Golden Kamuy (Staffel 2)

Start: 8. Oktober 2018 ‑ 24. Dezember 2018
Episoden: 12
Genre: Action, Abenteuer, Historie
Regie: Hitoshi Nanba
Studio: Geno Studio

Folge 1: Der junge Herr Edogai

Der Frühling ist da! Während sich Asirpa und Sugimoto den Magen vollschlagen, besucht Leutnant Tsurumi den Tierpräparator Yasaku Edogai. Hinter dem harmlos wirkenden Mann verbirgt sich jedoch ein Leichendieb, welcher die Haut der Leute für Kleidungsstücke missbraucht. Tsurumi lüftet dieses Geheimnis, verspricht jedoch Edogai ihn nicht ins Gefängnis zu stecken. Ganz im Gegenteil, der junge Mann soll ihm dabei helfen von den tätowierten Häuten Fälschungen anzufertigen. Zur selben Zeit überlegt die Gruppe rund um Hijikata welche Ziele Nopperabou hat und was für ein Mann er genau ist. Im Dorf von Asirpa taucht die Wahrsagerin Inkarmat auf. Sie erzählt der Großmutter der jungen Ainu, dass diese in Gefahr ist. Einer ihre Begleiter wird sie verraten, was ihr Todesurteil sein wird. Tanigaki, der in Asirpas Schuld steht, macht sich auf, diese zu warnen.

Und weiter geht es mit der Jagd nach dem Gold und der Frage: Wird Sugimoto weiterhin seinem Ruf treu bleiben und alles überleben, was ihm passiert? Die erste Folge ist ein eher ruhiger Einstieg, der mitnichten uninteressant ist. Vor allem stellt man sich zu Beginn die Frage, was Leutnant Tsurumi da wieder ausheckt. Es ist klar, dass er nicht einfach so einen Tierpräparator besucht. Gut, die Auflösung dauert ja nicht lange und Yasuka Edogai ist ein ziemlicher Freak. Damit passt er ja wunderbar in diese Serie, wobei er mit seiner Kleiderkollektion wirklich weit oben auf der Liste der seltsamen Figuren landet. Recht interessant sind die Informationen, die wir über Asirpas Vater erfahren. Vor allem sehen wir in einem Flashback das erste Mal dessen Gesicht. Wirklich schöne Augen! Ich bin ja immer noch gespannt, was passiert, wenn Vater und Tochter aufeinandertreffen. Was von Anfang an nicht koscher ist, war der Auftritt von Inkarmat. Dieser Frau kann man schlicht nicht über den Weg trauen und daher hoffe ich, dass der liebe Tanigaki ihr Spiel bald durchschauen wird.  

Folge 2: Imitat

Edogai hat es geschafft, sechs falsche Häute mit Tattoos herzustellen. Jedoch wird sein Haus plötzlich beschossen und er muss schauen, wie er die Flucht ergreifen kann, um Leutnant Tsurumi seine Wahre zu bringen. Ogata durchsucht das Haus des Tierpräparators nach den Fälschungen, doch wird er ausgetrickst. Als er dem fliehenden Edogai nachsetzen will, tauchen plötzlich Sugimoto und Shiraishi im Haus auf. Da letzterer für Hijikata arbeitet, bedroht Ogata diesen und sorgt so dafür, dass die beiden dem entflohenen Fälscher nachlaufen. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd, die in der hiesigen Miene und einer Explosion endet. Doch so leicht ist ein unsterblicher Sugimoto nicht aufzuhalten. Jedoch ist es diesmal kaum alleine zu schaffen und zum Glück taucht Ushiyama. So kommt es, dass sich die zwei Parteien — Sugimoto und Hijikata — im Haus des Tierpräparators das erste Mal richtig gegenüberstehen.

Was für eine spannungsgeladene zweite Folge. Da hat es sich gelohnt, in der ersten Folge viele Vorbereitungen zu treffen, sodass es hier von Anfang an rund gehen kann. Was wieder einmal überrascht, ist der Humor, der hier zu Tage kommt. So flieht Edogai in einem Eisbärkostüm durch die Gegend und alle möglichen Leute rennen ihm hinter her. Ein richtiges Indiana Jones-Gefühl kommt auf, als alle in verschiedenen Loren landen. Womit ich nicht gerechnet habe, dass eine Explosion der Jagd einem vorzeitigen Ende setzt. Hier zeigt dann Sugimoto wieder einmal, dass ihn wirklich nichts unter die Erde bringt. Wortwörtlich diesmal! Was dann auch überrascht, dass sich endlich zwei der drei Parteien an einen Tisch hocken. Vor allem, dass Shinpachi Nagakura Sugimoto für seinen Anteil an Tattoos auszahlen möchte, kam unerwartet. Es wäre eine Option, doch Sugimoto ist schon viel zu sehr drin, um jetzt aufzuhören. Eine besondere Ironie ist eine der letzten Einstellungen, denn hier hocken alle an einem Tisch und stellen so das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci nach. Die Szene hat man vollständig aus der Mangavorlage übernommen, denn Satoru Noda hat gerne einmal große Meisterwerke der Kunst umgewandelt und in seine Abenteuergeschichte eingebaut. 

Folge 3: Lasst uns über die Vergangenheit sprechen

Um Informationen über die gefälschten Häute herauszubekommen, durchsuchen Hijikata, Ogata und Ienaga das Haus des Tierpräparators Edogai. Doch bevor sie etwas finden können, zünden Soldaten von Leutnant Tsurumi das Gebäude an und umzingeln es, sodass keiner fliehen kann. Unterstützung naht für die Gruppe im Hause, denn Sugimoto und die anderen kommen ihnen zu Hilfe. Nach der Flucht beschließen die beiden Gruppen gemeinsame Sachen zu machen und Asirpas Vater aufzusuchen. Dafür müssen sie ins Abashiri Gefängnis und das soll ihnen Shiraishi ermöglichen. Der wiederum hat panisch Angst davor, dass Sugimoto rausfindet, dass er die ganze Zeit über mit Hijikata zusammengearbeitet hat. Asirpa ist derzeit eher damit beschäftigt Mägen zu füllen. Und Tanigaki findet heraus, dass Cikapasi ihn verfolgt und ab sofort bei ihm bleiben wird. Zusammen mit Inkarmat geben sich die drei von nun an als Familie aus.

Lange bleibt es in dieser Folge von Golden Kamuy nicht ruhig. Es ist schon spannend, wie Hijikata sich in seinem hohen Alter hier noch gut zu verteidigen weiß. Vor allem freut es mich, dass er sein Schwert — Izuminokami Kanesada — einsetzt und nicht nur seine Schusswaffe. Ungewohnt ist es, dass Sugimoto Ogata hilft. Wenn man überlegt, was die beiden für eine Vorgeschichte haben, müssten sie sich eher aufs Blut bekämpfen! Daher bin ich gespannt, ob es zwischen den beiden so ruhig bleibt oder ob da noch was passiert. Bei dem Anime gehe ich eher davon aus, dass noch etwas Schlimmes kommen wird. Ansonsten gibt es die obligatorischen Essensszenen, die natürlich wieder herrlich bekloppt sind. Hinna Hinna, sag ich da nur. Immerhin: Ogata hat sich etwas Würde behalten in dem er ruhig seine Arbeit erledigt. Das in der zweiten Hälfte es eher ruhiger zu geht, ist nicht schlimm und der Rückblick von Shinpachi Nagakura erweicht glaube ich jedem Shinsengumi-Liebhaber das Herz! Meins hat es, denn rein geschichtlich ist Hijikata ja in dieser besagten Schlacht gestorben. Daher hätte so ein Wiedersehen nicht geschehen können. Zum Glück ist künstlerische Freiheit erlaubt. Was Shiraishi angeht, so hoffe ich, dass er noch lange drunter leidet, dass er ein doppeltes Spiel gespielt hat. Hoffentlich schenkt er Sugimoto reinen Wein ein, denn alles andere wäre ein Fehler. Wie ich es mir gedacht habe, sind im Opening die Szenen aus der ersten Folge nun durch schönere ersetzt worden.

Folge 4: Operation Infiltration der 7. Division von Asahikawa

Shiraishi wird von der siebten Division gefangen genommen und nach Asahikawa, einer Militärstadt, gebracht. Für Sugimoto ist trotz der schweren Lage klar, dass er ihn befreien möchte. Zwar haben die anderen Bedenken, doch Hijikata hat eine Idee. Zum Glück kommt es ihnen entgegen, dass Shiraishi nicht direkt von Leutnant Tsurumi gefangen genommen worden ist. Im Krankenhaus versucht Nikaidou, Morphium zu stehlen, was Tsukishima verhindern kann. Leutnant Tsurumi weiß von den Leiden seines Untergebenen und muntert ihn mit Leutnant General Arisakas Besuch auf. Dieser ist ein genialer Waffenschmied und hat ein kleines Geschenk für den Verletzten. Tanigaki hat endlich eine Spur von Sugimoto und Asirpas gefunden.

Das Gewissen Shiraishis meldet sich aber auch im schlechtesten Zeitpunkt! Denn wäre er beim ersten spannenden Rettungsversuch gleich entkommen, hätten sich die anderen jetzt nicht so einen riskanten Plan ausdenken müssen. Mal ehrlich, da kann so dermaßen viel schief gehen und dann ist da noch das große Problem, dass Sugimoto dahinter gekommen ist, dass Shiraishi ein Verräter ist. Ich bin gespannt, was bei einer direkten Konfrontation der beiden Männer passieren wird. Bei Golden Kamuy ist nichts unmöglich. Wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Asirpa großen Einfluss auf Sugimoto hat. Der Schwenk zu Tsurumi hat einen morbiden Unterton. Während da diese modernen Waffen angeschaut werden, bringt es Tsukishima gut auf den Punkt: Ein Krieg wird kommen. Doch dafür braucht es das Gold, was wiederum ja nicht so einfach zu finden ist. So wird einem klar, dass Tsurumi keine passive Rolle einnehmen kann. Daher ein geschickter Schachzug der Handlung, die Behandlung von Nikaidou und die Beweggründe von Tsurumi zu verbinden. Das Tanigaki eine Spur von Sugimoto hat, freut mich. Bei ihm ist wenigsten klar, dass er Asirpa nicht verraten würde und dass er damit ein verlässlicher Gefährte ist. Die Weichen sind auf jeden Fall gestellt und in der nächsten Folge kann wirklich einiges rund gehen.

Folge 5: Im Magen

Suzukawa Kiyohiro, der sich als Inodou Shirosuke ausgibt, versucht den Regiment-Kommandanten zu überreden, ihm Shiraishi zu übergeben, damit dieser ins Abashiri Gefängnis zurückkommt. Sugimoto, der sich verkleidet hat, begleitet das Gespräch. Doch Tsurumi bekommt Wind von der Sache und schickt einen seiner besten Leute: Koito Otonoshin. Dieser entlarvt Suzukawa und eröffnet das Feuer, woraufhin der Hochstapler tot zu Boden geht. Bevor Shiraishi eine Kugel abbekommt, fängt Sugimoto diese ab, schnappt sich den Ausbrecherkönig und flieht aus dem Fenster. Ogata gibt dabei Rückendeckung. Das Glück ist ihnen sogar holt und sie können sich einen Heißluftballon stehlen. Kurz vor den Bergen geht der Antrieb jedoch kaputt und die Gruppe, die sich um Asirpa erweitert hat, muss über die Berge fliehen, da die Armee ihnen auf den Fersen ist. Nach einer weile zieht ein Unwetter auf und die Gruppe trennt sich ungewollt. Alle schafft es gerade so Schutz in den erlegten Körpern von Hirschen zu finden. Für Asirpa die Gelegenheit, Sugimoto nach seiner Lieblingsspeise auszufragen. Für den Soldaten weckt das jedoch traurige Erinnerungen.

Ab und an bin ich wirklich verwöhnt darin, dass in historischen Settings immer mit verschiedenen Waffen gekämpft wird. Dass hier von allen der selbstgebastelte Speer von Jinzaburou neugierig und skeptisch begutachtet wird, holt einen erst einmal zurück zu dem Fakt, zu welcher Zeit diese Serie spielt. Dass die Prinzessin ihren Zorn nicht im Zaun halten konnte, verzeihe ich ihr gerne. Sie hat schon so viel verloren und die Hoffnung den Feind zu besiegen, ist wirklich gering. Es ist zwar ein kleiner Sieg in den Bergen, den unser Ex-Samurai erkämpfen kann, doch er sichert vorerst das überleben. Ansonsten widmet sich die Folge einem Stück von Jinzaburous Vergangenheit. Dieser Part erklärt sehr gut, warum er seines Amtes enthoben worden ist und dass hinter dem rauen Gehabe eine gute Seele steckt. Ich bin daher gespannt, ob er seiner Strategie treu bleibt.

Folge 6: Aninekko

Tanigaki erhält eine Nachricht von Asirpas Onkel. In dieser steht, dass Huci ein Totengewand anfertigt. Daher möchte Tanikagi Asirpa schnell finden und ihr vorhergesagtes Schicksal abwenden. Dabei erinnert er sich an ein Gespräch, das er mit Leutnant Tsurumi geführt hat. Als ein heftiger Schneesturm tobte, erzählte er von seinem Grund, warum er seine Familie hinter sich gelassen hat und zur Armee ging. Sugimoto und die anderen haben Glück, denn ihre Verfolger haben aufgegeben. So können sie ihren Weg nach Abashiri fortsetzen und dort hoffentlich die anderen treffen.

Eine recht ungewöhnliche Folge, da sie fast ausschließlich von Tanikagis Flashback erzählt. Inhaltlich passt das sehr gut, denn schon in der vorangegangen Episode von Golden Kamuy gab es einen Einblick in Sugimotos Vergangenheit. Tanikagis Geschichte ist tragisch und bringt diese Figur dem Zuschauer noch viel näher. Vor allem entsteht der Wunsch, dass er seinen Platz im Leben findet. Ein recht interessanter Fakt ist, dass Tanikagi Sugimoto auf dem Schlachtfeld getroffen hat. Zum Glück ist dieser aber auch immer gut an den Narben im Gesicht zu erkennen, denn da alle hier die gleiche Uniform anhaben, ist das nicht so einfach. In dem Moment als Tanikagi fertig mit reden ist, finde ich die Geste von Tsurumi sehr nett. Irgendetwas Menschliches hat er ja doch noch in sich! Das Ende der Folge gefällt mir sehr gut, denn endlich treffen Tanikagi und seine Gruppe auf Asirpa. Mal sehen, ob das den Verlauf des Schicksals ändern kann?

Folge 7: Kamuy Hopunire

Asirpa und die anderen werden eingeladen, in einem nahe gelegenen Ainu Dorf einem Ritual beizuwohnen. Dabei können Ogata, Sugimoto und Tanikagi über frühere Ereignisse reden. Doch Ogata ist danach immer noch nicht überzeugt, dass Tanikagi nun nicht mehr für Tsurumi arbeitet. Trotz der Nachricht, dass Huci sich Sorgen macht, will Asirpa mit Sugimoto weiterziehen. Es gibt Dinge, die sie in Erfahrung bringen will. Während die Gruppe weiterreist, berichtet Second Lieutenant Koito Tsurumi davon, dass Shiraishi entkommen konnte. Dabei hat ihm Ogata geholfen, was Tsurumi nicht verwundert. Schließlich hat dieser seinen eigenen Vater umgebracht.

In den letzten Folgen blieb gar keine Zeit, doch in der neuen Folgen der zweiten Staffel von Golden Kamuy gibt es wieder Informationen über die Ainu Riten. Es ist schon interessant, wie deren Vorstellung von Gott ist. Da gibt es dann auch wieder einen Schlenker zum Gold, um das es sich im Großen und Ganzen in der Serie ja dreht. Dass Asirpa nicht zurück zu Huci geht, ist klar und das Lächeln von Sugimoto sagt im Grunde auch schon alles. Ohne sie würde einfach etwas fehlen und so kann die Reise weiter gehen. Und Ryu ist zurück! Die Vorstellung ist schon süß, wie er Tanikagi gefolgt ist. Schade nur, dass der Hund immer noch nicht mit Sugimoto klar kommt. Das Verhalten von Koito ist seltsam aber mittlerweile schockt mich in dem Anime gar nichts mehr. Immerhin bleibt Tsukishima immer gefasst, sodass er mein Fels in der Brandung geworden ist. Der Rückblick über Ogata lässt sehr tief blicken! Das ist aber langsam auch echt nötig gewesen, denn er gehört zu den aktiven Parts in der Geschichte. Mich interessiert jetzt allerdings noch, wie Hijikata ihn angeworben hat. Die letzte Einstellung der Folge ist eine nette Anspielung darauf, wie Sugimoto, Asirpa und Shirashi schon einmal am Meer angekommen sind. Diesmal sind es nur noch ein paar Figuren mehr und wie immer ist Ogata der Einzige, der nach Verfolgern Ausschau hält. So langsam bekommt der Zuschauer das Gefühl, dass bald etwas Großes passieren wird.

Folge 8: Blaue Augen

Ein gewaltiger Schwarm aus Heuschrecken zwingt die Gruppe um Sugimoto Schutz in einer Hütte zu suchen. Zum Glück hat Tanikagi von einem Einheimischen Seeotterfleisch bekommen. Was jedoch keiner von ihnen weiß: wenn das Fleisch gekocht so wird ein starkes Aphrodisiakum freigesetzt. Während die Männer als eine ganz unbekannte neue Welt entdecken, spricht Asirpa mit Inkarmat über ihren Vater. Es gibt Zweifel, ob es sich bei dem Insassen im Gefängnis wirklich um diesen handelt. Inkarmat glaubt es jedenfalls nicht, denn sie hat Beweise, die belegen, dass der Vater der jungen Ainu getötet wurde. Währenddessen probiert Tsurumi mit Hilfe eines Spions herauszufinden, wie Nopperabou befreit werden kann. Doch er hat seine Rechnung ohne die hiesigen Mitarbeiter gemacht.

Wie immer bietet Golden Kamuy eine irrwitzige Mischung. Während die Damen ein total ernstes Gespräch führen, driften die Männer dank des Seeotters immer weiter ab. Die Fantasie des Zuschauers wird gerade am Anfang richtig angefeuert, doch bleibt es am Ende bei einem freizügigen Sumoduellturnier. Sollten am Anfang Tanikagi und Inkarmat den Seeotter essen, hat dieser doch noch genug Einfluss und die beiden verbringen die Nacht zusammen. Ich gönne es ihnen, denn ich habe das Gefühl, dass Inkarmat ihre Gefühle für den Soldaten nicht nur vorspielt. Richtig interessant sind in dieser Folge die weitern Puzzleteile um den Vater von Asirpa. Der Verdacht gegen Kiroranke klingt stichfest. Jedoch haben die anderen Recht, dass die Informationen von Tsurumi stammen und man ihnen daher nicht trauen kann. Im Grunde hat Sugimoto den besten Vorschlag: Sie müssen den Mann persönlich treffen. Es heißt jetzt abwarten, ob sie bei dem Vorhaben erfolgreich sind, wenn der Gefängnischef dagegen ist und Tsurumi seinen eigenen Plan hat.

Folge 9: Das Geräusch eines Hinterhalts

Asirpas Verwandte erzählen ihr, dass seit einiger Zeit eine Gruppe Blinder die Dörfer überfällt. Laut Shiraishi kann es sich dabei nur um die Männer aus dem Gefängnis handeln, da diese in den Schwefelbergen arbeiten mussten. Für die Gruppe steht daher fest, dass sie sich dieser Sache annehmen muss. Eine Spur führt sie in eine der Onsen-Herbergen, denn dort hoffen sie Informationen zu erhalten. Während einem angenehmen Bad bei Mondschein werden die Männer angegriffen. Gerade so können sie sich in den Wald flüchten, doch nur Ogata hat sein Gewehr bei sich. Es beginnt ein harter Überlebenskampf, in den sich irgendwann auch die Frauen einmischen. Währenddessen erhält Tsurumi von seinem Spion nützliche Informationen und auch Hijikata ist nicht untätig.

Ziemlich viele nackte Tatsachen! Da fällt mir sofort ein Zitat von Roland aus dem Dunklen Turm ein: Vor einem Mann, der nackt gekämpft hat, muss man Respekt haben. Den haben sich Sugimoto und Co. in Golden Kamuy redlich verdient. War aber auch klar, dass die Gruppe nicht einfach baden gehen kann! Lob bekommt Ogata, der sein Gewehr in der Nähe behalten hat. Ein wirklich spannender Kampf, denn unsere Jungs sind eigentlich sehr im Nachteil. Trotzdem können sie mit etwas Glück das Ruder herumreißen. Interessant finde ich dabei den Traum den Inkamat hat, als das Rettungsboot kentert und sie im Wasser untergeht. Bären, die von fliegenden Knöpfen verscheucht werden, gibt es nicht alle Tage. Da Tanikagi wieder einmal den Helden spielt, hat er sich einen Kuss redlich verdient. Immerhin hat er sich auch eine Kugel in den Hintern eingefangen. Im Finale taucht schließlich die Gruppe um Hijikata im rechten Moment auf. Ist auch gut so, denn Tsurumi ist ihnen gerade ein paar Schritte voraus. Die Gruppenmitglieder müssen jetzt gemeinsam überlegen, wie sie weiter vorgehen werden. Die Fotos, die zum Abschluss gemacht werden, finde ich richtig schön. Vor allem, als das alte von Hijikata herausgeholt wird. Das Bild gibt es nämlich wirklich und wurde vor seiner letzten Schlacht aufgenommen. Übrigens: Sugimotos Hut hält echt einiges aus! Wobei ich es ziemlich amüsant finde, dass er ihn mit in den Onsen genommen hat.

Folge 10: In der Neumondnacht

Die Vorbereitungen für den Einbruch ins Gefängnis laufen auf Hochtouren. Für die Ainu ist jetzt die Zeit des Lachsfangs, weswegen Sugimoto und Co. diesen für ihren Plan verwenden. Alle sind angespannt und Tanikagi stellt Inkarmat eine wichtige Frage. Ihre Antwort ist einfach: Sie will Asirpas Vater wiedersehen, aber nur um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Erleichterung und Freude stehen in Tanikagis Gesicht, daher verspricht er nach allem Inkarmat zur Frau zu nehmen. Als beim Tunnelbau Sugimoto durch die Decke dringt, landet er genau im Zimmer des Hauptaufsehers Kadokura. Doch damit ist der Plan nicht gescheitert! Bei einer Nachtaktion schleichen sich Sugimoto, Shiraishi und Asirpa in den Zellenblock von Nopperabou. Das Chaos nimmt seinen Lauf …

Nun ist es endlich soweit, der Einbruch beginnt. Und wie nicht anders zu erwarten, zeigt uns Golden Kamuy, dass Verrat jederzeit passieren kann. Dachte der Zuschauer zuerst, alles sei aus, weil der Tunnel genau bei Kadokura endet, entpuppt sich der als Verbündeter von Hijikata. Noch mal Glück gehabt. Doch Zeit durchzuatmen gibt es nicht. Richtig angespannt werden die Nerven, als der wahre Einbruch beginnt. Nachdem Asirpa vor ihrem angeblichen Vater steht, erkennt der Zuschauer, dass dieser nicht die wunderschönen blauen Augen hat. Jedoch dreht in dem Augenblick die Folge auch auf, denn es wird Alarm geschlagen. Das Hijikata im Grunde doch seinen eigenen Plan hat, überrascht nicht sonderlich. Es ist aber noch unklar, was für einen Weg er genau eingeschlagen hat. Wissen alle seine Leute Bescheid oder wird es ein Alleingang? Nicht ohne Begleitung taucht obendrein noch Tsurumi auf. Damit sind dann alle Beteiligten an einem Fleck und es wird Blut fließen. Das ist bei diesem Anime so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Ende wirkt ein wenig übereilt, doch es sind auch nicht mehr viele Folgen übrig. Trotz alledem findet die zehnte Episode der zweiten Staffel von Golden Kamuy einen ruhigen Moment, um zwischen Inkarmat und Tanikagi die Sachlage zu klären. Ein schöne Szene, denn die beiden sind sich auf der Reise sehr nahe gekommen. Warten wir nun auf die nächste Folge um zu erfahren, ob Nipperabou Asirpas Vater ist.

Folge 11: Überwältigt

Die siebte Division greift unter der Führung von Leutnant Tsurumi das Gefängnis an. Für Sugimoto und Shiraishi bleibt nur, einen geheimen Fluchtweg zu finden. Bei all dem Trubel schleicht sich Inudou zum wahren Versteckt von Nopperabou. Doch was er nicht weiß ist, dass Hijikata genau darauf gewartet hat. Asirpa kann in einem unaufmerksamen Moment die Flucht antreten und findet sich schnell bei ihren Freunden wieder. Leider fehlt von Sugimoto jede Spur, da er nicht denselben Fluchtweg nehmen konnte, wie Shiraishi. Also beschließt ein Teil der Gruppe ihn zu suchen. Sugimoto überlebt einen Angriff von Nikaidou und kriecht Richtung Kirche, wo Nopperabou versteckt gehalten wird. Eher zufällig trifft er genau diesen, wie er durch die Gegend humpelt. Die Zeit rennt, denn während Tsurumis Männer mit einer Horde Sträflinge kämpfen, muss Sugimoto den Gesuchten schnell zu Asirpa bringen.

Der Angriff, der in der vorangegangen Folge gestartet ist, geht nun in die Vollen. Dabei jagt einem vor allem das Treffen von Tsurumi und Sugimoto einen Schauer über den Rücken. Zum Glück kann unser Held flüchten, doch es wäre nicht Golden Kamuy, wenn er nicht in ein anderes Problem kriechen würde! Hier in Form von Nikaidou. Beide Männer stecken viel ein und es stellt sich echt die Frage, wie Nikaidou mit nun einer Hand weniger, noch weiter kämpfen will. Im fehlt ja schon ein Ohr, ein Bein und nun noch das! Immerhin er lebt noch. Etwas, was ich für einen kurzen Moment nicht mehr von Ushiyama erwartet habe. Das ist echt ein fieser Witz! Ansonsten ist so viel in dieser Folge los, dass der Zuschauer kaum zur Ruhe kommt. Bei diesen Augen, kann Nopperabou nur Asirpas Vater sein. Nun heißt es für den verwundeten Sugimoto, diesen irgendwie zu ihr zu bringen. Jedoch stehen eine Armee, Hijikata, Gefängnisinsassen, Wachen und weiß sonst noch im Weg! Es ist daher noch alles offen für die letzte Folge der zweiten Staffel von Golden Kamuy. Und mal eine dezente Frage: Was macht Ogata die ganze Zeit? Ich glaube kaum, dass der irgendwo auf einem Baum hockt und tatenlos zuschaut. Auch glaube ich nicht, dass Asirpa in ihrem Versteckt bleiben wird. Nach dieser Folge ein Woche warten zu müssen, ist Folter!

Folge 12: Signal

Mit viel Glück hat Sugimoto Nopperabou gefunden und schon beim ersten Anblick ist klar, dieser ist Asirpas Vater. Durch den Dolch, denn er bei sich hat, erkennt der Sträfling, dass der Mann mit den Narben zu seiner Tochter gehört. Jedoch will er nur ihr verraten, wo das Gold versteckt ist. Der verletzte Sugimoto kämpft innerlich damit, diesen Mann zu Asirpa zu bringen. Immerhin hat er den Ainu das Gold gestohlen und Leute umgebracht. Die auf einem Dach stehende Inkarmat findet die beiden Männer auf einem der Innenhöfe stehen und ruft Asirpa zu sich. So kommt es wie es kommen muss und Vater und Tochter sehen sich. Nur einen kurzen Augenblick später fallen Schüsse, welche Nopperabou und Sugimoto treffen. Ein Treffer sorgt dafür, dass Asirpas Vater stirbt, der andere verletzt Sugimoto am Kopf. Niemand geringeres als Ogata ist der Schütze, der von Kiroranke Zeichen bekommen hat. Das wissen die anderen jedoch nicht, bis auf Inkarmat, die es teuer zu stehen kommt. An diesem Tag sind alle nicht viel weiter bei ihrem Plan gekommen, dass Gold an sich zu bringen.

Für die letzte Folge der zweiten Staffel von Golden Kamuy erwartet den Zuschauer eine emotionale Achterbahn. Zuerst meckert Sugimoto Nopperabou an, da dieser seine eigene Tochter zur Mörderin machen möchte. Das ist etwas, was der ehemalige Soldat nicht möchte und was auch verständlich ist. Er hat die Leiden des Krieges am eigenen Leib erfahren! Trotzdem: Vater und Tochter sehen sich. Ein starker Augenblick. Jedoch fallen genau dann die Schüsse, als Nopperabou über das Golden sprechen will. Ich hatte ja damit gerechnet, dass sich Ogata einmischen wird aber so! Für mich ist gerade sehr unklar, was seine Motive sind. Hingegegen erklärt Kiroranke seine Beweggründe und immerhin wollte er vieles von dem nicht, was an diesem Abend passiert ist. Aufatmen hieß es, als Sugimoto lebend in einem Krankenzimmer hockt. So schnell stirbt er nicht, aber ein Kopfschuss ist keine leichte Sache. Auch Inkarmat lebt noch, was mich sehr freut, denn es hätte Tanikagi das Herz gebrochen, wenn sie gestorben wäre. Die größte Überraschung ist, das Sugimoto nun mit Tsurumi gemeinsame Sache macht. Es jagt einen eine Gänsehaut ein, dass die beiden Männer nun „Gehirgeschädigtenpartner“ sind. Dass Asirpa nun umgehen von Verrätern ist, Shiraishi ausgeklammert, ist einfach schrecklich. Es bricht einem fast das Herz, dass Sugimoto und sie getrennt sind. Vor allem weil letztere nicht sicher ist, dass ihr Partner noch am Leben ist. Die bestehenden Gruppen sind alle sehr zerschlagen wurden und es bleibt spannend, wer nun welchen Weg einschlagen wird.