Anime Spring Season 2019 / Woche #12

Lesezeit: 9 Minuten

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Fruits BasketJojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind, One Punch Man (Staffel 2), Sarazanmai und  The Rising of the Shield Hero von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Fruits Basket (2019): #12

Start: 06.04.2019 • Slice of Life • TMS Entertainment

Das neue Schuljahr an Tohrus Schule beginnt, auch für Momiji und Hatsuharu, die gleich am ersten Tag auf ihre ganz eigene Art das Missfallen des strikten Schülersprechers Makoto Takei erregen. Momiji hat sich für die Schuluniform der Mädchen entschieden, was Makoto entschieden ablehnt. Und dass seine Haarfarbe natürlichen Ursprungs ist, muss Haru ihm beweisen – in der Schultoilette. Während die anderen auf Momijis Wunsch zurückbleiben, macht Tohru sich auf den Weg zu ihrer Klasse. Unterwegs trifft sie auf Akito, der zusammen mit Shigure zur Einschulungsveranstaltung erschienen ist und nun allein umherwandert. Ihre freundliche Unterhaltung wird von Yuki unterbrochen, der befürchtet, dass Akito Tohru verbal zugesetzt hat. Damit bringt Yuki sich aber selbst in die Schusslinie. Akito zeigt ihm gegenüber ein ganz anderes, grausames Verhalten. Tohru gelingt es, das Treffen zu beenden, doch Yuki bleibt von Furcht erfüllt. Um dem Tag eine positive Wendung zu geben, lädt Tohru Yuki zu einem Badmintonspiel mit ihren Freunden ein. Auch Kyo, Haru und Momiji sind mit von der Partie. Währenddessen besucht Shigure Hatori und berichtet ihm von Akitos Ausflug. Akito mag in Tohru nichts Besonderes sehen, doch die beiden sind sich einig, dass er damit Unrecht hat.

In dieser Episode von Fruits Basket (2019) finden sich gleich zwei Szenen, die ich schon immer mochte: Zum einen ist es die tagträumende Tohru, die von Kyo beschützt wird, bevor sie zum Opfer für abenteuerlustige Jungs werden kann. Zum anderen liebe ich die Auseinandersetzung zwischen Hatsuharu und dem Schülersprecher Makoto. Gekonnt manipuliert Haru den prinzipientreuen Verfechter für Ordnung und Anstand und seine beiden Begleiterinnen, um Momiji aus der Patsche zu helfen, bevor er den Beweis für seine eigene Unschuld antritt. Und Tohru versteht absolut nicht, was der Abstecher in die Jungentoilette zu bedeuten hat… Der Kontrast zwischen dem normalen Schulleben der Freunde und Akitos Auftreten wirkt dadurch richtig krass. Gegen Akitos Boshaftigkeit scheint kein Widerstand möglich zu sein. Selbst nach dem fröhlichen Badmintonspiel liegt sein dunkler Schatten über Yuki, und dass zwischen Akito und Kyo etwas richtig im Argen ist, das hat Kyos Blick mehr als deutlich gezeigt.


Jojo’s Bizarre Adventure: Golden Wind: Episode #35

Start: 06.10.2018 • Action, Abenteuer, Horror • David Production

Bruno will den Pfeil Chariot Requiem entreißen, doch dies stellt sich als schwieriger als gedacht heraus. Denn sein eigener Stand greift an, sobald er sich dem begehrten Gegenstand nähert, und dasselbe gilt für Mista. Ein weiteres Problem beginnt sich ebenso zu bewegen, denn die Person in Brunos Körper ist aufgewacht. Doch mit gezielten Schüssen wird sie bewegungsunfähig gemacht. Als wieder eine Zeitverschiebung stattfindet, ist die Gruppe alarmiert. Diavolo ist in der Nähe und hat auch ein Opfer gefordert: Narancia. Dieser hängt aufgespießt über ihren Köpfen und Giorno kann zwar den Körper heilen, doch er ist nur noch eine leere Hülle. Aber sehr lange können sie nicht trauern, gerade weil Diavolo wohl in einem anderen Körper steckt und in Bruno Doppio ist. Zudem entfernt sich Chariot Requiem mit dem Pfeil von ihnen und sie müssen vor ihrem Gegner an diesen herankommen.

Schon wird es wieder tragisch in JoJo’s Bizarre Adventure: Golden Wind, gerade weil Narancia so komplett unverhofft stirbt. Wobei es spätestens bei seinen Zukunftsplänen klar ist, dass er diese Serie nicht überleben wird. Dennoch geht es recht schnell, und obwohl die Gruppe sofort handelt, können sie ihn nicht mehr retten. Giorno trifft es besonders hart, da er zwar seinen eigenen Körper hat retten können, aber die Seele von Narancia schon weitergezogen ist. Diese fliegt in Form seines Stands durch den Himmel, da wundert einen der Auftritt Fugos nicht. Immerhin hatten die beiden die engste Beziehung zueinander, und letztendlich sieht man nochmal den Ort, an dem Abbacchio gestorben ist.


One Punch Man (Staffel 2): Episode #11

Start: 10.04.2019 • Action, Sci-Fi, Comedy • J.C. Staff

Für Garo sieht es nicht gut aus. Die Gruppe Helden trieb ihn in die Enge und das Gift zeigt langsam seine Wirkung. Doch für den Heldenbekämpfer ist gerade jetzt die Zeit, zu zeigen, dass Monster besser sind. Einem nach den anderen knöpft er sich daher vor und langsam lichtet sich das Feld. Als Garo denkt, er hätte nun endlich wieder Ruhe, taucht ein neuer, stärkerer Held auf: Genos. Dieser hat seit seiner letzten Niederlage einiges dazugelernt und vor allem dank des Professors einen neuen Köper, mit neuen Waffen. Ein erbittertet Kampf entbrennt, bei dem keiner der beiden nachgibt. Die Monster, die Garo zur Hilfe kommen, weil sie ihn für die Monsterorganisation anwerben möchten, bleiben nicht lange am Leben, denn Genos macht kurzen Prozess mit ihnen. Als der Schüler von Saitama gerade zur finalen Attacke ausholen möchte, taucht Fang auf. Der Alte hat endlich seinen ehemaligen Schüler gefunden und bittet darum, die Sache übernehmen zu dürfen. Der wohl schwerste Gegner steht nun vor Garo und was macht Saitama? Der zockt sich bei King die Finger wund.

Die vorletzte Episode der zweiten Staffel von One-Punch Man widmet sich voll und ganz Garo. Der kleine Rückblick, der uns noch einmal verdeutlicht, warum dieser so sehr auf der Seite der Monster steht, ist gut platziert, denn es sieht nicht gut für ihn aus. Doch es ist beachtlich, wie wacker er sich auf den Beinen hält und dabei nicht nur seine Fäuste sprechen lässt. So trickst er die Helden einen nach dem anderen aus. Für mich war dieser Teil aber nicht so interessant, und erst ab der Hälfte der Episode folgte ein besserer Kampf. Ich mag einfach Genos, und daher freut es mich, dass er es mit Garo aufnehmen darf. Das Auftauchen von Bang kam aber doch schneller als gedacht. Wobei ich es dem Alten echt auch gönne. Schließlich suchten er und sein Bruder schon lange. Ich bin gespannt, ob noch ein weiterer Rückblich zu Garo und Fang kommen wird, denn der eine kurze war schon mal nicht schleccht. Doch es bleibt offen, was alles in der letzten Folge noch erzählt werden wird. Es sieht sehr danach aus, dass der nächste große Punch für Saitama nicht mehr in dieser Staffel kommen wird. Immerhin er macht sich auf die Suche nach Genos und könnte so zum dritten Mal auf Garo treffen.


Sarazanmai: Episode #11

Start: 12.04.2019 • Supernatural, Comedy, Drama • Studio MAPPA

Von Keppis dunkler Hälfte geschluckt, wird Tooi durch eine Otter-Illusion in Form seines Bruders dazu veranlasst, sich selbst in der Vergangenheit auszulöschen. Gelingt ihm das, erwartet ihn das Gleiche wie den Kappa-Zombies: als ob er nie existiert hätte. Kazuki und Enta sind hinterher, um das zu verhindern. Doch dem schwarzem Keppi gelingt es dennoch, den vergangenen Tooi, der Kazuki das Micanga zugeworfen hat, auszulöschen. Während ihre Verbindung mitsamt der Erinnerungen daran langsam verschwinden, wird Tooi klar, dass er sie nicht fahren lassen will, und die drei verwandeln sich für ein letztes Sarazanmai in Kappa. Kazuki hat vor, das Micanga seiner Gegenwart seinem jüngerem Ich zu bringen, damit ihre Verbindung nicht ausgelöscht wird. Keppi derweil gelingt es, sich wieder mit seiner dunklen Hälfte zu vereinen, und bringt Reo und Mabu zurück, die den Jungs den Weg ebnen, den kleinen Kazuki zu erreichen. Mit seiner zurückgewonnenen alten Prinzenform veranlasst Keppi ein letztes “Durchsickern”, das die drei Jungs mit einer möglichen Zukunft verbindet. Sie ist eher dramatisch, aber die drei entschließen sich trotzdem, sich ihr zu stellen und zur realen Welt zurückzukehren. Haruka wird daraufhin Zeuge, wie die Reo und Mabu Sara zur Prinzessin krönen und mit Keppi Asakusa verlässt. Drei Jahre später hat Tooi ein einsames Leben in Jugendhaft hinter sich und wird wieder entlassen. Er grübelt darüber, dass er keine Verbindungen mit der Welt mehr hat und stürzt sich von der Brücke in den Fluss, doch Enta und Kazuki heißen ihn in Asakusa wieder willkommen.

“Ich möchte mich verbinden, aber…” ein paar Fäden laufen ins Leere. Der Abschluss von Sarazanmai hat schon seine Momente (Keppis Furz und sein Supermanauftritt bleiben dem Humor selbst in den ernsten Situationen treu) und die optimistische Note am Ende ist auch schon seit dem Opening abzusehen gewesen. Gegen die Message an sich habe ich auch eigentlich nichts. Nur fühlt sich das ganze Drama nicht wirklich relevant an, da es sich diesmal um ein Problem dreht, das vorher nie wirklich eines war. Wo kommt auf einmal dieser Bammel vor einer scheiternden Zukunft her? Auch wirft die Serie auf einmal all ihre bisherig kompetent ausgeführte subtilen Erzähltechniken über Bord und reibt dem Zuschauer nun Monologe unter die Nase. Die Idee, die Titel aller vorherigen Folgen wieder einzubinden, schlägt zwar konzeptionell einen schönen Bogen. Aber da die Jungs beim Vergessen schon ihre Vergangenheit und Gefühle rekapituliert haben, wirkt es doppelt gemoppelt. Dass die Laufzeit dann auf Kosten der Otter (absolut anti-klimatischer Abgang) und den Kappas geht, ist schade. In Hinblick auf Reo und Mabu ist die Folge direkt nach der letzten sogar ziemlich ärgerlich. Die Szene ihrer Rückkehr ins Geschehen ist für sich Zucker fürs Auge (mit super Timing zum Soundtrack), die visuell mit Revolutiony Girl Utena– sowie Mawaru Penguindrum-Vibes überläuft. Aber plötzlich auf absolute Statisten reduziert, kommen die beiden Ex-Polizisten als Deux Ex Machina-Elemente buchstäblich aus dem Nichts, um den Tag zu retten. Schlimmer noch, Tooi muss sich den Konsequenzen seines Handelns stellen und landet in der Jugendhaft. Die beiden hingegen kriegen ihr Happy End ins alte Leben als Vasallen zumindest für den Zuschauer einfach so, dabei haben sie gar schlimmere Untaten auf ihrem Konto. Das entwertet nicht nur ihren emotionalen Rollercoaster über die ersten zehn Folgen, sondern auch das ganze Drama um den sterbenden Enta und die Existenzauslöschung obendrauf. Zu Keppis Moomin-Prinzenform hingegen verschlägt es mir glatt die Sprache. Mit einem Kappa hat das nun wirklich nicht viel zu tun, ein Otter ist das auch nicht, und nicht einmal dem Froschwitz ist sie zu Diensten. Die Referenz auf Velázquez Krönung Mariens macht es auch nicht besser. Da hätte ich doch eher mehr Bodenständigeres von Enta gesehen. Der hat zwar das bekommen, was er letzte Folge wollte (alles bleibt beim Alten), aber im Vergleich zu Tooi und Kazuki wirkt sein Charakter-Arc nicht sehr konklusiv. Schlecht ist die letzte Folge isoliert betrachtet nicht einmal. Aber die Summe ihrer Teile ist weniger als ihre Einzelteile. Dafür tanzt sie mir zu sehr aus der Reihe und die Endnote gibt nicht viel mehr her, als das Opening es schon längst tat. Nach den starken Folgen 10 und 6 sieht diese letzte Sarazanmai-Folge leider eher alt aus.


The Rising of the Shield Hero: Episode #25

Start: 09.01.2019 • Action, Fantasy • Kinema Citrus

Teilen und Herrschen heißt das Prinzip für Naofumi und seine Gruppe. Nachdem Naofumi bemerkt, dass sein Soul Eater-Schild Glass Probleme macht, lässt er L’Arc und Therese gegen Raphtalia, Filo und Melty kämpfen. Dadurch kann sich Naofumi auf den gefährlichsten Gegner stürzen und hat diesmal sogar eine Möglichkeit, Schaden anzurichten, ohne auf sein verfluchtes Schild zurückzugreifen. Naofumi erfährt durch Glass auch, dass ihre Welt ebenso gegen die Wellen und damit ums Überleben kämpft. Ihre Aufgabe ist es daher, die Helden aus anderen Welten zu töten, damit deren Welt untergeht und ihre eigene mehr Zeit bekommt. Zwar zögert Naofumi kurz, doch der Kampf geht schnell wieder weiter. Durch einen geschickten Schachzug der Königin gelingt es, Glass, L’Arc und Therese zum Rückzug zu zwingen, doch Naofumi weiß, dass sie sich wieder sehen werden. Zurück in Melromarc hat sich Naofumi endlich überlegt, was er von der Königin als Belohnung will, und schafft damit eine Basis für sich und alle jetzigen und zukünftigen Mitstreiter, denn er ist jetzt der neue Lord über das Land, in dem auch Raphtalias Dorf liegt. Von dort beginnt die Geschichte des Schildhelden ein weiteres Mal von neuem.

Die Abschlussfolge gefällt mir sehr gut, allerdings wie vermutet nicht so sehr wie die drei Folgen zuvor. Sie eignet sich auch gut als Möglichkeit für eine weitere Staffel. Durch die Infos von Glass ist klar, dass wir bisher nur einen Teil des Puzzles sehen, das die Wellen ausmachen. Naofumis Wachstum als Charakter ist auch endlich da angekommen, wo es eigentlich schon von Folge 1 weg immer hingehörte: Ein wahrer Held, der seinen Kameraden vertraut, den Menschen hilft und sich auch endlich selbst helfen lässt. Damit ist wunderbar ein Bogen von der ersten bis zur letzten Folge gespannt. Was die Chancen auf eine weitere Staffel angehen, hat das letzte Drittel der Folge meine Erwartungen etwas gesenkt. Zwar wird mit Lecia ein Charakter eingeführt, der noch wichtig wird, allerdings fehlt einiges bei ihrer Einführung, das ich in der Novel als wirklich guten Weg empfinde, um sie nicht nur ein blasser Nebendarsteller sein zu lassen. Auch die letzte Szene nimmt sich einige Freiheiten, es kann natürlich auch sein, dass man hier einige Bände der Novel vorgegriffen hat, die ich noch nicht gelesen habe. Wie gesagt befürchte ich deswegen aber, dass es nur bei dieser einen Staffel bleiben wird. Ich lasse mich natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen.

 

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