Origin

Heiße Bräute und gewaltige Action bietet der Science Fiction-Manga Origin, dessen gleichnamiger Android zwar ein normales Leben unter Menschen führen will, doch seine mordenden Artgenossen durchkreuzen seine Pläne. Seit 2016 veröffentlicht der japanische Verlag Kodansha diesen Manga von Boichi, welcher bei uns vor allem mit seinen Werken Sun-Ken Rock und Wallman bekannt ist, die bereits Tokyopop veröffentlicht hat.

  

Es ist das Jahr 2048 und Japan ist mit dem eurasischen Kontinent durch eine transkontinentale Eisenbahn verbunden. Dadurch stiegen die Kriminalitätsrate wie auch die Anzahl der Terroristen in Tokyo stark an. Daher wundert es niemanden, dass es Nacht um Nacht immer mehr übel zugerichtete Leichen vorwiegend von diesen verbrecherischen Individuen auftauchen. Inmitten in dieser düsteren Welt wandeln nämlich Dinge umher, die zwar wie Menschen aussehen, aber keine sind.

Wenn der Schein trügt

Origin ist kein Mensch, sondern ein Android, der eigentlich nur ein normales Leben führen will, da es der Wunsch seines verstorbenen Vaters bzw. Erbauers ist. Doch muss er erkennen, dass es noch acht andere wie ihn gibt, die jedoch durch die Straßen ziehen und Menschen töten. So tarnt sich Origin als Mitglied einer kleinen Gang, um in ein Lager des AEE Konzerns einzubrechen. Allerdings rutschte der Plan einem anderen Mitglied vor einer jungen Prostituierten heraus, weswegen er beschloss, diese mitzunehmen. Keiner der Beteiligten außer Origin ahnt, dass sich die ganze Aktion in ein einziges Blutbad verwandeln wird. Denn jene eifrige Prostituierte ist in Wirklichkeit eine mordende Androidin.

Normalität kann eine Herausforderung sein

Originaltitel Origin
Jahr 2016
Bände 2 / ?
Genre Action, Drama, Adult
Autor Boichi
Verlag Kodansha (J)

Es ist für einen Menschen manchmal schon schwer ein gewöhnliches Leben zu führen. Doch für einen Androiden wie Origin, der nicht als solcher erkannt werden will, gestaltet es sich noch deutlich komplizierter. Besonders wenn er in einer Firma arbeitet, die sich auf Roboter spezialisiert hat und somit stets von Experten auf diesem Gebiet umgeben ist. Er besitzt zwar die Fähigkeit die Menschen um sich herum einzuschätzen, doch das klappt nicht immer bei jeder Person, wie bei seiner Vorgesetzten Laura. Aber die Menschen sind nicht sein einziges Problem, auch ein Android benötigt stetig Geld um Wartungen an sich durchzuführen. Besonders da die Kämpfe ihre Spuren hinterlassen, so verliert Origin im Kampf gegen zwei Roboter seinen linken Arm. Das wird nicht die letzte Auseinandersetzung sein, da Masamune für die Vernichtung seiner Untergebenen Rache geschworen hat.

Logik versus Rache

Origin ist ein außergewöhnlicher Android, er hat die Rechenkapazität seiner KI sehr stark erhöht. Er denkt 70 Mal schneller als ein Mensch, kann daher in wenigen Sekunden komplexe Entscheidungen treffen und vorausplanen. Die KI der anderen Androiden können da nicht mithalten, zudem arbeiten sie sehr logisch und unemotional. Außer ihr Anführer Masamune, der nur noch aus einem Kopf besteht. Denn eigentlich hätte Origins Zerstörung der Androidin dazu führen müssen, dass die anderen keine Auseinandersetzungen mit ihm suchen, da es einfach ihrer Logik entspricht. Doch Masamune handelt für einen Androiden komplett unlogisch, da er nach Rache sinnt. Deshalb schickt er zwei weitere los, um den Übeltäter zu finden. Das hat sogar Origin überrascht und muss sich nun auf weitere Gefechte einstellen.

Erster Eindruck:

Normalerweise bin ich kein sonderlicher Fan von Science Fiction, insbesonders mit einer solchen Thematik. Aber ich mag die Art von Boichis Geschichten, daher wollte ich Origin auf jeden Fall eine Chance geben. Ich wurde auch nicht enttäuscht, die Geschichte finde ich sehr spannend gestaltet. Gerade weil man mit Origin, der über das Leben und Emotionen nachdenkt, und Masamune, der sich rächen will und seine anderen sieben Mitstreiter als eine Art Familie sieht, doch zwei sehr unterschiedliche Individuen hat. Im Grunde sind sie schon viel näher am Menschen als sich beide wahrnehmen. Optisch macht der Manga auch einiges her, aber das ist man von Boichi auch gewohnt, der immerhin einen sehr realistischen Zeichenstil hat. Persönlich hoffe ich, dass ein deutscher Verlag das Potenzial hinter Origin erkennt und ihn auch dem deutschen Publikum zugänglich macht.

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo's Bizarre Adventures.

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