Anime Spring Season 2018 / Woche #6 – Pt. 1

In diesem wöchentlichen Format begleiten wir die Serien Cutie Honey Universe, Doreiku The Animation, Full Metal Panic! Invisible Victory sowie Magical Girl Site von der ersten bis zur letzten Episode. Neben einer kurzen Zusammenfassung der Episode lest ihr die persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. Spoiler werden nicht separat gekennzeichnet!

Cutie Honey Universe: Episode #6

Start: 07.04.2018Magical Girl, Yuri • Production Reed

Honey hat keinen ruhigen Schultag. Die Panther Claw greift die Schule in Form zerstörender Rosen an und viele der Mädchen müssen ihr Leben lassen.

Ayres: 

Eine dramatische Episode, die viele Opfer zu Tage befördert. Natürlich ist es in einem Werk von Go Nagai eher unwahrscheinlich, dass die Mädchen für immer tot sind, doch zumindest als dramaturgischer Kniff und Großevent zieht diese Episode. Im Vergleich zum Manga wurde der Anime allerdings stark entschärft. Auf sämtliche Gore-Effekte wurde verzichtet und die Schülerinnen lösen sich nur auf. Gleichzeitig rutscht die Handlung wieder einmal ins bekannte Absurde ab. Wieder einmal lassen auch die Animationen zu wünschen übrig. Hier wird die Serie wohl kaum noch die Kurve bekommen. Honey sinnt am Ende der Folge Rache, womit der Grundstein für eine handlungsübergreifende Dramaturgie gelegt sein könnte.

 


Dorei-ku The Animation: Episode #5

Start: 13.04.2018Psychological  • Studio TNT & Zero-G

Bei seinem Plan, Shiwori und Taiju zu Sklaven zu machen, wird Zenichi Bunkyo ausgerechnet von einem Hund gestoppt. Taiju will mit Hilfe von Julia und Ryuus Untergebenem Ataru Shiwori befreien. Er erklärt sich dazu bereit, sich selbst und Shiwori zu zu Sklaven seiner Helfer machen zu lassen. In der Zwischenzeit treffen der menschenhassende Zero Shinagawa und ein Junge, der seine Eltern rächen will, aufeinander.

Ayres:

Die Motive von Zenichi Bunyko werden beleuchtet und wenig überraschend, sind sie so flach wie sein Charakter: Er möchte einfach nur Ruhm und Frauen, was ihn nicht davon abhält, physisch gegen eine Frau auszuteilen. Mit Ryuu tritt eine Figur auf den Plan, deren Absichten weit davon entfernt sind, durchschaubar zu sein: Wieso will er so viele Sklaven und was hat er mit ihnen vor? So mancher Zuschauer dürfte überrascht davon sein, dass er noch ein Kind ist. Nur ein reicher, verwöhnter Junge oder existiert in seinem Kopf ein Masterplan? Dass Shinagawa hintergangen werden würde, war abzusehen.


Full Metal Panic! Invisible Victory
Start: 13.04.2018Action, Militär, Mecha  • Xebec

In dieser Woche wurde aufgrund der “Golden Week” in Japan nur eine Zusammenfassung der Folgen 1 bis 4 ausgestrahlt.

 

 

 

 

 

 

 


Magical Girl Site: Episode #6

Start: 07.04.2018Drama, Horror, Psychologie • production doA

Im Hass vereint: Kaname und Nijimi sitzen im Haus der Asagiris und warten auf Nachricht über den Zustand von Aya. Deren Wohlbefinden soll – geht es nach den Beiden – allerdings nur von kurzer Dauer sein. Denn ihr Bruder will seinen geliebten lebenden Boxsack zurück, Nijimi will ihr und Tsuyuno dagegen den Verrat an ihrer Freundschaft heimzahlen, da sie ihr nicht von Rina erzählt haben. Und während das Idol sichtlich von ihrem Gastgeber angetan scheint, wittert Kaname dadurch seine Chance, wieder Herr über Ayas Schicksal zu werden. Die macht währenddessen die Bekanntschaft mit Kosame Amagai, dem Magical Girl, das sie mit ihren Heilungskräften von ihren Verletzungen befreit hat – und das nebenbei Rina wieder zum Leben erweckt hat. Doch statt erneut Feindseligkeiten auszutauschen, schließen sich die vier zusammen für eine höchst gefährliche Mission: Aya und Tsuyuno sollen dabei helfen, den Administrator einer der vielen existierenden „Magical Girl Sites“ zu fassen, um diesem die letzten Geheimnisse über den „Tempest“ zu entlocken und einen Weg zu finden, die drohende Apokalypse noch aufzuhalten.

nightfury:

Nach dem spannenden Duell zwischen Aya und Sarina baut die sechste Episode von Magical Girl Site die Hintergrundgeschichte des Anime weiter aus. Langsam wird den Mädchen bewusst, dass ihre Kräfte nicht das Geschenk mitfühlender Götter sind, sondern dasjenige gieriger Dämonen, die sich am Hass und der Missgunst laben wollen, dem die geschundenen Seelen durch ihre neue Macht erstmals freien Lauf lassen können. Dem Zuschauer mag dieser Umstand freilich schon länger klar sein. Durch die Bestätigung der Charaktere nimmt die Geschichte aber noch einmal düsterere Züge an, gerade weil sie so die Auswirkungen von Mobbing oder häuslicher Gewalt erschreckend realistisch wiedergibt. Ganz im Gegensatz zu vielen „Magical Girl“-Erzählungen werden die Underdogs in Magical Girl Site eben nicht allein durch das Erlangen besonderer Kräfte zu willensstarken Figuren, die automatisch wissen, was recht und unrecht ist. Sie bleiben psychisch labile, geschundene Wesen, mit denen zu sympathisieren dementsprechend schwerer fällt. Als Kritik am Genre oder Hinweis auf die tatsächlichen Probleme solcher Menschen macht das für mich zwar Sinn; bedenkt man allerdings die komischen Elemente im Anime – und anders kann ich beispielsweise die Szene zwischen den künstlich durchgeknallt wirkenden Kaname und Nijimi nicht deuten – so hat man zuweilen den Eindruck, die Macher der Serie würden mit solch ernsten Themen nicht korrekt umgehen. Denn stellt man diese die Sache ins Lächerliche ziehenden Phasen zum Beispiel der Darstellung von Kosames Charakter gegenüber – das schüchterne Mädchen wird als sich ritzender Emo porträtiert, die mit ihrem Stab in Form eines Teppichmessers Andere mit ihrem eigenen Blut heilen kann – so fragt man sich schon, ob und wie ernst man welchen Teil nun nehmen soll. Ich hoffe sehr, der Anime nutzt sein Potenzial zur Kritik, und ist nicht nur auf schockierende Effekthascherei aus.

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