AMAIM: Warrior at the Borderline

Start: 11. Januar – 29. März 2022
Episoden: 12
Genre: Fantasy
Regie: Shunsuke Machitani
Studio: GEEK TOYS

Inhaltsangabe:

Zu Zeiten der Drei Königreiche in China, in der verschiedene Kriegsherren mit ihren Armeen versuchen das Land zu erobern und zu einen, erregen die konstante Gefechte der mächtigen Kampfkunst bewanderten Helden die Aufmerksamkeit des Mouryou Königs. Er ist der monströse Herrscher der bösen Geister, der danach trachtet, den Konflikt am Leben zu erhalten, um so die Welt der Menschen zu zerstören. Um ihm entgegen zu wirken, ruft eine Organisation mit Namen ‘Tengen’ verschiedene Anti-Mouryou-Armeen ins Leben, die überall in China den Kampf gegen seine Schergen aufnehmen. Aber eines Tages wird das sechste Anti-Mouryou-Corp vollständig ausgelöscht und an ihre Stelle muss eine zusammengewürfelte Abenteurer-Gruppe treten, um sie zu ersetzen und das neue sechste Corp zu bilden. 

Folge 1: Der Jägertrupp

In unruhigen Kriegszeiten nähren sich die dämonischen Wangliang von negativen Gefühlen und nehmen Menschen in Besitz. Unter dem Kommando von Ying Ji wird ein neuer Jägertrupp zusammengestellt, um dieser Plage Herr zu werden. Lady Luozhi schickt die vier Jäger ohne Umschweife zu ihrem ersten Auftrag. Ein Bauer, dessen Dorf besonders unter dem Krieg leidet, ist von einem Wangliang besessen und hat nur noch eines im Sinn: Töten. Mehr schlecht als recht arbeitet Ying Jis Team zusammen, um ihn zu besiegen. Doch Xun Qiao will alles alleine machen, Ding Yan steht unfähig daneben und der Dämon erweist sich als hartnäckiger und stärker als gedacht. Selbst in ihrer Dämonengestalt kommt Xun Qiao ins Schwitzen.

Fantasia Sango – Realm of Legends startet ohne Umschweife. Quasi im Vorbeigehen sammelt Ying Ji seine Kameraden ein. Nur kurz werden ihre Fähigkeiten umrissen, von ihrem Hintergrund erfährt man noch nahezu gar nichts. Mir gefällt, dass nicht die üblichen Kampffertigkeiten zum Einsatz kommen. Ying Ji etwa weiß sich mit Pinsel und Tinte zu wehren (und das überaus stylisch), Xiao Ling musiziert, um die Wangliang in ihre Schranken zu weisen. Gerade bei Ding Yan kann ich allerdings so gar nicht glauben, dass er eigentlich ein Veteran ist. Bisher hat er überhaupt nichts beigetragen, sondern verfällt nur in Panik. Auch müssen ihm die anderen gefühlt alles erklären. Er wirkt also mehr wie ein Neuling. Der Teekübel als Maskottchen des Teams ist auf jeden Fall ungewöhnlich. Aber niedlich geht anders. Da sind mir kleine flauschige Tierchen doch lieber.

Folge 2: Die Guizhan schlägt zu

In ihrer Dämonengestalt besiegt Xun Ciao den Wangliang schließlich und nimmt ihn in sich auf. So wirklich viel Vertrauen herrscht im neuen sechsten Jägertrupp bisher noch nicht. Xun Ciao kapselt sich von den anderen ab und dass Ding Yan die junge Guizhan nicht geheuer ist, hilft dabei auch nicht. Nur Ying Ji geht auf Xun Qiao zu, doch diese lehnt all seine Versuche, das Eis zu brechen, ab. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Jägertrupp allerdings nicht, denn es steht schon der nächste Auftrag an. In der nächsten Stadt hat ein Feldherr von einer verdächtig wirkenden Wahrsagerin ein Dämonenschwert erhalten. Vollkommen freiwillig lässt er sich von dem Wangliang in dem Schwert kontrollieren und beginnt, Menschen zu töten. In einem Alleingang will Xun Qiao ihn stellen, doch letztendlich arbeiten alle vier als Team zusammen, um den besessenen Feldherrn zu besiegen.

So ganz weiß Fantasia Sango – Realm of Legends bisher nicht zu überzeugen. Natürlich ist Xun Ciao wegen ihrer unheimlichen Fähigkeiten gefürchtet und will deswegen alle von sich fernhalten, um nicht verletzt zu werden. Auch der klassische Alleingang fehlt dabei nicht. Selbstverständlich versucht Ying Ji als gutmütiger Anführer zu ihr durchzudringen und natürlich schafft er es doch irgendwie sie zu überzeugen. Schon hundertmal so oder so ähnlich gesehen und das macht es kein Stück interessanter für mich, da ich Xun Ciaos Charaktertyp wenig abgewinnen kann. Immerhin funktioniert das Teamwork am Ende wesentlich besser (es gibt nämlich überhaupt welches). Mit der Wahrsagerin kristallisiert sich auch ein erster möglicher Gegner, der kein Monster of the Week darstellt, heraus.

Folge 3: Verkettungstaktik

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Auftrag reist der Jägertrupp weiter. Doch schon bald finden die Jäger ein zerstörtes Dorf. Sehr schnell wird klar, dass ein Wangliang dafür verantwortlich ist. Problemlos kontrolliert er eine ganze Räuberbande. Jetzt heißt es kämpfen. Doch Xun Qiao fühlt sich durch das zerstörte Dorf an ihre eigene Vergangenheit erinnert. Sie ist nicht bei der Sache und schon bald kontrollieren ihre besonderen Kräfte sie statt umgekehrt. Schon kann sie Freund und Feind nicht mehr voneinander unterscheiden. Zum Glück schaffen Ying Ji und Xiao Ling es, sie zu überwältigen. Später erzählt Lady Luozhi Xun Qiaos traurige Geschichte, gibt aber auch Ying Ji einen Zauber an die Hand, mit dem er Xun Qiao wieder zu klarem Verstand bringen kann – wenn auch zu einem schmerzhaften Preis.

Fantasia Sango – Realm of Legends stellt weiterhin Xun Qiao in den Fokus. Die dritte Folge erzählt ihre ach so dramatische Hintergrundgeschichte. Auch Xun Qiaos Dorf wurde überfallen, sie musste mit ansehen, wie ihre Eltern getötet wurden und ist durch den Sturz von der Klippe selbst umgekommen. Diese unbewussten Erinnerungen bringen sie aus dem Gleichgewicht, weswegen sie die Kontrolle verliert. Ying Ji ist ohne zu zögern bereit, ihr zu helfen und den Zauber zu wirken – auch wenn der für ihn heftige Schmerzen bedeutet. Aber so sind selbstlose Helden eben. Ding Yan kann ich immer weniger abnehmen, dass er eigentlich das erfahrenste Mitglied des Jägertrupps ist und schon zum früheren Jägertrupp gehörte. Bisher hat er überhaupt nichts beigetragen, stattdessen sorgt er mit seiner trotteligen und ahnungslosen Art für den Humor. Auch Xiao Ling bleibt bisher sehr blass, aber immerhin muss ich mich über sie bisher auch nicht aufregen.

Folge 4: Schwurbrüder

Der nächste Auftrag führt den Jägertrupp in die südöstliche Hauptstadt von Shenzhou. Die vier sollen die falsche Wahrsagerin finden. Doch es kommt anders (wie sollte es auch sonst sein?). Sie treffen Guan Yu, der seinen Bruder sucht. Dieser hat leider bereits Bekanntschaft mit der falschen Wahrsagerin gemacht, die ihm geschickt einen Wangliang unterjubelt. Es kommt zum Kampf, doch die Wahrsagerin und der besessene Zhang Fei entkommen. Guan Yu ist drauf und dran, seinen Bruder aufzugeben. Er sieht als einzigen Ausweg ihn zu töten. Doch Xiao Ling bringt ihn davon ab. Sie ist überzeugt davon, dass er zu Zhang Fei durchdringen kann. Also stellen der Jägertrupp und Guan Yu den besessenen Zhang Fei. Tatsächlich schafft der älteste Bruder, Liu Bei, es, Zhang Fei zurückzuholen, sodass die anderen sich um den Wangliang kümmern können.

Zwar benennt Sango Fantasia – Realm of Legends sie nicht explizit, aber es ist sehr klar, dass es sich bei den drei Brüdern um Liu Bei, Guan Yu und Zhang Fei handelt, bekannte Feldherrn aus der chinesischen Epoche der Drei Reiche. Über den Auftritt der Brüder habe ich mich tatsächlich gefreut (man kennt sie bereits aus Werken wie Three Kingdoms). Ansonsten präsentiert die vierte Episode nicht viel Neues. Das Monster, pardon, der Wangliang der Woche wird besiegt, ohne dass es mich sonderlich mitreißt. Xun Qiao verhält sich nicht mehr abweisend, sondern klammert regelrecht an Ying Ji und gibt sich viel mehr als süßes kleines Mädchen. Letzteres mag nicht wirklich zu ihrem bisher präsentierten Charakter passen, aber vielleicht soll das unterstreichen, wie sehr sie sich verändert hat. Außerdem wird Xiao Lings Vergangenheit erzählt oder zumindest angedeutet. Sie hat eine sehr persönliche Geschichte, wie sie zum Jägertrupp gekommen ist.

Folge 5: Verräter

Ding Yan wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine früheren Kameraden aus dem Jägertrupp wurden von Xiao Ling getötet, als diese mal wieder die Kontrolle über sich verlor. Das erklärt Ding Yans Abneigung gegenüber dem Mädchen. Doch er staunt nicht schlecht, als plötzlich seine totgeglaubten Kameraden vor ihm stehen. Aber die Wiedersehensfreude hält nicht lange an, denn die drei verlangen von Ding Yan, dass er Xiao Ling tötet. Nach einigem Zögern willigt er ein und versucht Xiao Ling zu vergiften. Im letzten Moment kriegt er kalte Füße und bricht die Sache ab. Doch seine früheren Kameraden drohen nun, auch ihn umzubringen, wenn er Xiao Ling nicht zu ihnen lockt. Also macht Ding Yan genau das. Er lockt Xiao Ling in die Falle. Allerdings erkennt er im letzten Moment, dass Xiao Ling trotz allem eine Kameradin ist. Kurzerhand wendet er sich gegen seine ehemaligen Freunde, die längst von Wangliang kontrolliert werden.

Die fünfte Episode von Sango Fantasia – Realm of Legends rückt Ding Yan in den Vordergrund. Seine Abneigung gegen Xun Qiao ist nicht grundlos entstanden. Nach dem, was Ding Yan erlebt hat, ist es wohl kein Wunder, dass er kein freundliches Wort für die kleine Guizhan übrig hat. Doch töten will er sie dennoch nicht. Beide Male überlegt Ding Yan es sich doch anders. Trotz allem ist Xiao Ling eine Kameradin und wenn er sie töten würde, wäre er genau das, was er ihr vorwirft. So kriegt er im letzten Moment noch die Kurve. Ich denke, das Verhältnis der beiden wird nun sehr viel besser sein. Zwar haben sie sich nicht ausgesprochen, aber Ding Yans Taten machen deutlich, wie er wirklich denkt. Als Ding Yans totgeglaubte Kameraden zurückkehren, ist eigentlich sofort klar, dass sie nichts gutes im Schilde führen. Obwohl Ding Yan mir meistens auf die Nerven geht, tut er mir doch Leid. Die drei setzen ihn wirklich unfair unter Druck.

Folge 6: Das Fluchherz

Der Jägertrupp gerät mal wieder in eine brenzlige Situation. Dieses Mal schafft Ying Ji es nicht, Xiao Ling mittels der Verkettung zu kontrollieren. Die Guizhan wütet wieder ohne Sinn und Verstand. Dabei erledigt sie zwar den Wangliang, doch auch den Wirt, den er in Besitz genommen hat. Eine weitere Überlebende des Kampfes, die Yin-Yang-Meisterin Dong Chang, schafft es, Xiao Lings Leid einstweilen zu lindern. Doch sie erklärt auch, dass das Fluchherz, das sie damals zu neuem Leben erweckte, immer mehr Miasma fordert und Xiao Ling somit eines Tages zu einem Wangliang werden wird. Ying Ji will das nicht akzeptieren und sucht nach einem Weg, Xiao Ling vor diesem Schicksal zu bewahren. Dong Chang erklärt dem Jägertrupp, dass ihr Meister Liang Yuan möglicherweise eine Lösung hat. Also bricht der Jägertrupp in die Berge auf. Doch statt Liang Yuan treffen die vier die falsche Wahrsagerin, die ihnen gleich einen Wangliang auf den Hals hetzt. Im Durcheinander des Kampfes stürzen Ying Ji und Xiao Ling gemeinsam in den Abgrund.

Und wieder geht es nur noch um Xiao Ling. Eigentlich war die Sache dank der Verkettung längst geklärt und sogar Ding Yan hat Xiao Ling als Kameradin akzeptiert. Gerade Ding Yan hat hier eine (vergleichsweise) super Entwicklung durchgemacht. Das wird in der sechsten Folge alles über den Haufen geworden. Fantasia Sango – Realm of Legends könnte so viel interessanter sein, wenn die Serie sich nicht immer wieder auf denselben langweiligen Charakter fokussieren würde. Doch immerhin ist die Kulisse in den Bergen sehr schön anzuschauen. Leider entpuppt sich das Ganze als Falle. Ying Ji bleibt seinem Charakter weiterhin treu. Erst lehnt er den nächsten Auftrag von Tianyuan entschieden ab (Xiao Ling hat gerade Priorität für ihn), dann ist er im späteren Kampf bereit, Xiao Ling eine Fluchtmöglichkeit zu geben und sich dafür selbst zu opfern. Der Jägertrupp wird nun getrennt und das Schicksal von Ying Ji und Xiao Ling scheint ungewiss (nun ja, nicht wirklich, beide sollten mit genügend Plot Armour ausgestattet sein).

Folge 7: Pfad des Todesmuts

Während Ding Yan und Xun Qiao die Hoffnung nicht aufgeben und nach Ying Ji und Xiao Ling suchen, stecken die beiden Verschollenen in einer ganz anderen Problematik. Wegen einer Verletzung kann Ying Ji kaum laufen. Ausgerechnet jetzt findet die falsche Wahrsagerin ihn und Xiao Ling. Sie hat es auf Xiao Ling abgesehen. Zwar kann Ying Ji mehrere Ablenkungen platzieren, doch lange wird die Wahrsagerin von den Trugbildern nicht aufgehalten. Ding Yan und Xun Qiao begreifen, dass ihre Kameraden sich in großer Gefahr befinden. Statt sie auf gut Glück im Wald zu suchen, kontaktieren sie Lady Luozhi. Diese ist zwar ein wenig ungehalten, weil der Jägertrupp ihren Auftrag ignoriert hat, doch die beiden können sie überzeugen, ihnen zu helfen. Im letzten Moment können Ding Yan und Xun Qiao ihre Kameraden retten. Gemeinsam schmieden die vier einen neuen Plan, um die Wahrsagerin loszuwerden.

Zum ersten Mal öffnet Xiao Ling sich. Von dem abweisenden Mädchen ganz am Anfang ist nicht mehr viel geblieben. Die Guizhan wünscht sich, Luozhi hätte sie nie wiederbelebt, da sie letztendlich doch nur immer wieder ihre Kameraden in Gefahr bringt. Bisher hat Fantasia Sango – Realm of Legends ihre Gedanken nicht wirklich gezeigt. Doch viel Unerwartetes präsentiert sich hier nicht. Aber es ist schön, dass sie es mittlerweile schafft, sich Ying Ji zu öffnen. Die Pläne der falschen Wahrsagerin bleiben bisher im Dunkeln. Es ist nur klar, dass sie es auf Xiao Ling abgesehen hat. Das verstärkt den Fokus auf die Guizhan leider nur noch mehr. Interessant dürfte die neue Ergänzung des Jägertrupps sein: Dong Chang schließt sich der Gruppe an und möchte die vier unterstützen, eine Lösung für Xiao Lings Problem zu finden. Irgendwie läuft das alles zu einfach. Ob sie wirklich nur helfen will, wie sie vorgibt?

Folge 8: Der Phönixkult

Nach dem letzten Kampf steht direkt das nächste Problem vor der Tür: Eine tödliche Seuche. Xun Qiao geht diese besonders nahe, denn auch ihr Bruder Xun Tai ist daran erkrankt und kämpft um sein Leben. Eigentlich dient Xun Qiao nur im Jägertrupp, um von Tianyuan die rettende Medizin zu erhalten. Umso hellhöriger wird sie da, als sie hört, dass der sogenannte Phönixkult ebenfalls ein Elixir gegen diese tödliche Krankheit besitzt. Der Jägertrupp geht der Sache auf den Grund und sucht Meisterin Feng Gu auf, um sie um das rettende Elixir zu bitten. Feng Gu ist bereit dazu, sofern der Jägertrupp aufhört, Wangliangs zu jagen, da sie an eine Koexistenz glaubt. Während der Jägertrupp darüber noch nachdenkt, trifft Xun Qiao ihren Bruder wieder. Er erzählt hier, dass er zumindest vorläufig geheilt ist, aber um die Krankheit vollständig zu besiegen, braucht es das Blut einer Guizhan wie Xiao Ling. Xun Qiao muss sich entscheiden und sie wählt ihren Bruder. Noch während sie diese Entscheidung bereut, zeigt Xun Tai sein wahres Gesicht: Er lebt schon lange nicht mehr, sondern folgt als Untoter Feng Gu und ihrem Phönixkult.

Die achte Episode von Fantasia Sango – Realm of Legends weiß deutlich mehr zu überzeugen. Weder gibt es ein Monster der Woche noch dreht sich alles nur um Xiao Ling. Tatsächlich rückt Xun Qiao mehr in den Vordergrund. Für ihren Bruder ist sie bereit, sich erneut über Tianyuan hinwegzusetzen, vor allem als sie hört, dass Tianyuans Medizin nur eine Heilungschance von 60% verspricht. Doch sehr schnell wird klar, dass beim Phönixkult alles ein wenig zu perfekt ist. In einem von Krieg und Seuche zerrüttetem Land bildet der Kult ein kleines Paradies. Doch nichts davon scheint echt zu sein. Die Blumen ziehen keine Insekten wie Schmetterlinge an und Ding Yan stellt sehr schnell fest, dass die Küche eigentlich nie benutzt wird. Spätestens als Xun Tai sein angebliches Lieblingslied nicht mehr erkennt, sollten auch bei Xun Qiao alle Alarmglocken schrillen. Doch das tun sie nicht. Sie lässt sich sogar überreden, Xiao Ling für die Heilung ihres Bruders zu opfern. Schnell bereut sie diese Tat, doch da ist es schon zu spät.

Folge 9: Leidenspartitur

Der Phönixkult zeigt sein wahres Gesicht: Sämtliche Anhänger stellen sich als untote Jiangshi, die den Jägertrupp angreifen, heraus. Xun Qiao hat nur noch ein Ziel: Xiao Ling retten und somit ihren Fehler wiedergutmachen. Zuvor muss sie sich aber um ihren untoten Bruder Xun Tai kümmern. Währenddessen wird Zhang Jis Plan offenbart: Aus Xiao Ling will er den mächtigsten Jiangshi aller Zeiten schaffen. Sie soll seinen Eroberungsfeldzug anführen. Xiao Ling wehrt sich natürlich mit aller Kraft. Später stellt sich heraus, dass Zhang Ji von Feng Gu, die sich als Wangliang in Menschengestalt offenbart, und der falschen Wahrsagerin nur manipuliert wurde. In dem allgemeinen Durcheinander schafft Xun Qiao es, Xiao Ling zu befreien und flüchtet mit ihr. Allerdings wird sie im Kampf schwer verwundet. Schließlich findet der Jägertrupp wieder zusammen und Xun Qiaos Wunden können versorgt werden.

Xun Qiaos Reue wird sehr deutlich. Sie ist sogar bereit sich selbst zu opfern, um Xiao Ling zu retten. Auch kämpft sie wesentlich offensiver als bisher. Sogar mit ihrem Bruder macht sie kurzem Prozess. Aber sie hat sich wahrscheinlich damit abgefunden, dass sie Xun Tai schon längst verloren hat. Es ist sogar recht angenehm, dass Fantasia Sango – Realm of Legends ihren Kampf eben nicht künstlich überdramatisiert oder in die Länge zieht. Der Wangliang-König als kommender Endgegner ist keine große Überraschung. Ein wenig konstruiert wirkt es aber, wenn der Jägertrupp Zhang Ji stellt, genau diese eine Information von ihm erhält und Zhang Ji sich daraufhin einfach auflöst. Hier wäre wirklich mehr gegangen. Wirklich stimmungsvoll ist in dieser neunten Episode der Übergang zum Ending. Mit melancholischen Klängen verarbeitet Xun Qiao das Geschehene, während die Credits durchs Bild rollen.

Folge 10: See der Dämonentränen

Nach den Strapazen der letzten Mission hat sich der Jägertrupp eine Pause verdient. Lady Luozhi organisiert der Truppe leckeres Essen und dann wird munter gegrillt, gelacht und getrunken. Es herrscht ausgelassene Stimmung und auch ein Wetttrinken zwischen Xun Qiao und Ding Yan bleibt nicht aus. Natürlich trinkt Xun Qiao letzteren unter den Tisch. Ying Ji setzt sich mit Xiao Ling zusammen, um ihr die ersten Schriftzeichen zu zeigen. Sie beginnen mit Xiao Lings Namen. Doch aus der spontanen Unterrichtsstunde wird nicht viel, denn Ying Ji bricht unter Schmerzen zusammen. Der Grund ist schnell klar: Durch die Verkettung, mit der er verhindert, dass Xiao Ling die Kontrolle verliert, hat er zu viel Miasma aufgenommen. Es sieht sehr schlecht für Ying Ji aus und ein Heilmittel scheint nicht zu existieren. Da eröffnet Dong Chang Xiao Ling einen letzten Ausweg: Sie muss das in Ying Ji gesammelte Miasma in sich aufnehmen.

Die zehnte Folge beginnt mit einer Verschnaufpause für den Jägertrupp. Hier zeigt sich, wie eng die vier mittlerweile zusammengewachsen sind, etwa wenn Xiao Ling sich an ihren ersten Schriftzeichen versuchen darf (und das zweite Zeichen ihres Namens hat es echt in sich!) oder wenn Xun Qiao und Ding Yan um die Wette trinken. Auch der Wangliang-König wird kurz thematisiert. Natürlich ist er für Tianyuan ein alter Bekannter. Doch die vielen Rückblicke auf Ereignisse in früheren Episoden sind wirklich nicht notwendig. Es wirkt eher, als würde hier auf Zeit gespielt. Gerade weil die Episode so sorglos und locker startet, wirkt Ying Jis Zusammenbruch am Ende umso mehr. Mit ihrem Vorschlag macht Dong Chang sich verdächtiger denn je. Ich denke nicht, dass diese Lösung Xiao Ling gut tun wird und bisher hat es noch jeder auf Xiao Ling abgesehen.

Folge 11: Palast der Dämonen

Xiao Ling folgt Dong Changs Rat und nimmt Ying Jis Miasma in sich auf, um ihn zu retten. Doch das hat verheerende Folgen. Xiao Lings Fluchherz füllt sich mit Miasma, was sie schwächt. Jetzt zeigt Dong Changs ihr wahres Gesicht, denn sie ist die falsche Seherin. Sie will Xiao Lings Fluchherz nutzen, um ihre eigene Familie wiederzubeleben. Kurzerhand nimmt sie Xiao Ling mit. Der restliche Jägertrupp ist entsetzt, dass er Dong Chang nicht durchschaut hat. Tianyuan entscheidet, dass Xiao Ling endgültig beseitigt werden muss. Sie ist eine zu große Gefahr. Der Jägertrupp will nichts davon hören. Wie befohlen nehmen die drei zwar die Verfolgung auf, ihr Ziel ist es aber, Xiao Ling zu retten. Sie holen Dong Chang rasch ein. Doch kaum haben sie sie besiegt, tritt der Wangliang-König auf den Plan. Er nimmt Xiao Ling mit, um mit ihrem Fluchherz die Weltherrschaft zu übernehmen.

Das Rad erfindet Fantasia Sango – Realm of Legends ganz gewiss nicht neu, doch selbst die Umsetzung ist unterirdisch. Quasi im Vorbeigehen wird Dong Chang eine Motivtation für ihre Taten verpasst. Kaum schnappt sich der Wangliang-König Xiao Ling, ist Ying Ji sofort bereit, Dong Chang zu verzeihen und es folgt ein arg konstruierter Dialog. Gerade dieser Part wirkt lieblos dahin geklatscht. Das Entsetzen über Dong Changs Verrat ist einerseits natürlich verständlich, andererseits waren die Hinweise alle da. Eigentlich bleiben ihre Motive bis zum Moment der Wahrheit durchgängig unklar. Aber mit ihrer Unterstützung hat sie sich natürlich auch sehr fix das Vertrauen des Jägertrupps verdient. Dem übermächtigen Wangliang-König hat der Jägertrupp erstmal natürlich wenig entgegenzusetzen. Der Teekübel wird sogar vollkommen zerlegt, beteuert aber, dass es ein Wiedersehen geben wird. Schließlich kann man ihn reparieren. Irgendwie hat diese Bemerkung ihre ganz eigene Komik.

Folge 12: Wangliang-Prinzessin

Es sieht schlecht aus. Der Wangliang-König hat sich Xiao Lings Fluchherz gesichert. Dieses verschafft ihm einen richtigen Körper und ermöglicht es ihm, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Doch als schon alles verloren scheint, bemerkt Jing Yi, dass Xiao Ling noch nicht ganz verschwunden ist. Sie glaubt weiterhin an ihre Freunde und diese Erkenntnis gibt Jing Yi neue Kraft. Er wendet die Verkettung an, um dem Wangliang-König, dessen Gestalt auf Xiao Lings Fluchherz angewiesen ist, Miasma zu entziehen. Zuerst scheint das zu funktionieren, doch der Wangliang-König wird auch damit fertig. Der Jägertrupp scheint besiegt. Aber plötzlich Xiao Ling heilt ihre Kameraden und schenkt ihnen neue Kraft. Auch ohne Fluchherz ist sie zu neuem Leben erwacht. Sie und Jing Yi fassen einen Plan, um endgültig mit dem Wangliang-König fertig zu werden. Das funktioniert, doch nach dem Kampf sind beide spurlos verschwunden.

Allein durch die Kraft der Freundschaft erwacht Xiao Ling auch vollkommen ohne Herz zu neuem Leben und rettet ihre Kameraden. Tut mir leid, aber das ist einfach nur ein Wunder aus der Dose. Immerhin zeigt es aber, wie sehr der Jägertrupp zusammengewachsen ist. Nach all den Startschwierigkeiten mit Xiao Ling ist das doch eine ganz angenehme Entwicklung. Schön ist auch, dass all die Bekanntschaften, die der Jägertrupp im Laufe der Folgen gemacht hat, in dieser finalen Episode von Fantasia Sango – Realm of Legends ebenfalls mitmischen können. Denn überall auf der Welt erscheinen Wangliangs. Tianyuan selbst hingegen bleibt ziemlich passiv. Lady Luozhi sieht einfach zu, wie die Welt um sie herum untergeht. Nun, da die Gefahr mehr oder weniger gebannt ist, kann Ding Yan nun auch endlich seinen Traum wahr machen und sein eigenes Gasthaus eröffnen. Natürlich nicht ohne Hindernisse.