AMAIM: Warrior at the Borderline

Start: 9. Juli 2021 –  
Episoden: ?
Genre: Action, Science-Fiction
Regie: Toshiya Shinohara
Studio: P.A. Works

Inhaltsangabe:

Im Jahr 2061 hat Japan seine Unabhängigkeit verloren. Die Japaner werden nun von den vier großen Handelsfraktionen regiert, unterdrückt und nach Belieben aufgeteilt. Das Land wurde zu einem Schlachtfeld zwischen den verschiedenen Wirtschaftsmächten, die ihre Kämpfe mittels einer neuartigen Waffe, den AMAIM, einer humanoiden mobilen Superwaffe, austragen. Eines Tages trifft Amou Shiiba, der Maschinen über alles liebt, auf Gai, eine autonom agierende K.I. Dieses Zusammentreffen führt dazu, dass Amou selbst in den Kampf um Japan mitgerissen wird und mit seinem eigenen AMAIM mit Namen Kenbu, den er selbst gebaut hat, kämpft. 

Folge 1: Start

Erst strauchelt Japan aufgrund von Wirtschaftsproblemen, bekommt Hilfe von anderen Staaten und muss dann erleben, wie genau diese Freunde zu Feinden werden. Im sogenannten Grenzkrieg setzen die anderen Länder humanoide autonome Sonderwaffen ein: Kurz AMAIM. Durch diese verliert Japan seine Souveränität und wurde in vier Teile aufgeteilt. Wir schreiben nun das Jahr 2061 und der Junge Amo Shiiba lebt ein Leben der Unterdrückung. Seine Eltern sind verstorben, und wenn er nicht für sein Fernstudium lernt, dann verbringt er seine Freizeit damit, in den Bergen nach Teilen von AMAIMs zu suchen. Genau bei so einer Aktion findet er eine K.I-Einheit, die er zu einem geheimen Hangar bringt, wo er heimlich einen Mecha zusammenbaut. Die K.I. namens Gai bedankt sich bei dem Jungen, indem sie ihm bei seinem Bauprojekt hilft. Dank dessen ist der Mecha endlich startklar und das gerade richtig, denn seine Basis wird angegriffen, da das Versteck auffliegt.

Studio Sunrise bringt einen Mecha-Titel auf dem Markt, in dem kein „Gundam“ im Titel steckt. Das macht neugierig, wobei schon die Zusammenfassung ein wenig nach Code Geass klingt. Doch die sehr ernste, noch düstere Atmosphäre dieses Vergleich-Titels erreicht AMAIM: Warrior at the Borderline in der ersten Folge nicht. Viel eher schwebt im Raum, dass hier ein doch noch jüngeres Publikum zum alten Genre gezogen werden soll. Immerhin gibt es einen großen Bonus, denn der gute Amo Shiiba ist kein kompletter Neuling, der einfach so in einer Kampfmaschine landet. Er selbst hat den Mecha zu großen Teilen zusammengebaut. Mechaniker und Pilot also in einem. Wobei er bei seinem ersten Kampf viel Hilfe von der K.I Gai bekommt. Die zeigt sich neben ihrer Batterie-ähnlichen Form auch in einer knuffigen Chibi-Löwen-Variante. Damit dürfte dann klar sein, dass der Titel doch etwas leichtere Kost wird. Was sich natürlich noch ändern kann, wenn die Unterdrücker ernst machen. Der erste Kampf ist so lala, da ist einfach noch sehr viel Platz nach oben. Vor allem bei den Waffen, aber auch, was die Figur Shiiba angeht. Der Junge ist noch arg stereotyp. Dafür lässt der Soundtrack aufhorchen und macht Lust auf mehr.

Folge 2: Reise

Amo samt Maschine ergreifen die Flucht, wobei es ein Herumkriechen durch die Wälder wird, damit ihn keiner entdeckt. Schließlich wird in allen Nachrichten davon berichtet, dass er ein gefährlicher Terrorist sei. Während Gai in einen Schlafmodus verfällt, um die angesammelten Daten zu verarbeiten, sucht Amo im Wald nach etwas zu essen und stößt dabei auf ein Feld voller Tomaten. Bevor er jedoch in ein solch leckeres Prachtexemplar beißen kann, wird er auf frischer Tat ertappt. Allerdings entschuldigt er sich schnell, hilft dann bei der Feldarbeit und am Ende darf er sogar zu einem alten Ehepaar mit nach Hause. Da die beiden aber in Gefahr sind, solange er dort bleibt, geht er, nimmt sich aber den Schlüssel vom Boot des alten Mannes. Weit kommt er jedoch nicht, denn in einer Bucht wartet bereits eine Einheit der Asiatischen Armee. Anfangs kann er sich gut schlagen, doch dann wird er in die Mangel genommen. Im letzten Moment rettet Amo und Gai die Kugel aus einem Scharfschützengewehr eines auf dem Berg positionierten AMAIM. 

Da stellt sich zu Beginn der zweiten Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline die große Frage, was Amo nun gegen die feindliche Soldaten tun wird. Tja, dank Gai haut er schlicht und einfach ab. Wobei es schon amüsant ist, wie dieses kleine knuffige Wesen ihn dann anmeckert, weil er sich zu ungeschickt anstellt. Gut, in dem großen Teil durch den Wald zu robben ist keine leichte Aufgabe. Wobei Amo ansonsten eine gute Figur macht. Er entschuldigt sich für sein Verhalten so schnell, dass der alte Mann weich wird, und dann hilft er auch noch ohne zu meckern auf dem Feld mit. Dabei war er ja am Verhungern! Das er aber nicht länger bleibt, war im Grunde klar, denn so wie nach ihm gesucht wird, macht er dem Paar nur Probleme. Ein bisschen Action braucht es dann noch in der bis dahin ruhigen Folge, daher wird Amo natürlich auf Gegner stoßen und siehe da: Da wartet eine Einheit schon auf ihn. Neugierig macht dann der Junge, der im Scharfschützen-AMAIM hockt. 

Folge 3: Grund zu kämpfen

Unerwartet bekommt Amo Hilfe und kann so vor dem Feind fliehen. Wie sich herausstellt, sitzt in dem ihm helfenden AMAIM ein Junge in seinem Alter, der Gashin Tezuka heißt. Dieser nimmt ihn mit zu einem geheimen Lager, welches dem Widerstand gehört. In einem Gespräch mit der Führungsspitze stellt sich heraus, dass die Maschine von Amo eigentlich ihnen gehört und diese sie nur verloren, als ein Teil ihrer Gruppe ausgelöscht wurde. Doch niemand verlangt Amos mechanischen Partner, sondern er wird gebeten, sich dem Widerstand anzuschließen. Zuerst fürchtet sich der Junge zu sehr, doch nachdem er von dem Schicksalen einiger Leute erfährt, von Gashin trainiert wird und sein Maschine Kenbu auf Vordermann gebracht wurde, beschließt er, sich der Gruppe anzuschließen. In einem Testkampf, bei dem die beiden Jungen die AMAIM tauschen, kommt es zu einem Unentschieden. Als beide ihre Maschinen verlassen, sehen sie eine Rauchsäule aus dem Lager kommen. Ein Feind greift an.

 

Ach Menno! Die dritte Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline endet aber richtig fies. Doch erst einmal zum Anfang: Amos Flucht, samt Vorstellung des neuen Jungen, erfolgt im Eiltempo, genau wie dann einige Erklärungen serviert werden. Dafür hätte ruhig mehr Zeit drin sein sollen! Immerhin: Amos innerer Konflikt wird von der Handlung dann gut transportiert. Zwar beschließt er am Ende, dem Wiederstand beizutreten – was im Grunde klar war –, doch ob er die Tragweite dieser Entscheidung wirklich realisiert hat, wird sich wohl schon im nächsten Kampf zeigen. Die feindliche Maschine sieht eher nicht unbemannt aus. Ansonsten lernen wir Gashin kennen, den grummeligen Eigenbrötler, der seine Wut eher nicht unter Kontrolle hat. Zugute halten lässt sich dem schwarzhaarigen Jungen, dass er Amo unter seine Fittiche nimmt und ihn trainiert. Das Mecha-Wechsel-Dich-Spiel gestaltet sich unerwartet interessant, denn Amo muss so einmal gegen Gai kämpfen und bekommt Unterstützung von einer Füchsin. Das Unentschieden überrascht, denn viel eher sieht Gashin nach einem erfahreneren Piloten aus, da er einen Mecha schon länger steuert.

Folge 4: Getrennte Wege

Gashin trifft der Schlag, denn die Maschine die das Camp angreift, ist Ghost. Eine unbemannte Maschine, die sich selbst weiterentwickelt und die seinen Vater tötete und dann verschwand. Während der Junge also vor Wut drauf losstürmt, tötet die Maschine vor Amos Augen eine junge Frau, mit der er sich anfreundete. Doch es bleibt keine Zeit zu trauern. Für die beiden beginnt ein harter Kampf gegen Ghost, um dem Wiederstand dem Rückzug zu ermöglichen. Nach einer Weile schaffen sie es, ihre Gefühle und vor allem ihre Maschinen in Einklang zu bringen und dank neuer Waffen den Feind zu besiegen. Allerdings legt der schwarze Mecha sie herein und flieht. Nachdem Kampf wird für Amo erst klar, was es heißt, einen Menschen zu verlieren. Zeit bleibt ihm dafür aber nicht sehr lange, denn er und Gashin müssen die Überreste vom Camp säubern, da die asiatische Armee bald eintreffen wird. Auf dem Weg zum Weiderstand beschließt Amo, dass er nicht mehr weiterkämpfen kann. Anstatt aufbauende Worte zu vergeben, lässt Gashin den Jungen ziehen.

Die vierte Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline überrascht nicht gerade mit originellen Ideen. Viel eher kommt das altbekannte Element – der Tod einer liebgewonnen Person – um den Hauptcharakter wachzurütteln und an seiner Entscheidung zweifeln zu lassen. Was viel eher sauer aufstößt, ist Ghost. Echt jetzt, eine Maschine die ohne Piloten durch die Gegend zieht? Da muss dann aber später noch eine logische Erklärung kommen, denn so wirkt das ganze ziemlich gestellt. Als Gegenspieler könnte das Teil noch interessant werden, wenn es sich vielleicht mit jemandem zusammen tun, doch so habe ich eher Hoffnung bei Mister Rotschopf. Der Typ scheint Ahnung zu haben, wie er das Schlachtfeld analysiert, zumal er sich später auch noch die richtigen Fragen stellt. Mich würde jetzt auch interessieren, wer beim Bau von Amos AMAIM geholfen hat. Da muss schließlich ordentlich Geld geflossen sein und da könnte noch ein schönes politisches Geflecht entstehen. Amos Entscheidung wird sich bestimmt in der nächsten Folge schon wieder ändern. Schließlich hat er die Macht gehabt, Leuten helfen zu können und ohne seine Maschine darf er wieder nur zusehen.

Folge 5: Festlegung

Dank Gai findet Amo den Ort, in dem Rise mit ihrer Familie lebte. Dank der netten Hilfe einiger Leute erfährt er auch mehr über die nette Frau, muss aber auch die traurige Nachricht ihres Todes weitergeben. Er erfährt auch, dass ein neuer Stellvertreter den Ort schikaniert und Menschen plötzlich verschwinden. Als wieder jemand verschwindet, gehen die Leute vor dem Stutzpunkt protestieren. Diese Aktion bringt jedoch nichts, im Gegenteil, sie werden zum Tode verurteilt. Amo kann dies nicht einfach so hinnehmen. Er holt sich Kenbu zund schlägt zurück. Gai kann in der Zeit nicht nur die Konten des Stellvertreters freilegen, somit belegen, dass dieser illegalen Menschenhandel betreibt, nein, er kann auch die Nachrichten hacken und diese Information im ganzen Land verbreiten. Da Amos Entschluss feststeht, weiterzukämpfen, schließt er zu Gashin auf.

Vieles in der fünften Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline überrascht nicht. Amo erfährt von weiteren Gräueltaten des Feindes und sein Entschluss, nicht einfach zu zuzusehen, sondern zu kämpfen, folgt. Trotzdem fühlt sich die Folge nicht langweilig an, denn es gibt ein paar interessante Einschübe. So wird die dritte Pilotin kurz schon angeschnitten, unser rothaariger Kommender bekommt einen neuen Mecha und macht sich auf die Jagd nach Ghost, der wiederum baut sich gerade wieder neu zusammen, wobei ich da sehr hoffe, dass es dazu noch eine logische Erklärung gibt. Er hackt sich seine Ersatzteile ja nicht aus dem Stein! Genauso sollten Gais Hackerangriff Spuren hinterlassen, wenn der im Militärserver herumwandert. Allgemein wirkt die kleine K.I sehr überpowert, denn mit den Fähigkeiten, könnte er so vieles alleine lösen. Na ja, seine Detektiv-Conan-Anspielung ist auf jeden Fall gelungen!

 

Folge 6: Reise

Ein Mädchen erzählt von dem traurigen Schicksal der Töpferwerkstatt seines Großvaters und dass es schwört, diesen wieder aufzubauen. Amo und Gashin lernen es kennen, doch vorher müssen die beiden sich von ihren Mechas trennen, um Ersatzteile im nächsten Ort zu besorgen. Außerdem brauchen sie drei Dinge dringend: Lebensmittel, eine Waschmaschine und ein Bad. Nachdem das erledigt ist, geht jedoch in dem Ort die Post ab. Durch Amos Aktion gegen den Menschenhändler steht die Asiatische Armee weltweit in der Kritik. Die Ozeanische Fraktion nutzt das aus und greift einen Hafenort an. Es kommt zu Straßenkämpfen, bei denen die beiden Jungs nur zuschauen können, da sie sich sonst verraten würden. Zum Glück taucht eine unbekannte Maschine auf und besiegt die Maschinen beider Lager. Wie sich herausstellt, lenkt eine K.I. diesen, doch die Pilotin ist ein junges Mädchen, das vor den beiden Jungen beim Treffpunkt erst einmal losweint.

Damit hätten wir nach sechs Folgen AMAIM: Warrior at the Borderline die drei Hauptcharaktere beisammen. Wobei der Auftritt der dritten Maschine schon echt cool ist. Diese kann nicht nur sehr weit springen, sondern kämpft auch mit einer Naginata, einer japanischen Stangenwaffe, und die K.I Angelo (im Opening schon zusehen als lila Hirsch) hat eine recht ausladende Persönlichkeit. Wie sie Gashin und Amo süffisant herunterbuttert, ist wirklich sehr amüsant. Doch mehr dürften die Tränen der jungen Hime überraschen. Doch warum sie weint, wird erst einmal nicht geklärt, weil die Folge schon wieder vorbei ist. Tja, ansonsten haben wir zwei stinkende Jungs, die endlich ein Bad nehmen können und sich langsam weiter anfreunden. Was die Parteien angeht, so wird das Aufeinandertreffen noch ein Nachspiel haben. Schließlich gingen sich da zwei der drei Besatzer an die Gurgel und die Welt schaut langsam genauer hin, was da in Japan passiert.

Folge 7: Die Jagd

Nach einem knappen Kennenlernen reisen Amo, Gashin und Shion, so der richtig Name Himes, weiter zum Widerstand. Dabei erfahren sie, dass alle drei KIs. Geschwister sind. Doch warum Gai dann in den Bergen herumlag, bleibt weiterhin ein Rätsel, dem jedoch Amo nachgehen möchte. Währenddessen wird Brad Watt, neugieriger Rotschopf, damit beauftragt, Ghost zu fangen oder zu zerstören, denn so eine hochentwickelte Waffe darf dem Feind nicht in die Hände fallen. Jedenfalls sieht es so sein Vater, der ein höheres Tier bei der nordamerikanischen Allianz darstellt. Für Brad eine gefundene Aufgabe, da er schon immer lieber im Cockpit saß. Doch der Versuch Ghost Herr zu werden scheitert. Nicht nur kann die Maschine flüchten, nein, Brad verliert auch einen Mann. Amo und Co. schaffen es im Gegenzug zum Widerstand und lernen dort einen Mann kennen, der mit der Erschaffung ihrer AMAIM zu tun hatte.

 

Die siebte Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline liefert ein paar nette Informationen, um die Welt etwas auszubauen. Zum einen bekommt unser listiger Rotschopf endlich eine Hintergrundgeschichte und zum anderen gibt es Informationen zu Gai und seinen KI-Kumpels. Erster macht in dem Sinne neugierig, weil seine Stellung gegenüber Japan vielleicht noch zum Problem wird, wenn die Amerikaner auf die Idee kommen, sich am Kampf gegen den Widerstand zu beteiligen. Wenn Ghost doch gefangen wird, kippt einfach das Machtverhältnis zwischen den Fraktionen. Was die anderen drei KIs angeht, so ist eigentlich schon klar, dass auch Ghost ein Bruder von ihnen ist. Deswegen spürt Gai die Kampfaktionen der schwarzen Maschine. Was Shion hingegen angeht, erfahren wir noch nicht viel mehr über sie. So bleibt sie bis jetzt eine recht blasse Figur, was sich hoffentlich schnell ändert. Übrigens ist es sehr knuffig, wie sich Gai und Nayuta alias Angelo in die Wolle bekommen. Gerne mehr davon.

Folge 8: Pfad der Wiederherstellung

Der Widerstand bekommt einen neuen Auftrag. Es geht nur diesmal nicht darum, den Feind im Kampf zu besiegen, sondern ein paar heimatlosen Japanern dabei zu helfen, in einem verlassenen Geisterdorf Fuß zu fassen. Die Leute sind verzweifelt, da ihre Heimat im Krieg zerstört wurde. Doch Amo und Co. nehmen sich der Aufgabe an. So werden die Häuser saniert, ein Brunnen gegraben und mit Hilfe eines selbstgebauten Wasserkraftwerks Strom produziert. Dabei können die drei jungen AMAIM-Steuernden ihre Fähigkeiten außerhalb des Cockpits zeigen. Vor allem Shion repariert eine alte Töpferei und zeigt den Kindern, wie sie damit ihr eigenes Geschirr herstellen können. Für Amo ist die ganze Aktion deswegen toll, weil er endlich wieder herumbasteln kann und selbst Gashin kommt etwas zur Ruhe.

Die erste Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline ohne einen Kampf. So etwas muss auch mal sein, trotzdem fühlt sich die achte Episode verschenkt an. Anstatt dass sich die drei Hauptfiguren bei all den Aufräumarbeiten näherkommen, und sei es nur mehr Gespräche zu führen und so zu einem richtigen Team zu werden, arbeiten alle irgendwie vor sich hin. Zwar hilft Amo Shion bei der Töpferei, aber sie reden nicht wirklich viel miteinander. Wir sehen auch sonst keine wirklich neuen Seiten an den bekannten Figuren. Insgesamt eine chillige Aufgabe mit wenig großen Problemen, dank Gais lustigen Aktionen gibt es auch etwas zu lachen, jedoch dümpelt diese Folge sehr vor sich hin. Die einzige Frage, die das Ganze aufwirft, warum German Gobert von der europäischen Firma so bereitwilligt mitmacht, denn er sagt ja selbst, diese Aktion werfe keinen Gewinn ab.

Folge 9: Autonomes Gebiet

Bei Besorgungen in einer Stadt treffen Amo, Gashin und Shion auf einen Mann in Anzug, der sich als Gashins nicht leiblichen Bruder Yu herausstellt. Der nun erwachsene Mann wurde von Gashins Vater aufgenommen, nachdem er seine Eltern verlor. Vor Jahren verließ er den Widerstand und ist nun Bürgermeister einer autonomen Stadt, in der nur Japaner leben. Doch der Schein trügt. Nachdem Gashin Hinweise erhielt, spioniert er etwas herum und erfährt, dass Yu Informationen an die asiatische Armee weitergibt, um seine Leute zu schützen. Sein Verdacht erhärtet sich, als sein Bruder im Hauptquartier des Widerstandes Standortdaten stiehlt. Als Yu mit diesen abhauen will, stellt ihn Gashin mit gezogener Waffe zur Rede. Yu gesteht alles. Ebenso auch Gashin, dass die Daten, die Yu nun besitzt, komplett falsch und damit nutzlos sind. Der Verrat setzt dem AMAIM-Piloten zu, doch er kann den Abzug am Ende nicht betätigen, womit Yu abhauen kann.

Auch Folge 9 von AMAIM: Warrior at the Borderline überrascht nicht gerade mit einem unvorhersehbaren Plot. Schon als klar wird, dass die asiatische Armee eine solche Stadt zulässt, stellt sich doch jeder Zuschauende die Frage, zu welchem Preis Yu das erreicht hat. Vor allem aber fehlt es dem Mann auch an Weitblick, sich so in die Hände einer fremden Armee zu begehen, nur um einer Handvoll Leute ein tolles Leben zu ermöglichen, wo viele andere leiden. Trotz der vorhersehbaren Handlung, erleben wir Gashin von einer ganz anderen Seite. Daher nimmt sein innerer Konflikt einen auch sehr mit, wenn er am Ende überlegt, den Abzug zu drücken. Denn nichtsdestotrotz lebte dieser Mann Jahre mit ihm unter einem Dach und war für ihn da. Da Yu am Ende geht, bleibt offen, ob sich die beiden noch einmal wiedersehen und wenn ja, ob Yu so grausam sein wird wie angekündigt.

Folge 10: Expedition

In dem von der eurasischen Armee besetzten Gebiet wird eine Rebellengruppe in die Mangel genommen. Daher nehmen Amo und Co. den Auftrag, an ihr zur Hilfe zu eilen und Geleitschutz zu geben, bis sie hinter den Bergen zu einer anderen Gruppe aufschließen kann. Dafür stellen sie sich dem berühmten Major Zelenoy, einem Abkömmling des ehemaligen russischen Adels und einem brillanten Strategen. Jedoch macht dieser bei einem Gefecht die Bekanntschaft mit den drei Piloten und ihren schlauen KIs. Diese legen ihn nämlich im dichten Nebel herein, zerstören seine Maschinen und nehmen ihn in seiner Maschine hart dran. Am Ende flüchten Amo, Gashin und Shion, denn in erster Linie sollten sie nur den Rebellen zur Flucht helfen. Für Zelenoy ein herber Schlag gegen sein Ego. Er schwört deshalb Rache. Für Gashin ist die Aktion jedoch ein Zeichen dafür, dass er den richtigen Weg wählte. Er blickt wieder positiv nach vorne.

Neues Gebiet, neuer Feind. Jedenfalls erwartet uns das in der zehnten Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline. Zelenoy ist ein verwöhnter Typ, der jedoch vor extremen Sachen nicht zurückschreckt, wenn wir den Worten seiner Beraterin trauen dürfen. Aus dem Grund haben wir neben Rotschopf einen weiteren Gegenspieler, der keine Eintagsfliege sein wird. Das erste richtige Gefecht gegen ihn gewinnen die Kinder dank ihrer KIs, aber auch weil sie als Team gut zusammenarbeiten. Dafür dass sie gerade das nie geübt haben, ist es vielleicht etwas übertrieben. Ihre Taktik ist aber auch recht einfach. Was Zelenoy ihnen auf jeden Fall beibringt, ist, dass sie ihre Fähigkeiten im Nahkampf verbessern müssen. Trotz der alten Maschine des Majors schlägt sich dieser viel besser. Da kommt Spannung auf, denn da schwört jemand Rache und unsere Helden merken den Unterschied in den Fähigkeiten. Zum Abschluss freut es, dass Gashin gefestigt in seinem Entschluss ist.

Folge 11: Einkreisung

German Gobert nimmt Kontakt mit Brad Watts auf, um ihm Informationen über Ghost zuzuspielen. Jedoch nicht ohne irgendwann einen Gegenwert einzufordern. Nachdem die Daten mit den eigenen abgeglichen und verifiziert wurden, geht Brad einem Plan nach, der ihn durch pures Glück auf die Amos Spur bringt. Dieser ist gerade in einer Stadt auf Besorgungstour, denn der Wiederstand ist dabei, sich im neuen Hauptquartier einzuleben und vor allem die Maschinen zu warten. Am Abend geht es für die Kinder in einen nahegelegenen Onsen. Für Amo und Gashin noch einmal Zeit sich näher kennenzulernen, aber auch um plötzlich dem Feind gegenüber zu sitzen. Und das nackt! Doch Brad möchte keinen Kampf, sondern lediglich ein paar Informationen über Ghost streuen. Natürlich beißt Gashin an, doch wie wird der Wiederstand reagieren? Währenddessen darf Major Zelenoy die Einheit wechseln, wodurch er neue Möglichkeiten bekommt.

Die elfte Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline legt einige Weichen, die Spannung versprechen. Während Major Zelenoy einer Sondereinheit zugeteilt wird, dank der er seiner Rache nachgehen kann, bekommt Rotschopf Bratt ein paar nette Informationen. Natürlich bleibt da offen, was German Gobert sich davon erhofft. Es sollte aber klar sein, dass er Ghost als Maschine weiter Probleme bereiten möchte, damit diese sich weiterentwickelt. Alles andere ergibt nicht wirklich Sinn. Dass Bratt in einer großen Stadt ausgerechnet Amo über den Weg läuft, ist natürlich so ein Kopfschüttelmoment, aber was solls. So kommen einfach noch mehr Steine ins Rollen, bzw. hier dürfen die Hüllen fallen. Keine Anime-Serie ohne Onsen-Folgen! Wobei das Wort Fanservice hier nun wirklich nicht passt, es gibt nichts zu sehen. Bratts kurzes Intermezzo im Bad, hat immerhin hohe Wellen erzeugt, denn nun weiß auch der Wiederstand mehr über die feindliche KI. Wie sich Gai, Kei und Nayuta vor Bratt verstecken, ist übrigens süß.

Folge 12: Kampf auf den Oki-Inseln (1)

Der Widerstand hat die Informationen über Ghost geprüft. So befindet sich die Maschine gerade auf den Oki-Inseln, griff dort die asiatische Armee an und befindet sich nun im Ruhemodus. Da noch Zivilisten auf der Insel sind, bereitet der Widerstand eine großangelegte Rettungsmission vor. Dafür trainieren die drei AMAIM-Piloten das Zusammenspiel während der Rest Boote organisiert und Kontakt zu den Inselbewohnern aufnimmt. In einer Nachtaktion werden die Leute aus dem Krisengebiet evakuiert und Amo und Co. halten derweil Ghost in Schacht. Dafür locken sie ihn immer wieder an verschiedene Stationen und versuchen ihn festzunageln. Ghost hat sich jedoch schon wieder weiterentwickelt, sowie an Stärke zugelegt. Am Ende sprintet Amo in ein präpariertes Munitionslager, das Gashin mit einem gezielten Schuss in Brand steckt. Doch die Freude währt nicht lange, denn der Feind steht immer noch. 

Sehr realistisch erzählt die zwölfte Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline wie der Widerstand mit den  Informationen umgeht und daraufhin den Rettungsplan ausarbeitet. Kein Heilloses über Kopf, was hier sehr passend ist, da aktuell noch Zeit ist. Es handelt sich ja auch um keinen kleinen Gegner, sondern eine Maschine, die sehr gefährlich ist. Das sieht auch Shion schnell ein. Daher schließt sie sich den beiden Jungs im Kampf gegen Ghost an. Ein toller Schachzug von ihr und das Zusammenspiel der Drei trägt auch erste Früchte. Ihre Pläne gehen soweit auf, dass sie Ghost in ihre Falle locken können. Doch im Grunde überrascht es nicht, dass die schwarze Maschine aus den Flammen heraustritt. Da Brad ja noch mitmischen mag, wird dieser wohl noch auf den passenden Moment warten, zuzuschlagen, um sich so Ghost unter den Nagel zu krallen. Die Spannungskurve steigt, denn wer geht hier als Gewinner heraus? 

Folge 13: Kampf auf den Oki-Inseln (2)

Der Kampf gegen Ghost geht in die nächste Runde. Dabei kommt ihnen der Widerstand zur Hilfe, denn dank der geretteten Soldaten der asiatischen Armee gibt es Zugriff auf die Überwachungskameras auf der Insel. Damit finden die Kinder die Schwachstelle ihres Gegners heraus, denn so langsam stellt sich die Frage, wieso die feindliche Maschine nicht überhitzt, sondern immer gleichstark bleibt. Mit einem neuen Plan greifen Amo und Co. an. Dafür setzt Gai den Limiter von Kenbu frei, wodurch diese für einen kurzen Moment Ghost ebenbürtig ist. Gemeinsam schaffen sie es. Doch Ghosts letzte Aktion besteht darin, Richtung Meer zu laufen, um dort der Überhitzung zu entgehen. Das verhindert Amo, indem Kenbu den Feind packt. Eine gewaltige Explosion bedeutet das Ende der beiden. Jedoch fischt Brad Watt den Kern von Ghost am nächsten Tag aus dem Meer. Nur Amo bleibt unauffindbar … 

Mit dem packenden Kampf in der 13. Folge von AMAIM: Warrior at the Borderline endet der erste Teil der Handlung. Dafür spendiert uns das Studio ein paar toll animierte Szenen, bei denen vor allem Amo im Mittelpunkt steht. Schließlich ist er es, der sich durch den Wegfall des Limiter auf Augenhöhe mit Ghost befindet und ordentlich austeilt. Zwar hätten gerade seine Schwerteinsätze noch beeindruckender aussehen können, aber die Folge bewegt sich schon weit höher als der Rest der Episoden, was dieses Thema angeht. Die volle emotionale Wucht kann dieses Finale jedoch nicht entfaltet. Wer bitte glaubt schon daran, dass Amo die Explosion nicht überlebt? Im Grunde keiner, denn wenn selbst Ghosts Kern von Mister Rotschopf geborgen werden kann, dann dürfte Gai auch Amo beschützt haben. Bleibt nur die Frage, wann, wie und wo er wieder zu seinen Freunden stoßen wird. Immerhin: Mit Gashin und Shion am Ende erklärt sich das Ending.