Citrus

Lesezeit: 4 Minuten

Das Leben hält bekanntlich ja viele Überraschungen bereit, doch damit hat die junge Oberschülerin Yuzu Aihara bestimmt nicht gerechnet: Nicht nur, dass sie aufgrund der Wiederheirat ihrer Mutter in eine neue Stadt ziehen musste und nun eine strenge Mädchenschule besucht, zu allem Überfluss stellt sich die kühle Schülerratspräsidentin auch noch als ihre Stiefschwester heraus! In dem im Januar 2018 gestarteten Anime Citrus, der auf der gleichnamigen Mangavorlage basiert, verfolgen wir die Erlebnisse der Protagonistin und ihres neuen Familienmitglieds Mei, das sie anfangs zwar nicht begeistert, mit der Zeit jedoch mehr und mehr in ihren Bann zieht.

  

Die modebewusste Yuzu muss aufgrund der Wiederheirat ihrer Mutter in eine neue Stadt ziehen, wo sie auch eine konservative Mädchenschule besuchen muss. Bereits am ersten Tag gerät sie aufgrund ihres Auftretens mit der Schulleitung aneinander, darunter auch die strikte Mei Aihara, welche Schülerratspräsidentin ist. Zu Hause erwartet sie dann jedoch eine Überraschung, denn genau diese Mei stellt sich als ihre neue Stiefschwester heraus! Mit der Zeit fühlt sich Yuzu jedoch mehr und mehr zu der kühlen Schönheit hingezogen…

Plötzlich Schwestern

Originaltitel Citrus
Jahr 2018
Episoden 12 (1 Staffel)
Genre Romanze, Drama, Girls Love
Regisseur Takeo Takahashi
Studio Passione

Schon in der ersten Episode wird klar, dass man sich über den ‚Huch-Plötzlich-Stiefgeschwister‘-Aufhänger nicht ärgern sollte. Es ist ein bekanntes Konzept, auch wenn dieser Aspekt weiterhin arg an der Glaubwürdigkeit kratzt. Yuzu gibt sich dennoch Mühe, eine gute Schwester für Mei zu sein – selbst als sie schon längst hoffnungslos in sie verliebt ist. Letzteres wirkt manchmal etwas befremdlich, insbesondere in den späteren Episoden, in denen Yuzu ihre Gefühle auch nicht mehr verstecken möchte. Fragwürdig ist auch, wie Yuzu sich in Mei verliebt. Denn Mei zwingt sich Yuzu stets viel eher auf, was bereits früh in Form eines Kusses klar wird, den sie ihr aufzwingt, obwohl sie dies nicht möchte. Dass dieses Verhalten, das sich noch einige Male wiederholt und stellenweise klar sexuelle Belästigung darstellt, nicht als falsch angesehen wird, kann definitiv kritisch gesehen werden.

Mädchenschwärme

Citrus führt in seinen zwölf Episoden erstaunlich viele Figuren ein, wobei sich diese zum größten Teil weiblichen Charaktere häufig in Yuzu oder Mei verlieben. Da wären Meis Kindheitsfreundin, Yuzus Kindheitsfreundin oder auch einfach ein Mädchen, dem Mei begegnet und welches sich sofort unsterblich in sie verliebt. Scheinen die ersten beiden Szenarien immerhin noch denkbar, so fasst man sich bei Letzterem doch an den Kopf und fragt sich, wie unwiderstehlich die beiden Protagonistinnen eigentlich sein müssen. Dafür sind nicht alle Charaktere flache Abziehbilder, sondern z.B. Yuzus beste Freundin Harumin, die sie an ihrem ersten Tag in der neuen Schule kennenlernt, sorgt immer wieder für Witz und ist schnell sympathisch. Trotz einiger Kritikpunkte an der Story, gibt es auch interessante Handlungen, wie z.B. das Auftauchen von Meis Vater, der bisher aufgrund seiner Weltreisen mit Abwesenheit geglänzt hat. Hier zeigt sich, dass Mei im Grunde immer nur versucht, perfekt zu sein, um andere Menschen zufrieden zu stimmen, sie dabei aber kaum an sich selbst denkt. Schließlich versöhnt sie sich dank Yuzus Hilfe mit ihrem Vater.  Zudem werden störende Aspekte, die man in den ersten Episoden als bleibendes Element befürchtet, schnell ausgemerzt, so wie z.B. der Lehrer, der zu Beginn des Animes mit Mei verlobt ist.

Eine nahtlose Umsetzung

Was aber in jedem Falle nahezu perfekt gelungen ist, ist die Umsetzung der Mangavorlage. Der Anime umfasst die Handlung der ersten vier Bände und setzt diese detailgetreu um. Die zusätzlichen Szenen stellen sinnvolle oder witzige Ergänzungen dar, sodass man als Fan des Mangas nur zufrieden sein kann. Ebenso strahlen die Farben des Animes dem Zuschauer förmlich entgegen und auch der Soundtrack unterstreicht die Situationen passend.

Als Fan des Mangas habe ich mich schon sehr auf den Anime gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Umsetzung ist fantastisch gelungen und stellt mich vollkommen zufrieden. Lediglich die japanische Stimme des Charakters Matsuri hat mich gestört, da ich diese nur bedingt als passend empfinde. Die bereits im Manga bestehenden Kritikpunkte sind aber selbstverständlich auch hier vorhanden, sodass man sich oftmals eigentlich nur die Haare raufen kann. Dennoch habe ich mir den Anime gerne angeschaut und kann ihn Fans des Genres durchaus weiterempfehlen. Diejenigen, die bereits den Manga mögen, kommen an der gelungenen Adaption sowieso nicht vorbei.

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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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