimweg erzählt Yuki, dass er auf Kyos “normalen” Umgang mit anderen neidisch ist und gerne ebenfalls so wäre. Ein plötzlich einsetzender Typhoon zwingt die beiden, Somas Geheimbasis, ein Gemüsebeet, aufzusuchen und vor dem Wetter zu schützen. Obwohl sie fast die ganze Nacht damit beschäftigt sind, ist Tohru zu aufgewühlt, um schlafen zu können, und experimentiert mit verschiedenen Füllungen für Reisbällchen. Sie glaubt, dass Kyo und Yuki sich besser verstehen könnten, wenn sie einander besser kennen würden. Da klingelt ein Mädchen an der Tür und fragt nach Kyo.

Ich liebe Tohrus bildhafte Sprache. Ob sie nun Yukis Freundlichkeit mit einer Kerze vergleicht oder die Fähigkeiten der Menschen mit einer Pflaume auf dem Rücken, unsichtbar für den Träger, aber sichtbar für alle anderen, immer trifft sie das richtige Bild. Anscheinend hat sie diese Art des Ausdrucks von ihrer Mutter übernommen, die sie auch gelehrt hat, anderen zu vertrauen. Insgesamt zeigt die dritte Episode die komplizierte Beziehung zwischen Kyo und Yuki auf. Kyo und Yuki sind sich durchaus bewusst, was für Stärken und Fähigkeiten sie am jeweils anderen bewundern und beneiden. Aus irgend einem Grund sind sie aber nicht in der Lage, ihre eigenen Qualitäten wahrzunehmen. Der Schatten der Familie Soma scheint über ihnen zu liegen.


Jojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind: Episode #27

Start: 06.10.2018 • Action, Abenteuer, Horror • David Production

Die Begegnung mit Nero beschert Doppio einiges an Ärger, die Rasierklingen waren nur ein kleiner Auftakt zu Neros Fähigkeiten. Dieser kann das Eisen durch Magnetismus im Körper und in der Umgebung durch seinen Stand Metallica kontrollieren. Dadurch kann er sich auch unsichtbar machen und so seine Gegner aus dem Verborgenen töten. Doch kann Doppio zumindest etwas Crimson Emperor kontrollieren und deshalb die Geschehnisse vorhersehen. Dies hilft ihm zumindest, den Standort von Nero auszumachen. Allerdings muss Doppio die Erkenntnisse richtig deuten können, da sie nicht so genau sind. So sieht er einen abgetrennten Fuß, aber er kann nicht erkennen, wem dieser gehört. Es stellt sich heraus, dass es Neros ist, der ihn aber mit seinem Stand wieder “annäht”. Dem Assassinen wird allerdings zum Verhängnis, dass er seinen Gegner nicht schnell tötet, denn dadurch kann der Boss in Doppio mehr Einfluss nehmen. Letztendlich wird Nero von Narancias Stand getötet, weil Doppio diesen angegriffen hat.

JoJo’s Bizarre Adventure: Golden Wind zeigt in der Folge auch wieder, dass sich nicht alles nur um unsere Gruppe rund um Giorno drehen muss, um interessant zu sein. Die Auseinandersetzung von Doppio/Boss und Nero ist sehr gut in Szene gesetzt. Nur hätte Nero nicht zu lange warten und reden sollen. Denn das hat ihm letztendlich das Leben gekostet, er war sich einfach zu sicher und hat seinen Gegner unterschätzt. Giorno und die anderen würden sich ärgern, wenn sie wüssten, dass sie den Boss gerettet haben. Insgesamt zeigt sich die Episode von einer recht brutalen Seite, besonders als sich Doppio eine Schere aus dem Hals zieht. Mich wundert es ein bisschen, dass hier so wenig zensiert wird. Die vorherigen Teile hatten so einige geschwärzten Stellen und sind nicht mal ansatzweise so blutig wie Golden Wind. Auf jeden Fall eine gelungene Folge, und man darf auf die nächste gespannt sein, wie der Boss/Doppio in dem Zustand noch etwas gegen Abbacchio ausrichten möchte.

 


One Punch Man (Staffel 2): Episode #3

Start: 10.04.2019 • Action, Sci-Fi, Comedy • J.C. Staff

Kampfkunstmeister Silverfang Bang wirft seinen Schüler Charanko aus dem Dojo und der sucht verwirrt Rat bei Saitama, wo es mittlerweile voll geworden ist: in Saitamas Mini-Wohnung haben sich mittlerweile Genos, King und Miss Blizzard versammelt. Aber nur Genos hat eine Erklärung. Liegt es etwa daran, dass Bang seinen Schüler vor dem mysteriösen Heldenjäger Garou schützen wollte? Charanko, tief beschämt, macht sich nun auf, Garou zu besiegen. Der ist voll dabei, Helden herauszufordern und seine Kräfte auszutesten. Am Ende des Abends liegen Charanko, Tank Top Master samt Tank Top Bande und Mumen Rider, der heldenhafte Fahrradfahrer, am Boden, während Garou nach weiteren Helden sucht, mit denen er sich messen kann. Am besten welche mit Waffen. Saitama besucht Mumen Rider im Krankenhaus, trifft auch die anderen Kombattanten und erfährt Wissenswertes über Garous Kampftaktiken. Er beschließt, an einem Kampfkunstturnier teilzunehmen, für das sich eigentlich Charanko angemeldet hatte. Aber mit einer blonden Perücke wird doch keiner den Unterschied merken, oder? Dass der lästige Kerl, den er beim Perückenkauf umhauen muss, Garou ist, der sich zum ersten Mal in dieser Folge den falschen Gegner ausgesucht hat, rauscht an Saitama völlig vorbei. Dafür ist er hochzufrieden mit den rotblonden Löckchen.

One Punch Man bietet viel Garou, wenig Saitama. Garou hat jede Menge Gelegenheit, Profil zu gewinnen, und wie es sich gehört für einen Anime, der die Kämpfe in den Mittelpunkt stellt, geht es kaum um seinen Charakter oder seine Motivation, sondern darum, was er im Kampf drauf hat. Am Ende der Folge hat er fünf Einzelgegner und eine ganze Bande krankenhausreif geprügelt und bewiesen, dass er gegen übermenschliche Muskelkraft, Kampfkunst, Gruppenangriffe und verschiedene Waffen bestehen kann. Das bei bescheidenen Voraussetzungen: keine Superkräfte, dafür Ehrgeiz und böser Wille, Kampfkunstausbildung, taktisches Geschick und vor allem Lernfähigkeit. Der Kerl hat Potenzial. Gegenüber so vielen Kampfszenen wird Saitama in dieser Folge eher zur komischen Nebenfigur. Aber ihn im Krankenhaus Bananen verteilen zu sehen oder ihn beim Perückenkauf zu begleiten sind die kleinen Highlights dieser Folge. Es lohnt sich, den Abspann bis zum Ende anzuschauen, da kommt noch ein großartiger Saitama-Genos-Moment. Es geht um Haare.


Sarazanmai: Episode #2

Start: 12.04.2019 • Supernatural, Comedy, Drama • Studio MAPPA

Nach dem Spektakel um den Kappa-Zombie mit dem Karton-Fetisch gibt es eine Belohnung für die drei Jungs: Einen goldenen Teller mit der Aufschrift “Hoffnung”. Der kann Wünsche erfüllen, doch Enta verbraucht den ersten versehentlich erstmal für eine überdimensionierte Sushirolle. Kazukis und Toois Interesse hat Keppi aber geweckt. Kazuki tut für seinen kleinen Bruder Haruka alles, während Tooi seinen großen Bruder unterstützen will, der von Geld wegen in illegale Coups verwickelt ist. Tooi packt dafür in seinem Zimmer die Ernte seiner Cannabis-Farm in Tüten getrockneter Fischsnacks, doch wird seine heiße Ware von einem streunendem Kater geklaut. Auf der Jagd nach ihm läuft er wieder Kazuki in Verkleidung über den Weg, der von Toois Jagd allerdings so gar nichts hält und ihn davon abhalten will. Schließlich hängt Haruka sehr an diesem Kater. Enta derweil muss feststellen, dass er nicht seinen Kappazon-Karton wieder hat, sondern den von Tooi, in dem eine Pistole liegt! Während er dem halb-ausgetrockneten Keppi das Leben rettet, taucht der nächste Kappa-Zombie auf, diesmal mit einem Katzen-Fetisch. Nach dessen Austreibung gibt es diesmal einen silbernen Hoffnungsteller. Doch von denen braucht es fünf für einen Wunsch. Kazuki, wie Toori sind wild entschlossen, die Teller in die Hände zu bekommen. Indes bleibt ihr Tun jedoch nicht ganz unbemerkt, denn die zwei Polizisten, die Wünsche extrahieren, sind auf sie aufmerksam geworden…

Folge 2 und wir bekommen einen Blick auf die Antagonisten…. und noch eine Gesangseinlage! (Mit einer nicht zu übersehenden Utena-Referenz.) Aber so absurd der Otter(?)-Tanz auch daher kommt, ich kann gar nicht wegsehen, dafür ist er einfach zu gut animiert. Comedy an der Grenze zu peinlich hat die Folge generell einiges zu bieten, die ganze Katzenjagd im Bienen-Ninjakostüm wird nur vom Fetisch des Tages überboten. Die Ruhe vor dem Sturm? Das Shirikodama-Einsammeln wird jetzt schon ordentlich zusammengerafft. Visuell ist die Folge nicht ganz so bombastisch-überrumpelnder Sturm wie die erste Folge, dafür ist das Muster schon zu bekannt und der Fokus doch zu sehr auf Comedy gelegt. Regietechnisch ist sie trotzdem hochwertig und gut imstande, die humoristischen und ernsten Töne klar von einander abzugrenzen. Tooi erscheint nach der Folge schon sehr viel nahbarer und auch Enta hat (zumindest für den Zuschauer) schon sein Geheimnis offenbart. Dass das nicht etwa übers Gedanken-Spicken erfolgt und diesmal wieder Kazuki dran ist, hat mich doch etwas überrascht. Kazukis Hingabe hat definitiv die Grenze zur Obsession überschritten, und es muss wohl mit Haruka was sehr ernstes gewesen sein. (In den Teasern werden Lügen und ein Fluss erwähnt, vielleicht ist das alles nur ein Traum und Haruka ist in einer Realität ertrunken? Sind das Ending und die Trailer mit Live Action-Footage ein Hinweis darauf?) Sonst kann man mit dieser Folge die Boys Love-Andeutungen nun wahrlich nicht mehr leugnen. So ganz überraschend ist es dann aber wohl auch nicht. Ikuhara hat schon immer gut mit Girls Love-Elementen gewürzt, da ist die Jungs-Version eigentlich fast schon spät dran.


The Rising of the Shield Hero: Episode #16

Start: 09.01.2019 • Action, Fantasy • Kinema Citrus

Das aus dem Siegel befreite Monster greift die Gruppe um Naofumi und den Rest der Stadt an. Um weitere Verletzungen oder gar Tötungen zu vermeiden, locken Naofumi, Raphtalia, Filo und Melty den Tyrannosaurus aus der Stadt. Schon bald zeigt sich aber, dass niemand von ihnen das Monster stoppen oder überhaupt verletzen kann. Kurz bevor sich Naofumi dazu entschließt, das verfluchte Schild einzusetzen, hält ihn eine Stimme auf und eine Schar Filolial erscheint. Außerdem stellt sich die Stimme als die der Filolial-Königin Fitoria heraus. In der Größe vergleichbar mit dem Tyrannosaurus, besiegt sie diesen mit atemberaubender Geschwindigkeit und lädt Naofumi und die anderen ein, sie zu begleiten, denn sie hat etwas mit ihnen zu bereden. Im Versteck der Filolial angekommen klärt sie Naofumi darüber auf, was eigentlich mit den Helden hätte passieren sollen und dass diese ihre Pflicht, ihrer Ansicht nach, vernachlässigen. Sie macht Naofumi auch ganz klar, dass sie die Menschheit nicht wirklich interessiert und sie ihnen nur hilft, weil der Held, der sie aufgezogen hat, es so gewünscht hat. Sie macht auch eines ganz klar: Wenn die vier Helden ihre Aufgabe nicht erledigen, wird sie alle vier umbringen.

Wenn man bisher geglaubt hat, Naofumi hätte schon einiges an Stärke gewonnen, dann wird durch Fitoria das Gegenteil bewiesen. Ihre Stärke ist auf einem ganz anderen Level und ihre Drohung zum Schluss, alle vier Helden zu töten, ist ernst zu nehmen. Man darf nicht vergessen, dass ihrer Ansicht nach die Helden sich einen Dreck um die Welt kümmern und sie hinter ihnen aufräumen darf. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass, was zu Beginn schon vermutet wurde, jetzt bestätigt scheint: Melromarc hat Mist gebaut. Normalerweise sollte pro Land ein Held beschworen werden, nun aber sind alle vier in einem. Dadurch wird auch klar, warum die Königin, die ja die eigentliche Macht haben sollte, nicht im Königreich ist. Sie darf wohl hinter dem Dreck ihres Mannes aufräumen und versucht die anderen Länder zu besänftigen. Was verständlich ist, da wir jetzt wissen, dass es auch in anderen Ländern Wellen und damit Monster gibt. Jetzt bleibt nur die Frage, ob Naofumi Fitoria irgendwie besänftigen kann. Übrigens finde ich ihren Auftritt und den der anderen Filolials nicht wirklich gelungen. Das CGI lenkt doch extrem ab und passt überhaupt nicht hinein, der Tyrannosaurus sah viel gelungener aus in dieser Hinsicht.

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chianna
Redakteur

Ich fand den Auftritt von Fitoria stark, das muss ich schon sagen. Die CGI-Effekte sind mir dabei gar nicht so unangenehm aufgefallen. Das Monster war stärkemäßig wirklich krass, keiner aus Naofumis Gruppe konnte es überhaupt ankratzen. Und dann kommt Fitoria daher und es gibt Dinosaurierbraten, sogar für die Filolials. Deren Bettelei hätte ich aber auch nicht widerstehen können.