Golden Kamuy (Staffel 1)

Start: 9. April 2018 ‑ 25. Juni 2018
Episoden: 12
Genre: Action, Abenteuer, Historie
Regie: Hitoshi Nanba
Studio: Geno Studio

Inhaltsangabe: Der russisch-japanische Krieg am Beginn des 20. Jahrhunderts forderte unzählige Tote. Die wenigen Überlebenden, wie der auf Hokkaido stationierte Sugimoto fühlen sich schuldig. Um der Witwe seines verstorbenen Kameraden zu helfen, sucht er in der Kälte des Nordens nach Gold. Dabei entdeckt er Hinweise auf einen versteckten Schatz korrupter Verbrecher, den er mit seiner jungen Ainu-Begleiterin sucht. Sie hat ihm im Krieg das Leben gerettet, nun muss er sie vor seinen Konkurrenten bewahren.

Folge 1: Wen Kamuy

Wir schreiben das Jahr 1904 während des Russland-Japan-Krieges. Der junge Soldat Saichi Sugimoto macht sich einen Namen als “Unsterblicher Sugimoto” und ist für seine brutale und unaufhaltsame Art bekannt, seine Gegner zu töten. Wieder zurück in Japan, versucht er nun sein Glück als Goldwäscher um das Versprechen zu halten, das er seinem verstorbenen Freund gegeben hat. Durch einen besoffenen alten Mann erfährt er bald eine verrückte Geschichte über eine geheime Ansammlung von Gold und den Tattoos die entflohene Gefangene auf dem Rücken haben, die dessen Standort verraten. Er schenkt dieser Erzählung keinen Glauben, bis der alte Mann versucht, ihn umzubringen. Als der alte Mann es nicht schafft Sugimoto zu erschießen, flieht er und wird schließlich von einem Bären getötet. Auch Sugimoto wird von dem Bären angegriffen und die junge Ainu Asirpa hilft ihm und tötet den Bären. Doch dieser Bär war nicht der gesuchte und Asirpa und Sugimoto stehen in der Nacht der eigentlichen Bestie gegenüber. Gemeinsam – und vor allem dank Sugimotos verrückter Art – schaffen sie es schließlich den Bären zu erschlagen. Diese Nacht soll für die beiden ungleichen Kameraden der Beginn einer langen Reise werden.

Golden Kamuy ist ein Manga, der mittlerweile einige Preise einheimsen konnte, nachdem er noch vor gar nicht allzu langer Zeit eher als Geheimtipp galt. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Anime folgen sollte und hier ist jetzt die erste Folge. Die wichtigsten Dinge sind schon einmal darin vorhanden: Der “Unsterbliche”, das Ainu-Mädchen und die Schatzkarte zu dem Gold. Das Ganze vor dem historischen Hintergrund Japans zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wir haben eine Mischung, die ihres Gleichen sucht. In der ersten Folge werden nur einmal unser Helden-Duo in Position gebracht, das Gold als Ziel der beiden erklärt und nebenbei zwei schlecht aussehende CGI-Bären getötet. Ja, die Bären stoßen mir leider bitter auf, da sie so gar nicht zum Rest passen wollen. Irgendwie wirken sie steif und haben mich etwas vom eigentlichen Kampf abgelenkt. Mal sehen wie hier weiter mit den Tieren gearbeitet wird, da kommen ja noch einige auf uns zu. Zum Abschluss gibt es schon einmal das Opening von MAN WITH A MISSION zu hören – noch ohne die Bilder – die ja mittlerweile fast jede zweite Season ihre Musik für einen Anime besteuern. Ich als Fan freue mich auch hier über ihren Song und warte nur auf die Veröffentlichung.

Folge 2: Nopperabou

Die Jagd nach dem Gold und damit den entflohenen Häftlingen, geht weiter. Das ungleiche Paar Sugimoto und Asirpa darf aber nicht nur als Fahnder arbeiten, sondern auch als kulinarische Experten herhalten. Asirpa bringt Sugimoto dabei allerhand über die Küche der Ainu bei und wir sehen dabei einige – man könnte sie gewöhnungsbedürftig nennen – kulinarische Spezialitäten. In der Hafenstadt Otaru suchen sie nach Informationen und finden zumindest ein paar Hinweise, sowie einen Verfolger, der sich als einer der Häftlinge herausstellt. Doch es zeigt sich, dass sie nicht die einzigen sind, die hinter dem Gold und den Häftlingen her sind. Der Angriff eines Elitesoldaten, bei dem auch der Häftling stirbt, zeigt, dass selbst die Armee auf der Suche nach dem Gold ist und durch das Treffen mit einem weiteren der Gesuchten – dem selbsternannte König der Ausbrecher Shiraishi – erfahren sie, auch mehr über die anderen Gefängnisinsassen und vor allem ein Name dürfte jedem, der etwas mit japanischer Geschichte am Hut hat, ein Begriff sein. Die Rede ist von Hijikata Toshizo, der sich als dämonischer Vize-Kommandant der Shinsengumi einen Namen gemacht hat. Neue Figuren, neue Gegenspieler und eine Prise Ainu-Wissen runden diese Folge ab und lassen die Frage aufkommen, welche bekannte, historische, Figur in der nächsten Folge wohl die Aufwartung macht.

Bear Grylls lässt grüßen! So zumindest kam es mir vor, als Sugimoto von Asirpa das Eichhörnchen-Hirn bekommen hat. Ich muss ja sagen, mir gefällt die Art und Weise, wie die Serie Informationen über die Ureinwohner Hokkaidos einfließen lässt. Nicht nur über das Essen, sondern auch über die Lebensweise. Dazu gehört natürlich auch die Anekdote über den tätowierten Mund verheirateter Ainu-Frauen. Es wirkt natürlich und stört die Geschichte nicht. Auf der anderen Seite haben wir auch einiges an Action in der Folge und Ogata als Gegner Sugimotos ist mehr als ebenbürtig. Die Folge kommt mir am Ende aber noch mehr wie ein Positionieren der Spielfiguren vor. Wir sind noch in der Phase, in der alle Beteiligten das Feld betreten, die Fronten noch nicht ganz klar sind und erst mit der Zeit wird es größere Aufeinandertreffen geben. Wo das alles hinführt? Noch liegt alles etwas im Dunkeln. Vielleicht bekommen wir aber schon in der nächsten Folge einen weiteren Informationshappen. Naja, und vielleicht einen Happen zu Essen von einer weiteren Ainu-Mahlzeit. Ich sage nur: Hinna Hinna.

Folge 3: Kamuy Mosir

Und weiter geht es mit der kulinarischen Reise durch die Ainu-Küche. Plus einer Schatzsuche. Plus einem Kampf gegen die japanische Kaiserarmee. Wie in der letzten Folge wird uns vor Augen geführt, wie verbunden die Ainu mit der Natur sind. Alles vom Tier wird genutzt und Asirpa erklärt Sugimoto auch einige der Jagdmethoden für Bären. Doch lange können die beiden die ruhige Atmosphäre genießen, denn schon bald ist ihnen die siebte Division der Armee auf der Spur, die ebenfalls auf der Suche nach dem Gold sind. Um die Karte in Sicherheit zu bringen, trennen sich Sugimoto und Asirpa, doch beide werden von den Männern verfolgt. Während es Sugimoto schafft, sein gerade gelerntes Wissen über Bären zu nutzen um seine Verfolger in den Tod zu führen, kommt Asirpa der Wolf Retar zu Hilfe. Allerdings tötet sie ihren Verfolger nicht, was später noch zu Problemen führen dürfte. Um etwas Ruhe zu bekommen, und um ein Bärenjunges abzugeben, reist das Duo in Asirpas Heimatdorf. Dort erfährt Sugimoto mehr über die Ainu-Kultur und bekommt einen größeren Einblick in Asirpas Vergangenheit. An einem anderen Ort nutzt Tsurumi, der Anführer der siebten Division, die Abgelegenheit der Wälder um seinen Vorgesetzten umzubringen, damit er mit seiner Truppe, die einzigen bleiben, die in der Armee von dem Gold wissen. Ein Aufeinandertreffen mit Sugimoto und Asirpa scheint unausweichlich.

Diese Folge ist amüsant, auch weil der “Sugimot-frisst-Scheiße-und-ihm-schmeckts”-Witz überall eingebaut wird. Was zuerst vielleicht übertrieben wirkt, zeigt aber auch, was Unterschiede ausmachen. Sugimoto hätte zuvor nie das Gehirn von Tieren gegessen. Dank Asirpa eröffnen sich aber ganz neue Möglichkeiten. Asirpa auf der anderen Seite steht Sugimotos Essgewohnheiten nicht so offen entgegen, wodurch dieser Running Gag entsteht. Was mir in der Serie bisher am besten gefällt, sind die ganzen Infos über die Ainus. Stück für Stück bekommt man Teile dieser (zumindest im Westen) sehr unbekannten Kultur mit. Auch ihr Glauben wird hier einfach und doch sehr genau erklärt und erinnert sehr an andere Völker, die ebenfalls in enger Verbindung mit der Natur leben. Was mir wieder einmal nicht gefallen hat ist natürlich der Bär, der sieht immer noch schlecht aus. Außerdem kommt es mir vor, als wäre diese Folge nicht ganz “flüssig”. Damit will ich sagen, manche Ortswechsel wirken manchmal etwas gezwungen für mich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sie die Vorlage etwas schneller abarbeiten müssen. Mal sehen wie das in den nächsten Folgen wirkt.

Folge 4: Grim Reaper

Die erste Hälfte der Folge beschäftigt sich vor allem mit Asirpas Vergangenheit und ihrem Leben im Dorf. Dabei wird auch der Glauben der Ainu an ihre Götter zum wichtigen Thema, da für sie das Gold, das alle suchen, ein Fluch ist. Die Ainu die dafür gestorben sind haben sich den Zorn der Götter zugezogen, weil sie den Fluss verschmutzt haben. Eine weitere Einführung in die Ainu-Kultur bekommen wir durch die Erklärung der Schutzgeister und dabei wird auch klar der Unterschied zwischen jungen und alten Ainu gezeigt. Asirpa praktiziert zumindest diesen Teil ihres Glaubens nicht und das hat wohl auch damit zu tun, dass sie von allen Menschen die sie liebte verlassen wurde. Sogar ihr Wolf Retar, eine Art Ersatz-Familienmitglied, hat seiner Natur nachgeben müssen und ist zurück in die Wildnis. Sugimoto ist somit der erste Mensch, dem sie seit langem etwas Zuneigung zeigt. Als Sugimto also um ihretwillen das Dorf verlässt sucht sie ihn sofort, findet aber nur den Ausbrecherkönig Shiraishi. Sugimoto wurde währenddessen wegen seiner Fragen zu den Tattoos gefangen genommen von der Armee und wird gefoltert um das Versteck der Karten bekannt zu geben. Er wäre aber nicht Sugimoto wenn er nicht alles tun würde um aus seiner prekären Lage zu entkommen. Das müssen auch seine Wächter schmerzhaft lernen.

Nun kriegen wir endlich etwas mehr Hintergrundgeschichte zu Asirpa und ihrem Wolf. Dabei wird eines klar: Asirpa hat Verlustängste. Das ist natürlich verständlich und erklärt auch warum sie niemanden mehr verlieren will, auch nicht Sugimoto. Dieser glaubt allerdings, es wäre besser sie nicht in seine Welt zu bringen, weil er weiß, dass Tod und Gewalt sein stetiger Begleiter sind und sein werden. Es ist aber witzig zu sehen, wie stur die beiden sein können und das ist wohl auch ein Grund warum sie als Partner so gut funktionieren. Doch jetzt dürfte es schwerer werden denn ja, da nun der Leutnant mit leichten Aggressionsproblemen Sugimoto in seiner Hand hat. Und sein Verlangen nach dem Gold ist dem schieren Streben nach militärischer Macht geschuldet, fast als wäre er nie aus dem Krieg zurückgekommen. Sugimoto darf allerdings recht anschaulich zeigen wieso er all die Kämpfe bisher überlebt hat, wieso sie ihn den “Unsterblichen” nennen: Er nutzt jede Schwäche seiner Gegner aus. Eine kleine Unachtsamkeit und schon schlägt er ohne Rücksicht auf seinen Körper zu. Mal schauen ob das diesmal reichen wird.

Folge 5: Race

Gemeinsam mit Shiraishi will Asirpa Sugimoto aus den Fängen der 7. Division befreien. Was aber keiner der beiden weiß: Sugimoto sorgt schon fast selbst dafür, als er seine Folterer fast das Zeitliche segnen lässt. Nur das schnelle Eingreifen weiterer Soldaten verhindert Tote und führt zu einer strengeren Bewachung von Sugimoto. Wie sich aber herausstellt, gehörte das alles zu seinem Plan, da er damit rechnete, dass er befreit wird. Gemeinsam mit Shiraishi nutzt er die Rache der Folterbrüder um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Durch das Vortäuschen einer Verletzung wird er aus dem Quartier gebracht und kann seinen Verfolgern entkommen. Dabei kann Shiraishi auch herausfinden, wo der Anführer der 7. Division die restlichen Tattoos versteckt: er trägt sie als Jacke an seinem Körper. Wieder vereint, nutzt die mittlerweile aus drei Leuten bestehende Gruppe die Zeit für ein kleines Festmahl, auch wenn Asirpa immer noch glaubt, dass Miso Osoma, also Kacke, ist. Zwei andere Orte rücken ebenfalls noch in den Fokus, einmal wird die Gruppe um Hijakata gezeigt und warum dieser noch immer seinem Spitznamen als Dämon gerecht wird, auf der anderen Seite trifft sich Matagi mit einem Jäger. Bei diesem handelt sich um Nihei Tetsuzou und schon eine kleine Demonstration seiner Fähigkeiten zeigt, weshalb Asirpa sich Sorgen um Retar machen sollte.

Wieder einmal nutzt die Folge mehrere Erzählstränge, um all die beteiligten Gruppen in Szene zu setzen. Dabei bleibt der Hauptfokus natürlich bei Sugimoto, Asirpa und mittlerweile auch Shiraishi. Am interessantesten finde ich Asirpas Analyse von Sugimotos Unsterblichkeit. Laut ihr kommt sie daher, dass er sich immer die Nähe des Sensenmannes sucht, um dort einen Weg zu finden, der ihm beim Überleben hilft. Wie sehr das stimmt, zeigt sich nicht nur durch sein bisheriges Handeln, sondern auch durch alles, was in dieser Folge geschieht. Sugimotos Wille zu überleben ist stärker als alle bisher glauben wollen und das macht auch seine Flucht möglich. Hijikatas kurzer Auftritt auf der anderen Seite wirkt fast schon wie eine Entschuldigung um zu zeigen, wie stark dieser alte Kerl noch ist. Tödlich wie eh und je. Und Niheis Einführung als erster Charakter, der Sugimotos Todesmut in nichts nachsteht, ist auch sehr effektiv. Gefährliche Gegner sammeln sich aus allen Richtungen und mit keinem will Sugimotos Gruppe etwas zu tun haben. Das wird sich aber nicht vermeiden lassen.

Folge 6: Hunter's Soul

Das Aufeinandertreffen zwischen Sugimoto und Nihei hat sich schon in der letzten Folge schon angekündigt. Alle Zeichen waren klar und man konnte erahnen, dass die beiden Gruppen einem Kampf nicht entkommen werden, allein um Retars Leben zu schützen. Doch das hat sich schnell geändert, da nun klar ist, dass Nihei ebenfalls einer Gefangenen mit einem Tattoo ist. Shiraishi lässt diese Bombe platzen und damit gibt es noch einen Grund mehr, sich mit Nihei anzulegen. Matagi und Nihei begeben sich gemeinsam auf die Lauer um Retar zu fangen, doch vorerst kann Retar seine Jäger an der Nase herumführen. Dadurch wird Nihei aber nur noch motivierter und kann schließlich den Wolf auch beinahe erlegen und wird nur durch Asirpas Einmischung daran gehindert. Schließlich stehen sich Sugimoto und Nihei gegenüber und beide wissen, wie gefährlich der jeweils andere ist. Zwar kann Sugimoto Nihei mehrere Finger abschneiden, doch der Bärentöter lässt sich davon nicht einschüchtern. Es wird Sugimoto wohl nichts anderes übrig bleiben, als zu beweisen, dass er wirklich unsterblich ist.

In dieser Folge sehen wir zwei unterschiedliche Arten von Jägern, die sich doch ähnlich sind. Asirpa zeigt immer wieder, dass die Jagd, der Tod und auch das Essen Teil des Lebens sind. Nihei hingegen scheint der Jagd nachzugehen um seine Grenzen zu testen. Dabei macht er aber keinen Hehl daraus, dass er sich sehr wohl als Teil der Natur sieht. Er drückt es ungeschönt aus und daraus ergibt sich ein ganz besonderes Bild, das ebenfalls durch die Erzählung seiner Festnahme geprägt ist. Die Jagd liegt Nihei im Blut. Nichts und niemand kann ihn daran hindern seiner Beute nachzugehen. Er lässt sich durch nichts erschüttern. Dabei ist es interessant zu sehen, dass Sugimoto auch mit Dämonen zu kämpfen hat, was in dieser Folge auch sehr bildlich gezeigt wird. Der Krieg hat halt doch Spuren bei ihm hinterlassen, auch wenn er sie bisher gut verborgen hat. Ich bezweifle aber, dass seine kurzen Panikattacken Einfluss auf den Kampf gegen Nihei haben werden. Sein Blick ist schon wieder auf das Ziel oder besser gesagt, seinen Gegner gerichtet.

Folge 7: Complication

Das große Kräftemessen der Gruppe um Sugimoto gegen das Duo aus Nihei und Matagi geht weiter. Dabei geraten die Protagonisten zuerst einmal in Gefangenschaft, da Asirpa als Geisel genommen wird, doch Nihei vergisst Shiraishis Spezialität sich aus jeglicher Gefangenschaft herauszuwinden und so gehen die Gruppen verschieden Wege: Matagi mit Asirpa im Schlepptau aus dem Wald, Shiraishi und Sugimoto auf Abstand und Nihei weiter auf die Suche nach Retar. Als schließlich Matagi von einem Giftpfeil aus einer Falle getroffen wird und Asirpa ihn zumindest versucht zu retten, nutzt Nihei die Gelegenheit sie als Köder für Retar einzusetzen. Dabei wird klar, dass Nihei wirklich nur die Jagd im Sinn hat und Retar scheint zumindest willig die Herausforderung anzunehmen. Beide schaffen es, ihre Angriffe durchzubringen und Nihei wiegt sich siegessicher, bis er schließlich von Retars Gefährtin tödlich verletzt wird. Dadurch ist auch diese Auseinandersetzung beendet und gemeinsam mit Shiraishi und Sugimoto sowie dem Verletzten Matagi, kehrt Asirpa zurück in ihr Dorf. Dort erfahren wir nicht nur mehr über das Gold, sondern auch über Tsurumis Ziel, dass dieser durch das Gold erreichen will. Gerade erst die Strapazen hinter sich gebracht, will Shiraishi sich in der Stadt Erholung gönnen, nur um dem nächsten Gegner in die Arme zu laufen. Ob der König der Ausbrecher auch seinen Händen entkommen kann?

Man hätte viel erwarten dürfen, so wie die letzte Folge endete. Am ehesten wohl einen dramatischen Zweikampf zwischen Sugimoto und Nihei, doch wir bekommen fast das genaue Gegenteil. Nihei stirbt nicht in einem Kampf Tier gegen Tier, wie er selbst es immer wieder gesagt hat, sondern wird relativ unspektakulär von Retars Gefährten getötet. Es passt aber irgendwie zu der Art, wie sein Charakter vorgestellt wurde. Äußerst interessant ist auch die Tatsache, dass Tsurumi kein reiner Irrer ist, sondern hinter seinen oft kalten Aktionen sogar etwas wie ein hehres Ziel steht. Sicher ist die Art und Weise fragwürdig, doch es zeigt, dass er sich sehr wohl um seine Leute kümmert. Mit Hijikatas Truppe dürfte wohl bald der nächste große Kampf ins Haus stehen, doch so wie hier manche Leute sterben, kann man wohl davon ausgehen, dass auch dieser Kampf seine ganz individuelle Note bekommen wird. Ich bin sehr gespannt darauf, was die nächste Folge bringt.

Folge 8: Eyes of a Murderer

Shiraishi nutzt auf seiner Flucht vor Ushiyama alle Mittel, auch die Armee und kann vorübergehend entkommen. Allerdings zeigt sich schon bald, dass Shiraishi mehr als nur ein Ass im Ärmel hat und durch geschickte Nutzung der Prostituierten auch weiterhin in der Lage ist, Ushiyama zu verfolgen. Während der Angriff der Armee auf Ushiyama auf der einen Seite der Stadt tobt, nutzt Hijikata das Chaos,, um auf der anderen Seite um sein geliebtes Schwert aus einer Bank zu stehlen und trifft dabei sogar auf Tsurumi, was zumindest zu einem kurzen Schusswaffenwechsel führt, bevor Hijikata entkommt. Shiraishi hat derweil Ushiyama wieder aufgespürt wird von diesem aber überwältigt. Gegenüber Hijikata muss Shiraishi schließlich eine Wahl treffen: Entweder freiwillig mit ihm zusammenarbeiten oder sterben. Als Zeichen des guten Willens soll er deshalb einen der Tattooträger, den Serienmörder Henmi, aufspüren und dessen Teil der Karte besorgen. Durch geschickte Nutzung der Informationen begibt er sich bald mit Sugimoto und Asirpa auf den Weg und treffen in dem Fischerdorf, während einer Waljagd, auf den Gesuchten, aber noch ohne es zu wissen. Asirpa, ihr Onkel und Sugimoto retten Henmi nämlich vor dem Ertrinken und da Shiraishi als einziger sein Gesicht kennt, ahnen diese noch gar nichts. Währenddessen plant der wahnsinnige Serienmörder schon seine nächste Tat: seinen eigenen Tod durch Sugimotos Hand, da er in ihm eine verwandte Seele sieht.

Shiraishi zeigt ja mehr Überlebenswille als sonst wer! Seinen Spitznamen als Ausbrecherkönig hat er sich verdient, doch ganz aus den Fängen Hijikatas konnte er sich dann doch nicht befreien. Zumindest hat er ihm noch keinen Grund gegeben ihn umzubringen, dafür kriegen wir den nächsten Flüchtigen serviert und wieder einmal zeigt sich, dass es sich bei allen um äußerst interessante Persönlichkeiten handelt. Wobei es bei Henmi eher davon kommt, dass sein Grund für seine Morde seltsam verstörend ist. Auch, dass er sich wortwörtlich an Sugimoto aufgeilt, weil dieser denselben “Geruch” wie er hat, lässt bei mir zumindest die Warnglocken läuten. Allerdings ist es witzig zu sehen, dass nicht nur Hunter X Hunter die Erregung eines Charakters durch gleißendes Licht zu verdeutlichen. Ich bin ja mehr als gespannt ob Henmis Plan aufgeht, denn auch wenn er und Sugimoto beide Mörder sind, so sind die Gründe doch ganz andere. Ich will damit nicht sagen, dass Sugimoto irgendwelche Skrupel hätte Leute umzubringen, denn die hat er nicht, doch er will sich nicht am Tod aufgeilen. Sugimoto will nur überleben und Henmi sucht den Tod. Welche der beiden Einstellungen wird am Ende siegreich sein?

Folge 9: Gleaming

Tanigakis Kampf gegen Ogata und Nikaido spitzt sich zu. Er muss all seine Erfahrung nutzen, um sich einen möglichen Vorteil zu erarbeiten und schafft es schließlich auch, indem er sein Wissen über Tiere, ganz besonders Bären, nutzt um Nikaido in einen Bärenangriff zu locken und Ogatas Position zu erfahren, um ihn mit Niheis Gewehr zu erschießen. Und der Plan gelingt! Ogata fällt getroffen und Nikaido liegt mit schweren Verletzung und einem Ohr weniger im Schnee. Sogar ein Mitglied von Tsurumis Einheit, das den beiden anderen auf den Fersen war, zeigt sich erfreut, dass Tanigaki die beiden Verräter ausschalten könnte, nur um eine Sekunde später mit einer Kugel im Kopf den Hügel runterzufallen. Ogata war dank seines Fernglases nämlich unverletzt muss aber trotzdem fliehen da Tsurumi mit seiner Einheit schon angekommen ist. Diesem reicht vorerst Nikaido und mit entsprechender Folter und einer Belohnung kriegt er gleich den Namen eines weiteren Verräters. An anderer Stelle gehen Sugimoto, Asirpa und Shiraishi einen Fluss entlang und Asirpa erzählt von der Geschichte des Bären fressenden Huchen. Lange Rede, kurzer Sinn: Shiraishi wird nur Momente später von diesem Monsterfisch zum Futter auserkoren. Gerettet wird er dann von einem Ainu, Kiroranke. Dieser ist ein Bekannter von Asirpas Vater, gleichzeitig aber auch ehemaliges Mitglied der siebten Kompanie, was Sugimoto vorsichtig werden lässt. Außerdem bestätigt er, was durch Hijikata angedeutet wurde, Nopperabou ist wirklich Asirpas Vater. Am Ende der Folge schließt sich Kiroranke unserem Trio an und gemeinsam begeben sie sich auf nach Abashiri um Asirpas Vater zu treffen und die Wahrheit über das Gold zu erfahren.

Shiraishi zeigt ja mehr Überlebenswille als sonst wer! Seinen Spitznamen als Ausbrecherkönig hat er sich verdient, doch ganz aus den Fängen Hijikatas konnte er sich dann doch nicht befreien. Zumindest hat er ihm noch keinen Grund gegeben ihn umzubringen, dafür kriegen wir den nächsten Flüchtigen serviert und wieder einmal zeigt sich, dass es sich bei allen um äußerst interessante Persönlichkeiten handelt. Wobei es bei Henmi eher davon kommt, dass sein Grund für seine Morde seltsam verstörend ist. Auch, dass er sich wortwörtlich an Sugimoto aufgeilt, weil dieser denselben “Geruch” wie er hat, lässt bei mir zumindest die Warnglocken läuten. Allerdings ist es witzig zu sehen, dass nicht nur Hunter X Hunter die Erregung eines Charakters durch gleißendes Licht zu verdeutlichen. Ich bin ja mehr als gespannt ob Henmis Plan aufgeht, denn auch wenn er und Sugimoto beide Mörder sind, so sind die Gründe doch ganz andere. Ich will damit nicht sagen, dass Sugimoto irgendwelche Skrupel hätte Leute umzubringen, denn die hat er nicht, doch er will sich nicht am Tod aufgeilen. Sugimoto will nur überleben und Henmi sucht den Tod. Welche der beiden Einstellungen wird am Ende siegreich sein?

Folge 10: Fellow Traveler

Tanigakis Kampf gegen Ogata und Nikaido spitzt sich zu. Er muss all seine Erfahrung nutzen um sich einen möglichen Vorteil zu erarbeiten und schafft es schließlich auch, in dem er sein Wissen über Tiere, ganz besonders Bären, nutzt um Nikaido in einen Bärenangriff zu locken und Ogatas Position zu erfahren um ihn mit Niheis Gewehr zu erschießen. Und der Plan gelingt! Ogata fällt getroffen und Nikaido liegt mit schweren Verletzung und einem Ohr weniger im Schnee. Sogar ein Mitglied von Tsurumis Einheit, das den beiden anderen auf den Fersen war, zeigt sich erfreut, dass Tanigaki die beiden Verräter ausschalten könnte, nur um eine Sekunde später mit einer Kugel im Kopf den Hügel runterzufallen. Ogata war dank seines Fernglases nämlich unverletzt muss aber trotzdem fliehen da Tsurumi mit seiner Einheit schon angekommen ist. Diesem reicht vorerst Nikaido und mit entsprechender Folter und einer Belohnung kriegt er gleich den Namen eines weiteren Verräters. An anderer Stelle gehen Sugimoto, Asirpa und Shiraishi einen Fluss entlang und Asirpa erzählt von der Geschichte des Bären fressenden Huchen. Lange Rede, kurzer Sinn: Shiraishi wird nur Momente später von diesem Monsterfisch zum Futter auserkoren. Gerettet wird er dann von einem Ainu, Kiroranke. Dieser ist ein Bekannter von Asirpas Vater, gleichzeitig aber auch ehemaliges Mitglied der 7. Kompanie, was Sugimoto vorsichtig werden lässt. Außerdem bestätigt er, was durch Hijikata angedeutet wurde, Nopperabou ist wirklich Asirpas Vater. Am Ende der Folge schließt sich Kiroranke unserem Trio an und gemeinsam begeben sie sich auf nach Abashiri um Asirpas Vater zu treffen und die Wahrheit über das Gold zu erfahren.

Okay, es bleiben jetzt noch zwei Folgen übrig und nach dem was in dieser Folge vorbereitet wird, frage ich mich, ob es ein eigenes Ende für den Anime wird oder ob man sich die Möglichkeit auf eine zweite Staffel lässt. Immerhin ist die Verbindung zwischen Asirpa und Nopperabou wichtig, bringt sie doch alle Akteure zusammen. Dagegen sprechen würde die auch dieses Mal wieder eingebrachte Weiterentwicklung der Nebencharaktere oder auch die Einführung eines neuen mit Kiroranke. Auch die Frage, wie es mit der 7. Kompanie unter Tsurumi weitergeht bleibt offen. Ogata entkommt und wird sicher noch einmal auftauchen. Nikaidou ist so versessen Rache an Sugimoto zu nehmen, weder der Bärenangriff, noch der Verlust seines zweiten Ohres bringt ihn davon ab, nein, es bestärkt ihn auch noch. Die Serie bleibt interessant und die Entwicklungen in dieser Folge unterstreichen noch einmal, wie gut es die Serie versteht mit all seinen Charakteren umzugehen.

Folge 11: Everybody, Get Together! It's a Murder Hotel!

In dieser Folge könnte man fast glauben, einen Horrorfilm auf dem Bildschirm zu haben. Unsere müden Abenteurer suchen nach den letzten Strapazen ein Hotel und finden eines. Natürlich ist die hübsche Dame des Hauses nicht das, was sie zu sein scheint. So stellt es sich bald heraus, dass es sich bei der Dame nicht wirklich um eine Frau handelt, sondern um einen der Sträflinge, der sich in seinem Wahn nach Jugend und Schönheit seine Rolle der Hotelfrau zu Nutze macht, um an frische Organe und andere menschliche Teile zu kommen, die er verspeisen kann. Auch der zufällig zur gleichen Zeit im Hotel befindliche Ushiyama soll ein Opfer des Arztes werden, doch durch mehrere unerwartete Wendungen geht der ganze Plan im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf, gemeinsam mit dem Hotel.

Seltsame Dinge geschehen in diesem Hotel und das ist auch ein wenig witzig, wenn Ushiyama und Shiraishi von der Dame des Hauses ausgespielt werden. Auch die Interaktion zwischen Ushiyama ist unterhaltsam, weil man schon vor den Akteuren von ihrer Verbindung weiß. Am Ende bleibt aber trotzdem ein etwas bitterer Beigeschmack, nicht etwa weil Ushiyama die Explosion überlebt, sondern weil sich diese Folge nicht wirklich wie eine anfühlt, die ein Staffel- oder Serienfinale vorbereitet. So haben wir zwar eine witzige Episode, die auch einen weiteren der Sträflinge vorstellt, doch sie wirkt irgendwie nicht richtig als vorletzte Folge eingebunden. Vielleicht auch, weil es die erste seit langem ist, die nicht aus einer zuvor gesendeten fortgesetzt wird. Wie wird jetzt wohl das Finale gestaltet?

Folge 12: Trickster Fox

Unsere Gruppe auf der Rennbahn? Ja, es ist wahr, dieses Mal wird der Großteil der Folge an einer Pferderennbahn verbracht. Die Entstehungsgeschichte beginnt dabei, als Sugimoto, Kiroranke, Asirpa und Shiraishi in ein Dorf mit Asirpas gehen, um in dessen Nähe zu jagen und Geld zu verdienen, um damit den Sprengstoff zu ersetzen, der durch Shiraishis Missgeschick in der Folge zuvor das Hotel in die Luft gejagt hat. In dem Dorf treffen sie auch auf die Ainu-Wahrsagerin Inkarmat, deren Fähigkeiten zwar von Asirpa angezweifelt werden, doch die trotzdem den Ruf hat mit ihren Vorhersagen immer recht zu haben. Shiraishi schnappt sich also eine neue Begleiterin und scheffelt mit ihrer Hilfe an der Rennbahn eine Menge Kohle. Später trifft auch der Rest der Gruppe ein und ist überrascht, wie viel Geld Shiraishi gewonnen hat. Inkarmats Wahrsagerei wird dabei von Kiroranke relativiert, der ebenfalls wegen seiner Erfahrung die Pferde einschätzen kann und damit auf Sieger setzt. Durch besondere Umstände darf er sogar einer der Jockeys werden und… naja, er macht nicht ganz das, was die Yakuza wollen und gewinnt mal eben so. Während des Rennens lässt Inkarmat auch durchsickern, dass sie weiß, wer Asirpas Vater ist und verschwindet dann. Nachdem Shiraishi seinen Gewinn wieder verloren hat und Sugimoto durch Vertrauen in Kiroranke genug Geld gewinnt um ihre Vorräte aufzustocken, geht die Reise nach Abashiri weiter. Allerdings werden sie einen Stopp in Yuubari einlegen, denn wie Shiraishi erfahren hat, soll sich dort ein weiteres der Tattoos befinden.

Damit endet die Serie? Eine Folge die ruhig ist, ein paar interessante Verstrickungen bietet und auch zeigt, dass das Band zwischen Asirpa und Sugimoto sehr viel stärker ist, als die meisten Glauben würden, wird also zum Abschluss? Nun nicht ganz, denn wie uns am Ende der Folge bestätigt wird, startet die zweite Staffel im Oktober 2018 und damit ist diese Folge in einem anderen Licht zu sehen. Diese Episode ist damit eher so etwas wie der Abschluss des ersten Teils, da hier noch neue Allianzen geschmiedet wurden, Verbindungen zwischen alten und neuen Charakteren angedeutet werden und das Vertrauen zwischen Asirpa und Sugimoto stärker als irgendwelche weltliche gefestigt wurde. Wäre diese Folge wirklich das Finale, könnte ich meine Enttäuschung schwer im Zaum halten, aber mit dem Wissen auf weitere Folgen regt sie eher zur Vorfreude an. Die Serie ist und bleibt über alle Folgen erfrischend und auch diese Folge bildet keine Ausnahme, wird doch ein Tag auf der Rennbahn zu so viel mehr, als man denkt. Das muss dann aber die zweite Staffel zeigen.