Ein Geek backt einen Stranger Things Kuchen

Für ein gemeinsames Rudelwatchen kann nicht einfach ein x-beliebiger Kuchen gebacken werden! Ein Stranger Things-Fangirl hat sich daher den Kopf zerbrochen und kam dann auf die glorreiche Idee, wie sie ihren Freunden einen kleinen Glücksmoment schenken könnte. Heraus kam ein Dessert, das einfach nachgebacken werden kann und das sehr gut schmeckt. Daher heißt es wieder: In die Küche, fertig, los!

Als feststand, dass meine Freunde zu mir kommen, damit wir gemeinsam die zweite Staffel Stranger Things anschauen können, lief mein Kreativzentrum im Hirn auf Hochtouren. Schließlich konnte ich meinen Gästen keinen langweiligen Blechkuchen hinstellen. Etwas Besonderes musste her! Nach langem Abschätzen, was meine Fähigkeiten hergeben und ich ohne Schwierigkeiten zaubern könnte, kam mir die Idee zu einem richtig guten Motiv, um einen einfachen Rührkuchen aufzupimpen. So schlage ich zwei Demogorgon mit einem Nudelholz! Für alle, die Lust am nachbacken haben, kommt im folgenden Artikel eine Backanleitung.

Zuallererst müssen wir eine Sache festlegen: Wir backen nicht in der Upside-Down-Welt. Wer weiß, was da für komische Sporen in den Teig geraten könnten! Davon abgesehen, dass man höchstwahrscheinlich selbst zum Dessert irgendeines Monsters wird, während man fröhlich vor sich hinrührt. In unserer heimischen Küche richten wir uns daher gemütlich ein und schauen zuerst einmal, ob wir alle Zutaten haben:

500 g Mehl
250 g Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
4 Eier
¼ Liter Milch
250 g Margarine
1 Pk Backpulver
1 Pk Schokodrops
Dunkle Kuvertüre (Vollmilch oder Zartbitter)
Zuckerstifte (am besten gelb und rot)
Schokolinsen (M&M’s oder Smarties)

Falls euch die Sachen nicht zur Verfügung stehen, schickt einfach Mike und die anderen los. Achtet nur darauf, dass ihr Elfie nicht alleine mit der Aufgabe betreut, denn sonst habe ihr am Ende nur einen Berg Waffeln! Eine gute Idee ist es, Steve als Babysitter mitzuschicken. Es könnte da zwar passieren, dass ihr ein paar Haarpflegemittel zusätzlich bekommt, aber damit kann man leben. Wenn ihr alles habt, ist es der erste Schritt, ordentlich einzuheizen. Nein, damit meine ich nicht den Regierungstypen, die nebenan ihre kleinen Experimente durchführen, sondern eurem Backofen. Den bitte auf 180 Grad Umluft vorheizen lassen. Schritt zwei besteht darin, eine große Schüssel, ein Rührgerät und ein Backblech auf eine Arbeitszeile schweben zu lassen. Die Menge, die bei dem Rührkuchen rauskommt, reicht, um ein normales Blech zu befüllen. Das hat den Vorteil, dass ihr eine große Truppe mit Kuchen versorgen könnt, was wichtig ist, wenn man mal wieder eine Nacht lang das Haus vor Monstern sichern muss. Sollte man sich eines dieser neuen, megapraktischen Kuchenbleche gekauft haben, die mit Deckel kommen, kann man auch dieses verwenden. Es könnte nur sein, dass für solches Blech die Teigmenge zu viel ist. Bei meinem ersten Versuch bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe nicht so viel Masse in das Blech gefüllt. Aus dem Restteig habe ich schlicht noch Muffins gebacken. Wichtig ist, das Backblech auf jeden Fall mit Backpapier auszulegen. Wenn ihr das vergisst, könnte es sein, dass ihr den Kuchen nicht sehr leicht lösen könnt. Elfie könnte zwar mit ihren Fähigkeiten etwas machen, aber wählt lieber die einfache Methode mit dem Papier.

Wenden wir uns dann dem Teig zu: Eier, Margarine, Zucker und Vanillezucker in die Schüssel geben und gut aufschlagen, bis eine dicke, helle Schaummasse entsteht. Wenn ihr das Mehl abgewogen habt, mischt da das Backpulver unter. Anschließend gebt ihr immer wieder etwas von der Mehlmischung und der Milch zu der Schaummasse dazu und rührt kräftig. Am Ende sollte ein geschmeidiger, lockerer Teig entstehen. An sich wäre dieser jetzt schon fertig, doch damit auch ziemlich langweilig. Daher habe ich noch ein paar Schokodrops zusätzlich hineingeworfen. Man könnte aber auch einen Teil der Masse mit Kakaopulver zu einem dunklen Teig verarbeiten. Diese beiden Teige könnte man auf dem Blech leicht vermischen, so dass man einen Marmorkuchen hätte.

Der Teig kommt dann auf das Backblech. Achtet darauf, dass die Masse gleichmäßig verteilt ist. Ihr wollt ja kein Kürbisfeld voller Löchern backen, sondern eine glatte Ebene, auf dem ihr später euer Motiv auftragen könnt. Die Schüssel dürft ihr zum Schluss gerne D’Artagnan zum Ausschlecken geben. Was die Backzeit angeht, kommt es jetzt darauf an, wie dick eure Kuchenmasse ist. Stellt für den Anfang 20 Minuten ein und schaut dann, wie der Kuchen aussieht. Bei Unsicherheiten hilft die Stäbchenprobe. Einfach mit einem dünnen Stäbchen in den Kuchen pieksen. Bleibt Teig dran kleben, ist er noch nicht durch. Denkt dran: Ein dünnes Stäbchen, keinen Baseballschläger! Der ist zwar auch aus Holz, aber den braucht ihr zur Abwehr von Monstern.
Während der Kuchen im Ofen vor sich hinbackt, heißt das noch lange nicht, dass ihr euch zurücklehnen könnt. Für die Deko könnt ihr die Jungs motivieren, im Aschenputtelstyle die Schokolinsen (in meinem Fall die M&M’s) zu sortieren. Lasst das lieber nicht Hopper machen, denn dann könnte es sein, dass am Ende keine Linsen mehrübrig bleiben.

Da orange und braun auf dem Schokohintergrund nicht wirken würden, habe ich diese Linsen links liegen lassen. Ich weiß, Diskriminierung, aber Hopper freut sich bestimmt über die restlichen Schokoperlen.

Ist der Kuchen durchgebacken, darf er aus dem Ofen heraus und erst einmal abkühlen. Ist er dann leichenkalt, kann man sich am Legen der Linsen üben. Ich habe mich für diese Form entschieden, da es so halbwegs nach Glühbirnen aussah. Es empfiehlt sich, nur grob zu arbeiten, denn die guten müssen erst noch einmal der Glasur weichen.

Wenn das erledigt ist, könnt ihr die Kuvertüre schmelzen. Diese dann gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen, sodass sich eine schöne Schockoladenfläche ergibt. In die noch feuchte Masse setzt ihr die farbigen Linsen. So kleben sie in der Schokolade fest und man muss keine Angst haben, dass sie wegrutschen oder geklaut werden.

Linsen sind verteilt und man erkennt das Motiv schon so langsam.

Im folgenden Screenshot sieht man, dass unter die Glühbirnen noch Buchstaben müssen. Außerdem fehlen noch die Fassung für die bunten Lichter und das Kabel. Schließlich ist es auch in unserem Sinn, dass Joyce Kontakt mit Will aufnehmen kann!

Wenn die Schokoladenglasur fest geworden ist, könnt ihr mit den Zuckerstiften die restlichen Linien malen. Damit wäre euer Kuchen dann auch fertig und kann an die hungrige Meute verfüttert werden.

Ihr könnt den Kuchen übrigens auch anders dekorieren. Meine Silvesterparty lief unter dem Motto „Mord im Orient-Express“ und da habe den Kuchen so dekoriert:

Toblerone-Berge, Gleise aus Mikado-Stäbchen und Verzierungen mit Zuckerstiften. Diese sollen die Zugstrecke darstellen.

Ich liebe Rührkuchen. Zum einen schmecken sie gut und zum anderen sind sie total einfach zu backen. Daher habe ich mich bewusst für diese Kuchenart entschieden, da ich so keine Angst haben musste, dass am wichtigen Tag etwas schief gehen könnte. Das Dekorieren hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich Bammel hatte, dass man das Motiv am Ende nicht richtig erkennt. Doch meine Gäste haben sofort erkannt, was es darstellen sollte, was mich sehr gefreut hat. Geschmeckt hat er auch allen, was natürlich ebenso wichtig war. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und vielleicht backt ja jemand den Kuchen nach.

Sharing is caring / Artikel teilen:
  • 5
  •  
  •  

Aki

Aki verdient ihre Brötchen mit dem Buchverleihen und Wiedereintreiben und geht nie aus dem Haus ohne eine Kopfbedeckung. Wurde von ihren Eltern von klein auf zu einem Filmjunkie erzogen, liebt mittlerweile aber viele Formen des Geschichtenerzählens. Zu ihren anderen Hobbies gehören die Fotografie und das Zeichnen, egal ob auf Papier oder Leinwand. Sie besitzt eine ansehnliche Sammlung an Fuchsmerchandise und hat ihr Herz seit dem Lesen vom Manga Kenshin an Samurais verloren.

5
Hinterlasse einen Kommentar

avatar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
MadameMelli
Redakteur

Wenn ich den Text so lese und die Bilder sehe bekomme ich richtig Lust, in der Zeit bis Halloween 2017 zurückzureisen und das Event samt Kuchen zu wiederholen! Es war ein toller Tag und diese Überraschung ist richtig gut gelungen!

Ayres
Redakteur

Sehr lecker. Könnte aber zu Benachteiligung einzelner Mitessenden führen, wenn einer das Stück mit allen M&M’s erwischt 😉