The Big Bang Theory (Folge 11×09)

Wer würde sich heute nicht wünschen, in Google, Microsoft oder Apple investiert zu haben, als diese noch jung waren? Der Traum vom großen Geld ist wahrlich nichts Neues und flammte erneut auf, als der Wert der Kryptowährung Bitcoin mehr und mehr stieg. Wer nur wenige Jahre zuvor nur ein wenig Geld investiert hätte, bräuchte heute vielleicht für den Rest seines Lebens gar nicht mehr zu arbeiten. Auch unsere Nerds träumen vom großen Geld, als Sheldon ihnen erzählt, das eine Bitcoin inzwischen die 5000-Dollar-Marke geknackt hat.

Vor sieben Jahren arbeiteten Leonard, Howard und Raj an einem Programm, mit dem sie Bitcoins sammeln wollten. Nun eröffnet Sheldon ihnen, dass diese Bitcoins mittlerweile sehr viel wert sind. Die Nerds könnten also mittlerweile reich sein, ohne etwas davon gemerkt zu haben. Jetzt müssen sie nur noch den alten Laptop finden, auf dem ihre Bitcoins gespeichert sind. Doch das klingt einfacher, als es dann tatsächlich ist. Leonard und seine Freunde begeben sich auf eine Odyssee, an deren Ende hoffentlich das große Geld auf sie wartet.

Auf Odyssee

Nach sieben Jahren haben Leonard und seine Freunde komplett vergessen, dass sie sich überhaupt Bitcoins geholt haben. Umso schwerer wird es da, diese wiederzufinden. Die erste Spur ist Howards alter Laptop. Doch erst als sie dort nichts finden (außer asiatischen Pornos) fällt den Jungs ein, dass sie doch Leonards Laptop benutzt haben. Doch den hat er gar nicht mehr, er hat ihn Penny geschenkt, die ihn wiederum ihrem damaligen Freund Zack geschenkt hat. Über einige Umwege kommen Leonard und seine Freunde also endlich an das richtige Gerät. Doch die Enttäuschung ist groß, als der entsprechende Ordner leer ist. Jetzt erst offenbart sich Sheldon, der das Ganze natürlich von langer Hand geplant hat. Schließlich hat er die anderen drei überhaupt erst wieder daran erinnert, dass sie sich einst mit Bitcoins beschäftigt haben. Wie Sheldon nun einmal ist, trägt er ihnen immer noch nach, dass sie ihn damals von der Sache ausgeschlossen haben. Mit seinem perfekten Gedächtnis weiß Sheldon natürlich, wo die Daten liegen, doch er lehnt sich zurück und genießt es, wie Leonard, Howard und Raj von einer Spur zur nächsten hetzen. Erst ganz am Ende löst er auf, dass er den Schlüssel für die Bitcoins schon lange von Leonards Laptop auf seinen Batman-USB-Stick geschoben hat – um allen dreien eine Lektion zu erteilen. Nur zu blöd, dass Leonard diesen USB-Stick schon lange verloren hat. Damit sieht keiner der Nerds auch nur einen Cent von den 5000 Dollar, die ihre Bitcoins mittlerweile wert sind. Schuld ist daran so gesehen Sheldon, weil er seinen Freunden unbedingt eine Lektion erteilen musste.

Zurück in die Vergangenheit

Statt einer zweiten Storyline präsentiert diese Folge einen Rückblick in die Zeit vor sieben Jahren. Es fühlt sich wieder an wie in den ersten Staffeln, als niemand so recht wusste, ob Leonard und Penny nun zusammen sind oder nicht und als Raj noch nicht mit Frauen sprechen konnte. Sogar Amy hat einen kurzen Auftritt in einer Zeit, in der sie Sheldon noch gar nicht kennt. Stattdessen sitzt sie bei einem Fake-Date, von dem Penny sogar ein Beweisfoto machen darf, damit ihre Mutter sie nicht länger damit nervt – genau so wie Amy ihre Zeit vor Sheldon bisher beschrieben hat. Auch Pennys Grund für eine ihrer vielen Trennungen von Leonard wird klar. Denn damals weiß Penny schon, dass ihre Beziehung in einer Hochzeit enden wird, und dieser Gedanke macht ihr große Angst. Doch eigentlich vermisst sie Leonard und bereut es, sich von ihm getrennt zu haben. Das alles hat Penny damals auf Video aufgenommen, sodass Leonard sieben Jahre später diese lieben Worte auch noch zu hören bekommt.

Mir hat diese Verflechtung von Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gefallen. Dieses Prinzip kenne ich bereits aus Once upon a Time und ich mag es einfach, wie sich die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart gegenseitig ergänzen. Es hat auch Spaß gemacht, wieder in die Zustände der frühen Staffeln zurückzukehren. Dass Leonard und seine Freunde etwas vom großen Bitcoin-Kuchen abhaben wollen, wundert mich nicht. Die technischen Spielereien, um an Bitcoins zu kommen, passen einfach zu ihnen. Besonders ironisch ist aber, dass es Stuart ist, der letztendlich die Schlüssel auf Leonards USB-Stick löscht, um ihn für einen Zehner verkaufen zu können. Schließlich hätte er das große Geld am nötigsten gehabt.

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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